2026-03-09T15:40:23.061Z

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🗣: Schürfwunden bei Rosenheim – Ampfing kontert Sontheim-Tore spät

Die Reaktionen zum 20. Spieltag der Bezirksliga Ost

von Michel Guddat · Heute, 15:57 Uhr · 0 Leser
Hart umkämpft, auf schwerem Geläuf: Rosenheim setzte sich gegen Waldperlach durch.
Hart umkämpft, auf schwerem Geläuf: Rosenheim setzte sich gegen Waldperlach durch. – Foto: Manfred Neueder

In einer umkämpften Partie setzt sich der SB Rosenheim in Waldperlach durch, der TSV Zorneding unterliegt Spitzenreiter VfB Forstinning. Der SV Miesbach steht nach einer ereignisreichen Partie gegen Ampfing mit leeren Händen da. Die Reaktionen der Trainer.

Patrick Zimpfer, Trainer des SB DJK Rosenheim: »Es war ein enges, umkämpftes Spiel auf einem zwar neuen, aber ungewöhnlich gesandeten Kunstrasen. Gefühlt haben alle Spieler mit blutigen Schürfwunden zu kämpfen – der Platz war extrem eng und Fußballspielen dadurch alles andere als einfach. Wir haben etwa 30 Minuten gebraucht, um ins Spiel zu finden, haben uns dabei auch genau angeschaut, wie Waldperlach spielt, denn es gab viele hohe Bälle und Chipbälle über die Kette. Das haben wir aber gut verteidigt und selbst die beste Chance der ersten Halbzeit gehabt, als wir allein aufs Tor zuliefen.

In der zweiten Halbzeit haben wir dann immer mehr das Spiel übernommen und sind in Überzahl verdient mit 1:0 in Führung gegangen, nachdem wir zuvor schon zwei, drei gute Chancen liegen gelassen hatten. Auch nachdem Waldperlach wieder vollzählig war, kam offensiv nichts mehr von ihnen. In der Schlusssekunde haben wir dann noch das 2:0 gemacht und am Ende verdient gewonnen.«

Tobias Wittmann, Trainer des SV Waldperlach: »Die Niederlage tut weh, geht aber in Ordnung. In den entscheidenden Momenten waren wir schlechter als der Gegner. Alle Standards auf dem kleinen Platz schenken wir leichtfertig her. In einer 50:50-Phase bekommen wir eine total unnötige Zehn-Minuten-Strafe, geraten dadurch ins schwimmen und leisten uns einen Fehler zu viel. Wir müssen an unserer Durchschlagskraft arbeiten und den Abstiegskampf annehmen.«

Florian Heppert, Trainer des TSV Zorneding: »Nach unserem Heimspiel gegen Forstinning, das wir leider 1:2 verloren haben, kann ich trotzdem sagen, dass wir uns sehr gut verkauft haben. In den ersten 20 Minuten der ersten Halbzeit war Forstinning deutlich überlegen, hatten mehr Bewegung im Spiel und ihre individuelle Qualität kam gut zur Geltung. Das 0:1 für Forstinning fiel nach einer Ecke, die wir nicht richtig klären konnten – der Ball wurde dann aus rund 20 Metern volley ins Kreuzeck geschossen. Unser Keeper zeigte zwar eine tolle Flugeinlage, konnte den Treffer aber nicht verhindern.

Nach dem Rückstand waren wir gut im Spiel, haben einige Möglichkeiten herausgespielt und hätten fast das 1:1 gemacht. Stattdessen kassieren wir nach einem Fehler im Spielaufbau das 0:2, weil wir uns im Pressing den Ball abnehmen lassen. Zur Halbzeit lag Forstinning somit nicht unverdient vorne, sie waren über weite Strecken tonangebend und verfügen einfach über gute Kicker.

In der zweiten Halbzeit sind wir richtig gut rausgekommen und konnten nach fünf, sechs Minuten durch ein schön herausgespieltes Tor über außen auf 1:2 verkürzen. Danach waren wir am Drücker und hätten durchaus den Ausgleich erzielen können. Andererseits hätte Forstinning das Spiel auch früher entscheiden können, wenn sie einige Situationen in unserem Strafraum besser ausgespielt hätten. Am Ende blieb es beim 1:2, was so auch in Ordnung geht.

Nächste Woche wartet mit Dorfen eine weitere schwere Aufgabe auf uns. Wir werden die Woche über Vollgas geben und den Fokus darauflegen, dass wir 2026 dann auch endlich anfangen zu punkten.«

Hans-Werner Grünwald, Trainer des SV Miesbach: »Für uns war der Start leider nicht so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Über 90 Minuten betrachtet, war der Sieg für Ampfing wahrscheinlich nicht ganz unverdient, weil wir vor allem in der ersten Halbzeit einfach zu mutlos gespielt haben und Ampfing ein deutliches Chancenübergewicht hatte. Wir mussten uns mehrfach bei unserem Torwart bedanken, der uns drei, vier Mal in höchster Not gerettet hat. So sind wir mit dem 0:1 zur Pause noch gut weggekommen, auch wenn das Gegentor nach einem eigenen Fehler und eiskalt abgeschlossen wurde.

In der zweiten Halbzeit haben wir uns mehr vorgenommen und das auch besser umgesetzt, sind mutiger aus der Kabine gekommen. Die ersten 25 Minuten nach der Pause gehörten klar uns – wir haben das Spiel an uns gerissen. Durch unseren Torjäger Sepp Sontheim konnten wir per Elfmeter um die 55. Minute ausgleichen, und kurz darauf hat er einen Rückpass erlaufen, den Torwart überlupft und uns mit 2:1 in Führung gebracht. In dieser Phase waren wir richtig gut im Spiel und konnten die Partie ausgeglichen gestalten. Das nächste Tor lag eigentlich nicht in der Luft, doch Ampfing hat sich zurückgekämpft, uns nach einem Querpass in der 70. Minute bestraft und kurz vor Schluss das 2:3 erzielt. Wir haben noch einmal alles probiert, hatten durch Maxi Wiedmann in der 90. Minute eine große Chance, die der Torwart stark gehalten hat. Unterm Strich war der Sieg für Ampfing aufgrund der ersten Halbzeit verdient. Glückwunsch an Ampfing und für uns heißt es, es nächste Woche besser zu machen.«