
Andreas Brehmes bekanntester Spruch musste im Fußball schon unzählige Male herhalten, um eine Misere zu beschreiben. Er passt aber auch immer gut, aktuell leider aus Sicht des SV Schriesheim in der Kreisklasse A2. "Ein Spieler von mir kam nach unserem letzten Spiel auf mich zu und meinte, ´haste Scheisse am Fuß, haste Scheisse am Fuß´", sagt Enrique Cazorla.
Kurz zuvor hat Schriesheim gegen den TSV 1887 Sulzbach mit 0:1 und damit zum dritten Mal in Serie verloren. Der Trainer erläutert: "Es hätte auch gut und gerne 3:3 ausgehen können, aber wir machen momentan einfach keine Tore. Immerhin hatten wir mit Luca Menges einen sehr starken Rückhalt, der noch einige große Chancen der Sulzbacher vereitelt hat."
Die Gründe für die punktearme Phase sind vielschichtig. Personelle Ausfälle gibt es zuhauf, aber Cazorla nimmt auch kein Blatt vor den Mund, wenn er über die Eigenmotivation der jüngeren Generation spricht. "Wir hätten einige gute Junge, die wir ausbilden könnten, aber einigen fehlen die Ambitionen für mehr", sagt er mit einem gewissen Maß an Enttäuschung.
"Ich will aber nicht zu sehr Schwarzmalen, wir hatten Gott sei Dank auch schon eine Phase, in der es besser lief", meint Cazorla und ist zuversichtlich noch ein paar Punkte vor der Winterpause einzusammeln, um jene beruhigter angehen zu können. Wohlwissend, dass es in den beiden anstehenden Spielen sehr unwahrscheinlich wird.
Am Sonntag kommt mit der TSG Weinheim II der Tabellenzweite zum Derby und sieben Tage darauf führt den SV sein Weg zum Spitzenreiter SC Käfertal II. Danach warten eher machbare Aufgaben und bis dahin ist Cazorla frohen Mutes, "dass mit Donat Tahiri ein sehr wichtiger Spieler von uns wieder fit wird."
Vergangene Woche hat Dominik Sättele gesagt, "dass wir diese Ausbeute zu Saisonbeginn sofort genommen hätten." Der Trainer des FV Leutershausen, der dieses Amt in Personalunion mit dem Spielertrainer Max Stephan ausführt, hat nach einem Drittel der Saison allen Grund zufrieden zu sein. Der runderneuerte FV hat sich längst als A-Klassen-tauglich erwiesen. Mehr noch als das, er hat sich direkt im oberen Mittelfeld festgesetzt. Am Sonntag kann Leutershausen die positiven Eindrücke weiter bestätigen, dafür ist allerdings ein Auswärtssieg bei der SG Hemsbach nötig.