
Beim SC Siegelsbach gehen bereits "Safe the date", Ankündigungsplakate herum. "Ein Verein, ein Ziel ein Aufstieg!", steht darauf geschrieben. Die Mission ist klar und für die Trainer Björn Schweter und Kai Feßenbecker wäre es der perfekte Abschluss ihrer vierjährigen Tätigkeit bei dem B-Ligisten. Der 7. Juni soll der Tag der Tage werden, Gegner und Spielort sind indes noch offen.
"Wir werden alles dafür für den perfekten Abschluss tun", verspricht Schweter. Das beinhaltet selbstredend eine mögliche Relegation gegen den TSV Dühren. Pikanterweise ist das der neue Verein, den die beiden aktuellen SC-Trainer ab Sommer coachen. "Diese Konstellation wäre der Horror", macht Schweter keinen Hehl daraus, wie wenig er und sein Kumpel Kai Feßenbecker sich über diese Konstellation freuen würden – nämlich gar nicht. Doch schon im Winter haben sie bekanntgegeben, "in diesem Fall unbedingt den Aufstieg mit Siegelsbach erreichen zu wollen."
Sich selbst in die B-Klasse schießen wäre die Konsequenz, noch ist es aber nicht soweit. "Wir haben uns vor zwei Wochen das Sechs-Punkte-Spiel zwischen Hilsbach und Dühren (2:2) angeschaut und man muss mittlerweile wohl davon ausgehen, dass die beiden unter sich ausmachen werden, wer letztlich in die Relegation geht", so der Siegelsbacher Trainer. Abhängig ist das Ganze noch von der SG Kirchardt, deren Landesliga-Endplatzierung darüber entscheiden wird, ob der Vor- oder Drittletzte der Kreisklasse A in die Abstiegsrelegation muss.
Siegelsbach wird das Ganze nach einem kleinen Rhythmusbrecher tun. Da der B-Klassen-Zweite vergangenes Wochenende spielfrei war und das Heimspiel eine Woche zuvor gegen den FC Berwangen vom Gegner abgesagt wurde, ist das Auswärtsspiel am Sonntag beim TSV Reichartshausen das erste Pflichtspiel nach drei Wochen Pause.
Die "Absageritis", auf Kreisebene sind in der Rückrunde überdurchschnittlich viele Begegnungen abgesagt worden, ärgert Schweter sehr. "Ich finde das grenzwertig und es hat alles einen faden Beigeschmack", sagt er und nennt als möglichen Verlierer davon Kais Bruder Kim Feßenbecker, der den SV Rohrbach/S. II coacht. "Kim meinte im Vorfeld unseres Spiels, dass er nicht wirklich eine schlagkräftige Truppe zusammenbekommt, hat dann aber fairerweise alles zusammengekratzt", berichtet Schweter.
Das Ergebnis war ein 9:1-Kantersieg für Siegelsbach, der den Rohrbachern im Torverhältnis Minus fünf Treffer im Vergleich zu einer Absage beschert hat. Wenn jene fünf Treffer am Saisonende den Ausschlag über Abstieg oder Klassenerhalt geben, wäre der sportliche Gedanke mit Füßen getreten. Schweter plädiert deshalb, "ganz klar für härtere Strafen wie beispielsweise einen Punktabzug bei Absagen, sonst werden weiterhin die bestraft, die antreten und das darf nicht sein."
Richtung eigene Relegation wollen die Siegelsbacher die beiden ausstehenden Partien beim Meister aus Reichartshausen und zuhause gegen den VfB Epfenbach II nutzen, um sich einzuspielen für den großen Tag am 7. Juni.