
Das Landkreisduell bot den Zuschauern schwere Kost. Erst in den Schlussminuten fielen die Tore zum leistungsgerechten 1:1-Remis.
Ein spielerischer Leckerbissen war das Heimspiel des TSV Altenstadt gegen den TSV Peißenberg nicht gerade. „Das war schwere Kost“, waren sich viele Zuschauer nach dem Landkreisduell, das nur in den letzten Minuten ein paar Höhepunkte bot, einig. Einen Sieger gab es nicht. Am Ende hieß es 1:1. „Ein leistungsgerechtes Ergebnis“, waren sich Altenstadts Coach Christoph Wagner und sein Gegenüber Heini Christl einig.
Der Peißenberger Trainer, der nach zwölf Jahren Pause bei seinem Heimatverein als „Feuerwehrmann“ im Abstiegskampf an die Seitenlinie zurückkehrte, sah einen engagierten Auftritt seiner Schützlinge. „Ich bin stolz, wie sich die Jungs reingehängt haben. Den Punkt haben sie sich gegen die heimstarken Altenstadter absolut verdient“, urteilte Christl zufrieden. Wirklich einverstanden war Wagner indessen nur mit dem Resultat, durch das die Heimserie seiner inzwischen über eineinhalb Jahre zu Hause ungeschlagenen Truppe hält. „Im letzten Drittel waren wir aber nicht wirklich zwingend“, monierte Wagner die fehlende Offensivpower seiner Mannschaft, die aus dem Spiel heraus kaum zum Abschluss kam. „Unsere Defensivtaktik ist aufgegangen“, lobte dagegen Christl sein Team, das bei Kontern immer wieder Nadelstiche setzte. Altenstadt verfügte über deutlich mehr Ballbesitz, schlug daraus aber keinen Profit. „Weil wir zu oft die falschen Entscheidungen trafen“, grummelte Wagner.
In der chancenarmen ersten Hälfte ließ Dennis Mulaj zwei gute Möglichkeiten der Gäste liegen. Erst lupfte er den Ball (27.) am Kasten vorbei, dann legte er ihn sich zu weit vor (36.), sodass die Altenstadter die Situation noch klären konnten. Für einen Aufreger sorgte im Anschluss Lukas Hartmann. Der spielende Peißenberger Co-Trainer säbelte Kadircan Yapici von hinten um und war mit einer Zehn-Minuten-Strafe (38.) mehr als gut bedient. In Unterzahl kamen die Hausherren wenigstens noch zu einem Abschluss. Markus Dulisch (44.) verzog aber aus 25 Metern.
In der zweiten Hälfte änderte sich nicht viel. Altenstadt war öfter am Ball. Ihre Offensivaktionen endeten aber stets am gegnerischen Strafraum. Die gut verteidigenden Gäste kamen stattdessen durch Hartmann (74.) und einen Distanzschuss von Michael Gladiator (82.) zu weiteren Chancen. Ein Standard brachte den Hausherren schließlich die Führung. Peißenberg konnte einen Eckball nicht klären, sodass Yapici (87.) per Drehschuss den Führungstreffer erzielte. Sofort vom Anstoß weg gaben die Gäste die Antwort. Bei einem langen Ball verschätzte sich Altenstadts Torhüter Max Gast. Julian Weckerle (88.), der sich bei der Aktion jedoch verletzte, bugsierte das Spielgerät zum 1:1 über die Linie. Am Spielstand änderte sich danach nichts mehr, da die Peißenberger die aus der Zeitstrafe (89.) gegen Simon Schmitt resultierende Überzahl nicht nutzen konnten.