
Wer soll diesen SE Freising in der Bezirksliga Nord aktuell stoppen? Das Nachholspiel am Dienstagabend war die siebte Ligapartie unter der Regie von Trainer Mijo Stijepic – und auch diese gestalteten die Lerchenfelder erfolgreich. 2:0 (2:0) hieß es schlussendlich gegen den FC Moosinning.
Am Ende verdeutlichte die Szene in der 83. Minute den Spielverlauf ganz gut. Während die Freisinger Fußballer nichts mehr zu befürchten hatten, entlud sich bei Gäste-Akteur Georg Ball der ganze Frust: Er erlaubte sich ein überhartes Foul und sah die Rote Karte.
Den Eintracht-Kickern dagegen gelingt derzeit so gut wie alles. Der SEF war in dieser Partie nicht die komplett dominante Mannschaft. Dennoch reichte den Hausherren eine effektive Anfangsviertelstunde, um den zwölften Saisonsieg einzufahren und auf Tabellenplatz drei zu springen. Der Abstand zum Zweiten Walpertskirchen beträgt nur noch vier Punkte.
Beide Treffer waren fein herausgespielt, auch ein Markenzeichen des SEF seit der Winterpause. Vieles hat mittlerweile Struktur, und taktisch greifen die Rädchen immer mehr ineinander. Ausgangspunkt war zunächst Youngster Jonathan Kleimann, der mit einer klugen Seitenverlagerung Florian Huber in Szene setzte. Und der legte schließlich von der Grundlinie zurück in den Strafraum, wo Iosif Racean aus fünf Metern freie Bahn hatte (4.). Der zweite Streich folgte nur zwölf Minuten später: Wieder ging der entscheidende Impuls vom 19-jährigen Kleimann aus, dessen Zuspiel perfekt in die Schnittstelle der Moosinninger Abwehr passte. Johannes Kleidorfer war auf und davon und erzielte – nach zuletzt zwei Vorlagen – sein erstes Saisontor (16.).
Wenn es in den folgenden 75 Minuten ein Manko gab, dann, dass die Freisinger es verpassten, das vorentscheidende dritte Tor zu erzielen. Chancen wären mehrfach dagewesen, am Ende traf die Offensive um Stürmer Fabrizio Brandes jeweils die falsche Entscheidung. Auch Rückkehrer Christian Schmuckermeier, der erneut eingewechselt wurde, konnte nicht nachlegen. Das war aber zu verschmerzen, weil die Gäste nicht wirklich gefährlich wurden. Moosinning probierte es meist mit langen Bällen. „Ein drittes Tor hätte uns Ruhe gebracht“, sagte SEF-Trainer Mijo Stijepic. „Doch auch so war es ein verdienter Sieg für uns.“