
Mit einem 3:0-Heimsieg gegen Aufsteiger AEG Dachau hat sich der TSV Schwabhausen an die Spitze der Kreisklasse München 1 gesetzt. Tabellenführer Niederroth unterlag beim Schlusslicht.
Mit einem 3:0-Sieg gegen Aufsteiger AEG Dachau hat sich der TSV Schwabhausen an die Spitze der Fußball-Kreisklasse München 1 gesetzt. Der gestürzte Tabellenführer Niederroth hat allerdings sein Spiel weniger absolviert.
TSV Schwabhausen – AEG Dachau 3:0: Der TSV Schwabhausen hat seine Pflichtaufgabe gegen AEG sicher erledigt und ist damit erstmal einmal Tabellenführer. Die Gastgeber hatten mehr Ballbesitz, AEG verteidigte jedoch sehr gut. Somit waren Chancen Mangelware, vor jedem Tor brannte es in der ersten Halbzeit nur einmal, mit einem gerechten 0:0 ging es in die Pause.
Der Dosenöffner für die Gastgeber war eine Einzelaktion von Till Hirschberger, der nur mit einem Foul im Strafraum gebremst werden konnte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Thomas Schneider in der 53. Minute zum 1:0. Nur zwei Minuten später traf der pfeilschnelle Chris Henning nach einem Konter zum 2:0. Jetzt wurde das Spiel etwas offener, der Gast musste mehr in die Offensive investieren und hatte auch einen Lattentreffer. Schwabhausen verlegte sich derweil noch mehr auf Konter. Das entscheidende 3:0 (79.) resultierte dann auch aus einem weiteren Konterangriff, wieder war es Henning, der eiskalt einnetzte. „Im Großen und Ganzen war es ein verdienter Sieg für uns, wir hatten die etwas reifere Spielanlage“, sagte Schwabhausens Trainer Andre Schaffer.
SV Ampermoching – SV Niederroth 2:1: Punktloses Schlusslicht schlägt verlustpunktfreien Tabellenführer – und das vollkommen verdient. Der SV Ampermoching trat in diesem Spiel aber auch nicht wie ein Tabellenletzter auf, vor allem in der ersten Halbzeit. Das habe vor allem daran gelegen, dass man das erste Mal „mit voller Kapelle“ antreten konnte, so SVA-Sprecher Klaus Kirschner.
Die Niederrother hatten 45 Minuten lang ernsthafte Probleme, ins Spiel zu kommen. Hinten war der Spitzenreiter ungewohnt fahrlässig, vorne wurde Spielertrainer Dominic Reisner so gut wie abgemeldet. Der torgefährliche Stürmer hatte nur wenige Ballkontakte.
Das 1:0 für Ampermoching fiel in der 13. Minute. Torschütze Blerart Blaku profitierte davon, dass die SVN-Abwehr sich uneinig war – Motto: „Nimm du ihn, ich hab‘ ihn sicher.“ Bereits fünf Minuten später hätte SVA-Stürmer Daniel Schlager das 2:0 machen müssen, er scheiterte aber bei seinem Solo an SVN-Keeper Andreas Knoll.
Niederroth hatte in den ersten 45 Minuten keine nennenswerte Torchance. Jedoch war das Spiel ab der 35. Minute etwas ausgeglichener.
Das änderte sich auch nicht in der zweiten Halbzeit. Blaku erhöhte in der 54. Minute auf 2:0 – eher unfreiwillig. Niederroths Torwart Andres Koll verließ seinen Kasten und faustete Blaku den Ball an den Kopf.
Danach spielte nur noch der Tabellenführer, Ampermoching lauerte auf Konter. Aber der Anschlusstreffer zum 2:1 in der 86. Minute kam zu spät für den SVN. Torschütze war Maximilian Linder, der nach einer Flanke von links noch einen Gegenspieler ausspielte und trocken verwandelte.
SVN-Trainer Daniel Reisner sagte nach der Partie etwas Bemerkenswertes: „Schiedsrichter Benjamin Findl hat im Nachgang zugegeben, dass das 1:0 abseits war. Aber er hat eine Topleistung gebracht, die Schiedsrichter bekommen zu wenig Lob und werden nur geschimpft, da muss man es einfach auch mal sagen, wenn es richtig gut war – und so war es heute.“
„David schlägt meistens Go㈠liath“, so Ampermochings Pressesprecher Jürgen Meier. Die Mannschaft habe verdient gewonnen, „jetzt müssen wir im Nachholspiel am Dienstag gegen Odelzhausen nach㈠legen.“
SV Günding – SV Odelzhausen 2:0: Mit einem verdienten Heimsieg schob sich die Mannschaft des Trainerduos Liebl/Fellner auf Platz zwei der Tabelle nach vorn. Odelzhausen bot kämpferisch eine gute Leistung, nur spielerisch fehlte es eben. Die Gündinger waren in der ersten halben Stunde feldüberlegen, vergaben jedoch einmal mehr viele klare Torchancen. Danach erspielte sich der SVO auch zwei gute Möglichkeiten. Es blieb aber bis zur Pause torlos.
Tragischer Held wurde nach Wiederbeginn Torwart Eric Schüller. Weil nicht weniger als drei (!) Torhüter ausfielen, musste er aushelfen – und das als Feldspieler der zweiten Mannschaft. Tragisch deshalb, weil Schüller in der 48. Minute einen Foulelfmeter verursachte, den Gündings Emre Demir zum 1:0 verwandelte. Auch beim 2:0 sah Schüller bei einem Freistoß von Gündings Spielertrainer Alexander Fellner nicht gut aus (66.). Danach war es ein zerfahrenes Spiel mit vielen Unterbrechungen und Fouls auf beiden Seiten.
„Für uns war es ein gelungener Sonntagnachmittag, weil wir auch zu null gespielt haben“, sagte SVG-Trainer Stephan Liebl nach der Partie. Sein Odelzhausener Amtskollege Florian Brandmair sprach von einem gerechten Ergebnis, „Günding war spielerisch besser, das muss man wirklich anerkennen. Aber wir haben echt toll gekämpft.“
SV Weichs – SV Haimhausen 2:3: Weichs hatte die Chance, mit einem eigenen Sieg und den entsprechenden Ergebnissen der Konkurrenz an die Tabellenspitze zu springen. Eine Motivation scheint dies nicht gewesen zu sein. Die Heimelf fand nicht zu ihrem Spiel und blieb lange ohne gute Möglichkeit – und machte außerdem Fehler. Der Tabellensiebte Haimhausen nutzte dies gnadenlos aus.
Die Gäste legten in der 21. Spielminute durch Johann Danner vor (21.). Bastian Schild (56.) und Sebastian Lemmermöhle (72.) erhöhten mit ihren Treffern sogar auf 3:0 für den SVH. Erst jetzt wachte Weichs auf. Ibrahim Imamovic verkürzte für die Heimelf (83.). Und als Dominik Zachmann in der Nachspielzeit den Anschlusstreffer erzielte (90.+1), durften die Weichser sogar noch auf einen Punktgewinn hoffen. Weil das Aluminium wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff den Ausgleich verhinderte – Dominik Zachmann traf nur den Pfosten –, blieb es jedoch beim 2:3.
FC Tandern – SV Petershausen 1:1: Der Rasentest ließ erahnen, in welche Richtung es gehen würde: Der Platz war tief, für beide Mannschaften war es deswegen schwierig, Fußball zu spielen. Kombinationen bekamen die Zuschauer kaum zu sehen, dafür segelten die Bälle hoch und weit über den Rasen. Hinzu kamen Fehler auf beiden Seiten, deren Folge Torchancen waren. Zunächst hatten die Gäste Möglichkeiten auf die Führung, dann ließen die Tanderner eine Topmöglichkeit liegen. Ohne Tore ging es in die Halbzeitpause.
Aus der startete Tandern erfolgreicher. Jonas Kölbl traf aus 16 Metern, nachdem die Gäste einen Ball zu kurz geklärt hatten (56.). Die Freude darüber hielt aber nicht lange. Denn direkt nach dem Anstoß zog Eric Biering von zehn Metern hinter der Mittellinie ab. Der Ball schlug im Winkel ein (57.). Im Anschluss übernahm Tandern die Kontrolle, Hochkaräter erspielte sich die Heimelf aber nicht mehr. Es blieb bei einem leistungsgerechten 1:1-Remis – nach einem Spiel auf überschaubarem Niveau.
TSV Indersdorf – ASV Dachau II 4:2: Ein fantastischer Start gelang dem TSV Indersdorf, denn bereits nach 13 Minuten führte er mit 2:0. Tim Elstner verwandelte einen mustergültigen Konter eiskalt (10.), und ein Kopfball von Tobias Altstiel fand nach einer kuriosen Szene, in der Freund und Feind vorbeisprangen, irgendwie den Weg ins Tor (13.).
Danach kamen die Gäste aus Dachau besser ins Spiel, sie setzten durch ihre schnellen und trickreichen Offensivspieler immer wieder gefährliche Umschaltmomente. Einen dieser Angriffe nutzte Okan Yenisu zum Anschlusstreffer (19.). Kurz vor der Pause folgte der erneute Doppelschlag der Hausherren: Zuerst netzte Marcel Truntschka nach einem Querpass von Patrick Bromm selbst ein, ehe er mit seiner dritten Torvorlage erneut Tim Elstner in Szene setzte, der per Volley zum 4:1 traf. Nach dem Seitenwechsel passierte nicht mehr viel – die Indersdorfer schalteten in den Verwaltungsmodus. So gelang dem ASV noch der Treffer zum 2:4 durch Dimitrios Savvidis (89.). „Das Team mit etwas mehr Galligkeit und den besseren individuellen Momenten hat gewonnen“, sagte Indersdorfs Chefcoach Stefan Schmidl.
TSV Hilgertshausen – TSV Bergkirchen 2:1: Beide Mannschaften spielten von Beginn an auf Sieg. Doch bereits nach 23 Minuten gab es für die Gäste einen herben Rückschlag: Torhüter Nicolas Eicher sah wegen eines Handspiels zehn Meter vor dem Strafraum die rote Karte. Eine vertretbare Entscheidung, meinten auch die Gäste. Doch sie beklagten sich, weil der Schiedsrichter ihrer Meinung nach zuvor schon den Hilgertshauser Verteidiger Dennis Peuker nach einem Foul an Martin Hainzinger hätte des Feldes verweisen müssen. Bergkirchen hatte keinen Ersatztorwart auf der Bank, sodass mit Maxi Märkl ein Feldspieler zwischen die Pfosten musste.
Doch zunächst schienen die Gäste unbeeindruckt von der Unterzahl, eine schöne Kombination nutzten sie zur Führung (28.), Michael Schlemmer traf nach einem Pass von Stefan Frimmer. Hilgertshausen erhöhte den Druck, und in der 42. Minute gelang Defensiv-Allrounder Jakob Lorenz nach einem langen Ball der Ausgleich.
Auch die zweite Halbzeit war relativ ausgeglichen, beide Teams ließen keine nennenswerten Chancen zu. Man merkte kaum, dass Bergkirchen einen Spieler weniger auf dem Platz hatte. Doch den entscheidenden Treffer machten die Hilgertshausener: Spielertrainer Ludwig Dietrich steckte mustergültig auf den gerade eingewechselten Felix Lang durch, der zum 2:1 traf (69.). Die Partie blieb spannend, mit leichten Vorteilen für die Gastgeber, die den Sack in den Schlussminuten eigentlich zumachen mussten. Ludwig Dietrichs angeschnibbelter Schuss krachte an die Kreuzlatte (85.), Paul Oberacher und Mario Lasnig scheiterten an Märkl.
Bergkirchens Spielertrainer Simon Zacherl ärgerte sich über die Schiedsrichterleistung: „Gegen zwölf Mann kann man nicht gewinnen. Meiner Mannschaft ein Kompliment für den Kampf, den sie 70 Minuten geliefert haben.“
VfL Egenburg – SV Germering 5:3: Der VfL Egenburg bleibt Spitzenreiter Wildenroth auf den Fersen. Die Gastgeber legten furios los und wurden mit einem Doppelschlag belohnt. Beide Tore erzielte Hannes Zech – zunächst aus der Drehung (5.), dann mit einem feinen Schlenzer (6.). Der VfL machte berauscht von der Führung zunächst stark weiter, ehe sich Unsauberkeiten einschlichen. In dieser Phase verkürzten die Gäste durch einen sehenswerten Distanzschuss von Luka Popic (19.). Doch noch vor der Pause schaltete der VfL wieder ein paar Gänge hoch – mit Folgen: Kapitän Alessandro Szczepurek schenkte den Gästen zwei weitere Treffer ein (34., 38.).
Germering glaubte aber noch an sich und startete offensiv aus der Halbzeitpause. Dabei vergaßen die Gäste allerdings den Blick in den Rückspiegel. Christian Karl nutzte dies zum 5:1 aus (48.). Egenburg fühlte sich nun sicher und nahm den Fuß erneut vom Gaspedal – wie bereits in der ersten Hälfte. Das bestraften die Gäste, die durch Markus Schönbauer (50.) und Robert Cupic (57.) noch einmal auf zwei Tore herankamen. Kurz darauf war sogar der Anschlusstreffer möglich, doch Egenburg brachte die Führung am Ende sicher ins Ziel.