2026-03-25T14:09:28.761Z

Interview

SEF-Trainer über seine neue Aufgabe: „Freising ist kein normaler Bezirksligist"

Interview mit Mijo Stijepic

von Matthias Spanrad · Heute, 16:00 Uhr · 0 Leser
Freisings neuer Trainer Mijo Stepic.
Freisings neuer Trainer Mijo Stepic. – Foto: fupa

Mijo Stijepic holte in vier Spielen acht Punkte mit SE Freising. Am Sonntag wartet das schwere Auswärtsspiel beim VfR Garching auf sein Team.

Er ist erst seit ein paar Wochen da, hat aber mit acht Punkten in vier Spielen den besten Schnitt der jüngsten SEF-Trainer hingelegt. Im FT-Interview spricht Mijo Stijepic, Trainer beim Bezirksligisten SE Freising, über die Mannschaft, die er am Roider-Jackl-Weg vorgefunden hat, was noch besser laufen muss und was seine Elf beim Auswärtsspiel am Sonntag (15 Uhr) beim VfR Garching zu erwarten hat.

Von der Bayern- in die Bezirksliga – warum war das kein Rückschritt für Sie?


Puh, gleich so eine schwierige Frage zum Einstieg. Ich wollte nach meiner Pause erst einmal schauen. Ich weiß aber sehr genau, wo ich hingegangen bin. Ich habe das auch dem Team schon mehrfach gesagt: Freising ist kein normaler Bezirksligist, der SEF hat ja an sich andere Ambitionen. Mich hat die Aufgabe hier sehr gereizt. Zumal die Gespräche mit Andreas Schlechta und Heiko Baumgärtner hervorragend waren. Da musste ich nicht lange nachdenken.


Was haben Sie in der Savoyer Au im Winter vorgefunden?


Auf jeden Fall eine charakterlich und mental starke Truppe. Die Mannschaft hat einen unfassbaren Willen, alle ziehen überragend mit. Die Arbeit mit dem Team bereitet mir sehr viel Freude.


Welches Fazit ziehen Sie nun nach den ersten vier Spielen?


Ich ziehe auf jeden Fall ein positives Fazit, auch die zwei Remis kann ich verkraften. Mir ist es als Trainer am Ende immer lieber, wir reden bei einem 2:2 von zwei verlorenen statt von einem gewonnenen Punkt. Denn dann weiß ich, dass wir eigentlich das bessere Team waren und mehr verdient gehabt hätten. Das ist hier alles einfach auch ein Prozess.


Was fehlt noch, um Spiele wie gegen Gerolfing (2:2) zu gewinnen?


Letztlich sicher das Fünkchen Entschlossenheit und auch noch mehr Ruhe. Das geht jedoch nicht von heute auf morgen, so etwas benötigt Zeit. Wir befinden uns aber auf dem richtigen Weg, aber vielleicht reden wir in vier Wochen auch anders? Ich denke, dass alles in die richtige Richtung geht, ich bin aktuell super zufrieden.


Was stimmt Sie positiv, dass der SEF am Ende nicht in die Abstiegsrelegation muss?


Positiv stimmen mich unsere Auftritte der vergangenen Wochen. Zudem sind wir sehr gut vorbereitet. Wir haben in der Winterpause und zuletzt so trainiert, dass wir bis Ende Mai auf hohem Niveau spielen können. Taktisch und physisch sehe ich aktuell auch alle wichtigen Elemente. Und ich habe zuletzt auch einige Bezirksligisten gesehen. Deswegen bin ich sehr zuversichtlich, dass wir den direkten Klassenerhalt packen, wenn wir so weiterspielen wie zuletzt.


Am Sonntag geht’s zum Topteam Garching. Was erwartet euch dort?


Ich stelle mich auf einen sehr guten Gegner ein, das wird sicher ein enges Spiel. Auswärts sind wir bislang sehr stark. Auch nach den letzten Spielen fahre ich deswegen mit einem guten Gefühl dorthin. Aber es wird keine einfache Aufgabe.


Der SEF hatte heuer an sich andere Ziele. Inwiefern laufen bereits die Planungen fürs neue Jahr?


Ich beschäftige mich aktuell nur mit dieser Runde. Es wäre aus meiner Sicht ein Fehler, jetzt schon auf die neue Saison zu schauen. Wir versuchen zunächst, in dieser Spielzeit genügend Punkte zu sammeln. Mit der neuen Saison beschäftige ich mich deshalb erst in ein paar Wochen.