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Schuss vor den Bug zur rechten Zeit? »Wir haben verstanden«

Schaldings Patrick Drofa (33) äußert sich nach den enttäuschenden Auftritten zuletzt

von Mathias Willmerdinger · 19.03.2025, 14:00 Uhr · 0 Leser
Es dürfte auch laut geworden sein: Patrick Drofa (Mitte) und Kollegen haben die enttäuschenden Aufritte zuletzt ausgiebig analysiert.
Es dürfte auch laut geworden sein: Patrick Drofa (Mitte) und Kollegen haben die enttäuschenden Aufritte zuletzt ausgiebig analysiert. – Foto: Manuel Kirchberger

Die volle Punktzahl holen aus den Partien gegen den Letzten und den Vorletzten- klar, was sonst? - und damit die Tabellenführung erobern. Das war der Plan des SV Schalding vor den Duellen mit dem TSV Rain am Lech und dem TSV Grünwald, den Hinterbänklern der Bayernliga Süd. Doch Pustekuchen! Nach dem schwachen 1:1 zuhause gegen Rain folgte im noblen Münchner Vorort die nächste große Enttäuschung: 3:4-Niederlage in Grünwald. Das hatten sich die Schaldinger aber ganz anders vorgestellt.

Patrick Drofa spielt schon lange auf höchstem Amateurniveau Fußball. Der 33-Jährige, der für den TSV Buchbach und den SV Schalding über 180 Partien in der Regionalliga und Bayernliga absolviert hat, nimmt zunächst sein Team in Schutz: "Klar sagen alle: Gegen die Letzten müsst ihr gewinnen. Aber die stecken tief im Abstiegskampf, geben alles, sind hochmotiviert und haben gegen Topteams wenig zu verlieren. Das sind die schwierigsten Spiele."


Patrick Drofa (re.) und die Schaldinger müssen sich wieder steigern, wollen sie weiter im Titelrennen dabei bleiben.
Patrick Drofa (re.) und die Schaldinger müssen sich wieder steigern, wollen sie weiter im Titelrennen dabei bleiben. – Foto: Mike Sigl


Die 3:4-Pleite in Grünwald auf den unbekannten und ultra-kurzen Kunstrasenplatz, auf dem in der Regel Hockey gespielt wird, zu schieben, wäre für Drofa aber auch zu kurz gegriffen: "Der Platz war eine Katastrophe, brauchen wir nicht drüber reden. Aber der Gegner musste schließlich auch damit klarkommen."

Wurden vielleicht die beiden Letzten der Tabelle trotz aller mahnenden Worte, wenn auch nur im Unterbewusstsein, unterschätzt? Dazu hat Drofa eine klare Meinung: "Nein. Wir haben beide Partien nicht auf die leichte Schulter genommen. Einsatz und Einstellung haben gepasst." Über die Gründe, warum es trotzdem nur zu einem Zähler reichte, darüber wurde in den vergangenen Tagen eingehend geforscht am Reuthinger Weg. "Wir haben zusammen mit den Trainern die Spiele ausführlich analysiert und viele Einzelgespräche geführt. Wir haben verstanden, dass wir als Kollektiv wieder eine Schippe drauflegen und besser werden müssen, um das Glück auf unsere Seite zu ziehen", versichert Drofa.


Am kommenden Samstag können er und seine Kollegen unter Beweis stellen, ob sie die richtigen Lehren aus den beiden enttäuschenden Auftritten gezogen haben. Mit Heimstetten kommt erneut ein Kellerkind an den Reuthinger Weg, das jeden Punkt für den Klassenerhalt braucht...