Schwarzhofen krönt sich zum Oberpfälzer Hallenmeister
Bezirksliga-Dino schlägt im Finale Diendorf/Nabburg knapp +++ Laub wird Dritter, Titelverteidiger Pfreimd Vierter
von Florian Würthele · 18.01.2026, 18:27 Uhr · 0 Leser
Zum ersten Mal darf sich der SV Schwarzhofen in die Siegerliste der Oberpfälzer Hallenmeister eintragen. – Foto: Florian WürtheleOberpfälzer Futsalmeister 2026 ist der SV Schwarzhofen! Die Mannen von Trainer Adi Götz steigerten sich am Sonntag in Wackersdorf von Spiel zu Spiel. Und rangen in einem engen Finale die SG Diendorf/Nabburg mit 1:0 nieder. Dank seines Premierentitels bei der Bezirksmeisterschaft, der mit 500 Euro dotiert ist, vertritt der Bezirksliga-Dino die Oberpfalz nächsten Samstag bei der Bayerischen Hallenmeisterschaft in Erlangen. Dritter wurde der keck aufspielende FC Laub. Der Regensburger Hallenmeister wies Titelverteidiger SpVgg Pfreimd im kleinen Finale mit 3:1 in die Schranken. Nach drei Bezirkstiteln in Serie mussten sich die Pfreimder diesmal mit Rang vier begnügen.
So., 18.01.2026, 17:15 Uhr
Das war eine knappe Kiste! Schwarzhofen ergriff nach einer kurzen Abtastphase die Initiative, vergab eine Doppelchance und hatte Pech bei einem Pfostentreffer. Nach ihrer ersten eigenen Möglichkeit roch auch Diendorf/Nabburg Lunte. SG-Knipser Lobinger scheiterte an Tormann Schreier. Als viele schon mit einem Sechsmeterschießen rechneten, war es Christoph Gietl, der Schwarzhofen in Führung brachte. 37 Sekunden vor Schluss legte Voith quer und der Angreifer bugsierte den Ball in die Maschen. Beim 1:0 blieb es.
„Nach dem ersten Gruppenspiel haben wir uns reingesteigert und waren fortan eine richtige Turniermannschaft. Wir sind von Spiel zu Spiel stärker geworden, haben das Halbfinale clever und erwachsen runtergespielt. Letztlich haben wir das Turnier verdient gewonnen und uns für diese Hallenrunde belohnt. Hut ab“, freute sich SVS-Coach Adi Götz unmittelbar nach dem Finale. Angesprochen auf die anstehende „Bayerische“ ließ Götz durchblicken: „Dabei sein ist alles. Als nicht-typische Hallenmeisterschaft nehmen wir diesen Erfolg gerne mit. Wir sind gespannt, was uns nächsten Samstag erwartet.“
Halbfinale
So., 18.01.2026, 16:00 Uhr
Den besseren Start im vorgezogenen ersten Semifinale erwischte Diendorf/Nabburg. Artur Evtuschenko traf erst nur den Außenpfosten, ehe Nico Sporer aus ultraspitzem Winkel erfolgreich war. In der Folge biss sich der Regensburger Kreismeister ins Spiel, fand aber nicht so recht die passenden Mittel. Hinzu kam Pech im Abschluss. Immer wieder war Michael Rüdiger im SG-Tor auf seinem Posten. 34 Sekunden vor der Schlusssirene machte Julian Lobinger mit dem 2:0 den Deckel drauf.
So., 18.01.2026, 16:15 Uhr Reife und abgebrühte Vorstellung des SVS! Vorne konsequent und zielstrebig, hinten diszipliniert und aufmerksam. Nach einer relativ ruhigen Anfangsphase setzte Bastian Hägler den ersten Punch für die Götz-Truppe. Dem Titelverteidiger fiel in der Folge zu wenig ein. Stattdessen besorgte Stefan Voith nach einem Querpass Grafs die Vorentscheidung. Pfreimd setzte nun auf einen „flying goalkeeper“. Das ging nach hinten los – Johannes Koller traf ins verwaiste Tor zum 3:0-Endstand.
Vorrunde Zum „Aufstand der Underdogs“ avancierte die Anfangsphase der Vorrunde. So gewann in den ersten drei Matches des Tages stets der Kreisligist gegen den Bezirksligisten. Hintenraus wurde es in der Gruppenphase emotionaler und bisweilen auch hitzig. Aber alles blieb ihm Rahmen.
„Emotionen gehören dazu“, sagte BFV-Bezirkschef Thomas Graml bei der Siegerehrung. Graml sah
„packende Spiele“ und dankte dem TV Wackersdorf für eine tolle Ausrichtung des Turniers.
In der
Gruppe A machte Schwarzhofen das Rennen. Sechs Punkte reichten dem späteren Champion zum Gruppensieg. Im letzten Gruppenspiel kämpften der FC OVI-Teunz und der FC Laub ums Weiterkommen. Ein 2:2-Unentschieden reichte dem Regensburger Hallenmeister für Platz zwei. Enttäuschend lief es für die SpVgg Vohenstrauß, die nur einen Zähler einspielte und am Ende Letzter wurde.
Ohne Verlustpunkt blieb Diendorf/Nabburg in der
Gruppe B. Die Kreisliga-SG war stets zur Stelle, wenn es brenzlig wurde. Dahinter holte Pfreimd zwei Siege und schnappte sich ebenfalls das Halbfinalticket. Eine gute Figur gab der robust agierende Serbische Club-Donau ab. Mit mehr (Spiel-)Glück wäre mehr drin gewesen. Doch so mussten die Regensburger mit zwei Remis und einer Niederlage vorzeitig die Segel streichen – ebenso wie die punktgleiche U23 des FC Weiden-Ost.
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