2026-01-20T07:14:11.657Z

Der Spieltag
Aufsteiger Seefeld demütigte Wils U20 mit einem 6:1-Sieg und stiess die St. Galler damit vom Leaderthron.
Aufsteiger Seefeld demütigte Wils U20 mit einem 6:1-Sieg und stiess die St. Galler damit vom Leaderthron. – Foto: Shot by Shen

Seefeld schiesst Wils U20 weg - Kellerteams kommen nicht vom Fleck

2. Liga interregional, Gruppen 3/4: 12. Runde

Wow, was für ein Spiel: Nach dem 6:1-Kantersieg im Spitzenkampf gegen Tabellenführer Wil 2 darf Aufsteiger Seefeld in der Interregio-Gruppe 4 eine Nacht lang Leader-Luft schnuppern. Uster setzt sich dank eines 3:2 in Altstätten im Tabellenmittelfeld fest. In den Kellerduellen zwischen Bazenheid und Dübendorf sowie zwischen Schaffhausen 2 und Red Star resultiert für alle Beteiligten je ein Punkt, während Bülach leer ausgeht. In der Gruppe 3 gewinnt Thalwil sein Sechs-Punkte-Spiel; Lachen/Altendorf muss sich mit einem Remis begnügen.

Triumphiert: Seefeld wirft den Leader aus der Festung
Nicht umsonst spricht der FC Seefeld gerne von seiner Heimanlage als «Festung Lengg». Tatsächlich misslang es dem Nachwuchsteam des FC Wil, vor dem Spiel noch Tabellenführer der Interregio-Gruppe 4, die Festung des Aufsteigers einzunehmen. Und zwar gründlich: Seefeld warf den Gegner mit einem demütigenden 6:1 vom Platz - und vom Leaderthron.

Schon der Start verlief nach Mass für das Heimteam: Nach Yannis Schneiters Doppelpack (und seinen ersten beiden Saisontoren) in der 17. und 21. Minute stand es 2:0. Zwar gelang Ardit Rexhepi durch einen direkt verwandelten Freistoss in der 30. Minute der Anschlusstreffer, doch danach waren wieder die Stadtzürcher am Zug. Oder besser gesagt: Marc Fischer. Der erhöhte unmittelbar vor der Pause auf 3:1 (45.) und setzte nach dem Seitenwechsel nochmals einen drauf (61.).

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Die beiden Einwechselspieler Louis Gebistorf mit einem Distanzschuss (76.) und Iwan Seglias (88.) waren für das Schlussresultat besorgt, mit dem der Aufsteiger für eine Nacht den Leaderthron erklimmen durfte, ehe er am Sonntag von Widnau (5:2 gegen Balzers) abgelöst wurde.

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Gezittert: Uster muss zum Ende der «besten Saisonpartie» doch noch bangen
Der FC Uster setzt seinen guten Lauf fort und siegt zum dritten Mal in Folge. Der 3:2-Sieg in Altstätten sah über 70 Minuten wie eine sichere Sache aus, am Ende wurde es jedoch nochmals knapp.

Ruben Pinnelli setzte mit dem 1:0 in der 5. Spielminute eine frühe Duftmarke, nachdem Finn Knecht sich auf der linken Seite durchgesetzt und in die Mitte geflankt hatte. Das vermeintliche 2:0 in der 32. Minute wurde wegen Abseits aberkannt. Doch die Zürcher Oberländer liessen sich davon nicht beirren und Raphael Bachmann erhöhte in der 36. Minute auf 2:0.

James Wyndham sorgte in der 71. Minute für die vermeintliche Vorentscheidung. Dazwischen lagen zahlreiche weitere Torchancen, die ungenutzt geblieben waren. Gemäss der Aussage von FCU-Trainer Etienne Scholz gegenüber «zueriost.ch» zeigte sein Team gar über eine Stunde lang «die beste Saisonpartie».

Doch dann geriet der Ustermer Motor ins Stocken: Nach einem Fehler setzte sich Sahin Irisme auf der linken Seite durch und erzielte das 1:3. Vier Minuten später verwandelte derselbe Spieler einen umstrittenen Foulpenalty zum 2:3. Nun war die Spannung zurück: Aufsteiger Altstätten versuchte, auf Biegen und Brechen zum Ausgleich zu kommen.

In der 84. Minute fehlte bei einem Kopfball von Simon Eugster nur wenig. Noch brenzliger wurde es in der 93. Minute, als ein Ustermer Befreiungsschlag die Oberkante der Latte des eigenen Tores streifte. Dann kam der Schlusspfiff - und mit ihm die Erleichterung beim FCU. Dank der drei Punkte setzen sich die Zürcher Oberländer im breiten Mittelfeld fest.

Geteilt: Schaffhausen 2 und Red Star mit Remis
Aufsteiger Schaffhausen 2 und Red Star trennen sich im Kellerduell mit einem 1:1-Unentschieden, das vor allem Schlusslicht Red Star schmeichelt, aber keiner der beiden Mannschaften wirklich nützt.

Der Schaffhauser Nachwuchs hatte nach einer knappen halben Stunde durch Maksim Novoselskiy vorgelegt, stellte sich jedoch in der 59. Minute selbst ein Bein, als Benet Fejzuli mit Gelb-Rot vom Platz musste. Mit einem Mann mehr auf dem Platz erhielt Red Star Aufwind. Es dauerte jedoch bis zur 88. Minute, ehe Gérard Sigg zum 1:1 einnetzen konnte.

Schaffhausen 2 wartet damit auch im fünften Spiel unter Neu-Trainer Adis Bajrami, der für den zurückgetretenen António dos Santos übernommen hatte, auf den ersten Sieg.

Unentschieden: Dübendorf verpasst Siegtreffer
Ebenfalls unentschieden, mit einem 2:2, endete das zweite Kellerduell zwischen Bazenheid und Dübendorf. «Definitiv zwei verlorene Zähler», bilanzierte FCD-Trainer Shaip Krasniqi nach dem Spiel gegenüber «zueriost.ch».

Sein Team war fulminant in die Partie gestartet und bereits nach drei Zeigerumdrehungen durch einen Treffer von Eldin Omerovic in Führung gegangen. Nach rund zwanzig Minuten liessen die Glattaler jedoch nach. Die logische Konsequenz: Bazenheids Silvano De Carvalho erzielte in der 39. Minute den Ausgleich, was zugleich das Pausenresultat bedeutete.

Nach dem Seitenwechsel hatte das Heimteam mehr vom Spiel und nach sechs Minuten traf Alban Pali zum 2:1 für die Toggenburger. Dübendorf wusste aber zu reagieren und Cadima Lusiola gelang in der 71. Minute der Ausgleich zum 2:2. Danach verpasste der FCD den Siegtreffer gleich mehrfach äusserst knapp und musste sich schliesslich mit dem Remis begnügen. Er verbleibt somit weiterhin in der Abstiegszone.

Verloren: Bülach geht nach früher Führung leer aus
Der FC Bülach liegt nach der 1:2-Heimniederlage gegen Frauenfeld ebenfalls nur noch knapp über dem Strich.

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Sämtliche Tore dieser Partie fielen in der ersten Halbzeit: Zunächst ging Bülach durch Nemanja Petrovic in Führung (17.), nur fünf Minuten später gelang jedoch Diogo Lopes per Kopf der Ausgleich. Derselbe Spieler setzte den Ball in der 35. Minute an den Pfosten, ehe er doch noch zum 2:1 in die Maschen traf. In der zweiten Mannschaft war Frauenfeld hauptsächlich darauf bedacht, den Sieg nicht mehr in Gefahr zu bringen, was schliesslich - zum Leidwesen der Bülacher - auch gelang.

Gewonnen: Thalwil verschafft sich Luft zum Strich
In der Interregio-Gruppe 3 gewinnt der FC Thalwil das Sechs-Punkte-Spiel beim Absteiger FC Emmenbrücke, der zuvor einen Punkt mehr auszuweisen hatte, mit 2:1 und überholt die Luzerner in der Tabelle und rücken bis auf den 7. Tabellenrang vor.

Der FCT startete kämpferisch in die wichtige Partie, dominierte schnell das Geschehen und kam von Beginn weg zu guten Torchancen. Das erste Tor fiel jedoch auf der Gegenseite: Tchere Mulanga schoss den Gastgeber in der 27. Minute entgegen des Spielverlaufs in Führung.

Dabei blieb es bis kurz vor dem Pausenpfiff: Zu einem strategisch wichtigen Zeitpunkt konnte Denis Haliti mittels Freistoss den verdienten Ausgleich markieren. «Eine der besten ersten Halbzeiten der Saison», schwärmt Vorstandsmitglied Antonio Di Cerbo im Matchbericht auf der Vereinshomepage.

Die zweite Halbzeit geht weiter mit einem offenen Schlagabtausch. In der 51. Minute gewinnt Arlind Gashi einen Zweikampf im Mittelfeld und zieht aus 40 Metern ab. Der gegnerische Torwart, etwas zu weit vor dem Tor, versucht zu retten, doch der Ball landet unter der Latte. Nun wirft der Gastgeber nochmals alles nach vorne, doch Thalwil verteidigt geschickt und kommt selbst durch Konter zu Chancen auf ein drittes Tor.

Schliesslich bleibt es beim knappen 2:1-Sieg, der Di Cerbo im Matchbericht zu weiteren lobenden Worten inspiriert: «Ein wunderschöner Treffer und ein spektakulärer wären schon den Preis des Tickets wert gewesen, aber darüber hinaus hat unsere Mannschaft bewiesen, dass sie aus echten Männern besteht, die füreinander spielen. Ein echtes Team.»

Gekämpft: Lachen dominiert, gerät in Rückstand und zeigt Moral
Ganz in der Nähe, nämlich beim FC Emmen, trat der andere FVRZ-Vertreter der Gruppe 3 an, der FC Lachen/Altendorf. Die Schwyzer mussten sich mit einem 2:2 begnügen.

Nach einer intensiven Anfangsphase mit mehreren verpassten Grosschancen des FCLA setzte Captain Patrick Schuler einen präzis getretenen Eckball von Backa in der 17. Minute zum verdienten 1:0 in die Maschen. Danach hatten die Gäste das 2:0 mehrmals auf dem Fuss, ehe der Linienrichter in der 33. Minute ein Handspiel durch Torhüter Truniger ausserhalb des Strafraums mit einem Freistoss ahndete. Emmens Marco Macolino schlenzte den Ball daraufhin in die Mauer, von wo er unhaltbar ins Tor abgelenkt wurde.

Auch nach diesem Ausgleich und in der zweiten Halbzeit blieben die Märchler die dominierende Mannschaft. Emmen beschränkte sich aufs Kontern - und hatte damit Erfolg: Der eingewechselte Jonas Hönger verwandelte einen solchen Gegenstoss in der 67. zum 2:1 für die Heimmannschaft.

Doch der FCLA zeigte Moral und griff weiterhin zuversichtlich an. Der verdiente 2:2-Ausgleich in der 75. Minute fiel erneut nach einem Eckball. Der kurz zuvor eingewechselte Nino Egli flankte auf seinen Bruder Levi, dessen Kopfball vom Torhüter abgewehrt werden konnte. Doch Aleandro Norelli reagierte schnell und nutzte den Abstauber. In der Schlussphase suchten beide Teams den Siegtreffer, fanden ihn jedoch nicht mehr.

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Aufrufe: 028.10.2024, 10:11 Uhr
Sandra TrupoAutor