
Zum Auftakt des 23. Spieltags der Bezirksliga Ost ist der SV Bruckmühl beim VfB Forstinning zu Gast. Anpfiff ist im Sportpark Forstinning am Freitag um 19:30 Uhr.
Bruckmühl – Vor knapp zwei Wochen musste der SV Bruckmühl eine seiner weitesten Auswärtsreisen der laufenden Bezirksliga-Saison antreten, nun wartet die unbestritten schwerste. Das Team von Trainer Mike Probst muss beim VfB Forstinning ran.
Die Begegnung am Freitagabend, Anpfiff im Sportpark Forstinning wird um 19:30 Uhr sein, ist das Duell der Gegensätze: Im vergangenen Sommer stiegen der SVB und der VfB nach mehreren gemeinsamen Jahren zusammen aus der Landesliga Südost ab. Während die Bruckmühler seit Saisonstart ebenso eine Klasse tiefer um den Klassenerhalt kämpft, ist der VfB ist auch nach der Winterpause das Maß aller Dinge der Ost-Staffel.
Der Landesliga-Absteiger grüßt nach 22. Spieltagen weiterhin vor der Tabellenspitze und ist als einziges Team der Liga sogar noch ungeschlagen. Diese Nuance macht bislang den einzigen Unterschied zum ärgsten Verfolger, dem FC Aschheim, aus, der bereits einmal als Verlierer vom Platz ging, dafür aber einmal weniger die Punkte teilen musste.
Das Contento-Team lauert nur einen Punkt hinter Forstinning im Kampf um die Meisterschaft. Der VfB und der FCA werden unter sich ausmachen, wer direkt in die Landesliga aufsteigen darf und wer den Gang in die Relegation antreten muss. Zu groß ist der Abstand zum TSV Dorfen und TuS Holzkirchen auf den Plätzen drei und vier bereits.
Sowohl Forstinning als auch Bruckmühl wäre wohl glücklich, wenn die Saison bereits jetzt beendet werden würde. Der VfB würde unmittelbar wieder in die Landesliga zurückkehren und die Gäste aus dem Mangfalltal das Minimalziel, den Klassenerhalt, direkt erfüllen. Stattdessen brauchen beide Teams auch am 23. Spieltag dringend die nächsten drei Punkte: Die Hausherren aus dem Ebersberger Landkreis, um den Abstand auch Aschheim hochzuhalten, Bruckmühl, um die Pole-Position im Kampf um den direkten Nicht-Abstieg zu wahren.
Denn am vergangenen Spieltag entschied der SVB nach einer furiosen zweiten Halbzeit das Kellerduell gegen das alte und neue Tabellenschlusslicht TSV Ebersberg für sich. Mit dem sechsten Saisonsieg verließ das Probst-Team erstmals seit dem Saisonstart wieder einmal die Abstiegs- oder Relegationszone.
Bitter aus SVB-Sicht: Auch fast alle Konkurrenten siegten. Somit liegt der Vorsprung auf die Relegationsplätze nur bei zwei Punkten. Der Unterschied zwischen dem ersten und letzten Relegationsrang beträgt nur drei Zähler. Der Abstiegskampf ist dementsprechend weiter eng. Immerhin ist der Abstand auf den einzigen Abstiegsplatz auf acht Punkte angewachsen. Zudem hat Bruckmühl noch ein Spiel in der Hinterhand.
Im Hinspiel unterlag der SVB dem VfB Forstinning vor heimischem Publikum klar mit 0:3. Möglichweise gelingt Bruckmühl ja im Rückspiel mal wieder eine faustdicke Überraschung. Zum Jahresausklang trotzte die Probst-Elf immerhin schon einmal dem FC Aschheim. Am vergangenen Freitag zeigte die Mannschaft rund um Viererpacker Maximilian Gürtler dann, dass sie auch gegen Teams aus dem Ebersberger Raum gewinnen können.
Zu achten gilt es aus SVB-Sicht natürlich vor allem auf die Offensivreihe des VfB. Mike Opara, Dzemo Sefidanoski und Leo Gabelunke zählen zu den erfolgreichsten Scorern der Ost-Staffel. Dementsprechend ist Forstinning mit 59 Treffern die torgefährlichste Mannschaft der Liga. 19 Gegentore werden nur vom FCA unterboten.
Zeitgleich steht für die zweite Mannschaft des SV Bruckmühl ebenfalls eine brisante Begegnung an. Die „Zwoate“ gastiert im Derby in Willing beim TuS Bad Aibling. Die Hausherren haben nach dem Abstieg und einem Kaderumbruch im zurückliegenden Sommer nur noch theoretische Chancen auf die sofortige Kreisliga-Rückkehr. Als Tabellenvierter beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz bei einem Spiel weniger bereits zehn Punkte.
Für den SVB II ist die Rückrunde bisher eine Achterbahnfahrt. Nach der Niederlage im Kellerduell beim WSV Samerberg zum verspäteten Frühjahresauftakt gab es einen Überraschungssieg beim Zweiten SV Nußdorf. Am vergangenen Spieltag musste sich das Team von Erich Dreher und Charly Kunze jedoch Spitzenreiter ASV Au knapp und unglücklich mit 1:2 geschlagen geben.
Mit der Ausbaute von drei Punkten aus den ersten drei Spielen wurde die Pflicht erfüllt, wenn auch anders als gedacht. Somit ist das Ziel Klassenerhalt weiter in greifbarer Nähe. Der Rückstand auf die gesicherte Zone beträgt nur zwei Zähler, gleichzeitig sind es jedoch auch nur zwei Punkte Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze.
Im Derby soll nun die nächste Überraschung glücken. Die letzten Erinnerungen an den TuS sind dabei durchaus positiv. Im Hinspiel gab es den ersten Punkt nach dem historischen Aufstieg in die Kreisklasse. Die Dritte gastiert am Samstagabend ab 18 Uhr beim C-Klassen-Topteam TSV Hohentann-Beyharting II.