
Am Sonntag um 15 Uhr spielt die SG Kirchardt zuhause und im Gegensatz zu Türkspor Eppingen ist dort die Hoffnung auf den Ligaverbleib um einiges größer. Die Schwager-Elf hat mit 25 Zählern beinahe doppelt so viele Punkte wie Türkspor (13) und befindet sich in unmittelbarer Schlagdistanz zum Relegationsrang. Um an mehr zu glauben, fehlt der SG im Jahr 2026 neben den Punkten die Personalstärke. Wenn am Sonntag der FC Dossenheim in den Kettendwald kommt, gilt es mal wieder eine ganze Reihe potenzieller Stammspieler zu ersetzen.
Zwei weitere Sperren kommen hinzu. Lenny Hinderhauser und Jan Niklas Weber haben in Neuenheim in der Schlussphase jeweils Gelb-Rot gesehen und vergrößern damit die personellen Sorgen in Kirchardt. Eben jene Sperren und ihr Zustandekommen ärgern den Trainer enorm. "Die zwei Platzverweise waren völlig unnötige Undiszipliniertheiten unter denen jetzt die gesamte Mannschaft leiden muss", sagt Denis Schwager und kündigt Konsequenzen an, "da müssen wir ein Exempel statuieren und wie das aussieht, werden die Jungs schon noch erfahren."
Es herrscht offensichtlich dicke Luft im Kettendwald. Das kann ungeahnte Kräfte freisetzen oder komplett nach hinten losgehen. "Wir müssen nicht lange drumherum reden, wenn wir gegen Dossenheim keine drei Punkte holen, dann ist der Zug für uns abgefahren", ist das Heimspiel gegen den FCD für Schwager mit einem Endspiel gleichzusetzen.
Den größten Konkurrenten um den Relegationsplatz, den SC Rot-Weiß Rheinau schätzt der SG-Coach "formstärker" ein. Was seine eigene Mannschaft betrifft, bahnt sich immerhin die Rückkehr von Mario Herfel Jr. an. "Das wird uns guttun", ist sich Schwager sicher. Dagegen drohen Martin Frey und Kapitän Dimitrios Babanatsas weiter auszufallen.
Generell wünscht sich der Trainer, "dass sich alle voll reinhauen, nicht umsonst haben wir es gegen Bammental besser als gegen Neuenheim gemacht und das obwohl wir dort noch weniger Jungs zur Verfügung hatten."