
Nichts zu holen gab es für Viktoria Goch beim SV Budberg. Der Landesligist zog am letzten Spieltag mit 2:6 (2:0) den Kürzeren. Trotz des hohen Erfolges gab es beim Sieger nur bedröppelte Gesichter zu sehen, da dem Team nur wenige Minuten gefehlt hatten, um den Aufstieg in die Oberliga zu realisieren. Denn der Konkurrent SV Scherpenberg tat sich in der Heimpartie gegen den PSV Wesel mehr als schwer und schoss die entscheidenden beiden Treffer zum 5:3-Erfolg erst in der Nachspielzeit. Damit hat Scherpenberg zwei Punkte mehr auf dem Konto und wird in der kommenden Spielzeit in der fünfthöchsten Spielklasse um Zähler kämpfen.
Kevin Wolze, Trainer von Viktoria Goch, war etwas frustriert über den Auftritt seiner Elf. „In der ersten Halbzeit haben wir es richtig gut gemacht. Doch nach der Pause haben wir schwach gespielt. Allerdings hat der SV Budberg in dieser Phase mächtig Druck gemacht und eine enorme Dynamik entwickelt“, lautete das Fazit von Wolze, der dennoch mit dem Saisonverlauf mehr als einverstanden ist. „Wir haben als Aufsteiger bewiesen, dass wir in der Landesliga mithalten können. Mit dem erreichten neunten Platz können wir uns sehen lassen“, führte der ehemalige Profi weiter aus.
Gerade zu Beginn des Spiels wirkte der SV Budberg ungewohnt nervös. Und dies wusste Viktoria Goch zu nutzen. Mit der ersten Torgelegenheit traf Jacob Falkhofen schon in der sechsten Minute zum 1:0. Falkhofen war es auch, der das 2:0 erzielte. Mit einem Lupfer überwand er den gegnerischen Torwart (13. Minute). Zwar kamen die Gastgeber nun besser ins Spiel, doch selbst einen Foulelfmeter konnten sie nicht verwandeln. Lennart Hahn drosch ihn übers Tor (28.).
Aber der verschossene Strafstoß war so etwas wie eine Initialzündung. Ein Angriff auf dem anderen erfolgte auf das Gocher Tor, in dem Keeper Sven Schneider mit tollen Paraden ein ums andere Mal durchaus mögliche Gegentreffer verhinderte.
Doch unmittelbar nach dem Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit musste sich auch der tüchtige Schneider geschlagen geben. Budbergs Goalgetter Moritz Paul markierte mit seinem 37. Saisontreffer den 1:2-Anschlusstreffer. Nun brachen bei den Gästen förmlich die Dämme. Finn Eckhart (56.), Oliver Nowak (59.) und Hahn (74.) erhöhten schnell auf 4:2. Bei dem letzten Treffer zeigte Paul einmal mehr seine Klasse, der neben seinem Torinstinkt hat er auch den Blick für den besser postierten Nebenmann und legte Hahn den Treffer mit seinem 19. Assist auf. Weitere Tore durch Hahn (79.) und Ole Egging (84.) folgten zum 6:2-Endstand.