2026-05-15T09:36:57.455Z

Spielbericht

Schreckmomente überstanden: Planegg-Remis im Hinspiel der Relegation

Relegation zur Landesliga

von Robert M. Frank · Heute, 09:00 Uhr · 0 Leser
Musste früh ausgewechselt werden: SVP-Routinier Martin Bauer (l.).
Musste früh ausgewechselt werden: SVP-Routinier Martin Bauer (l.). – Foto: Dieter Michalek

Der SV Planegg-Krailling hat im Relegations-Hinspiel beim FC Aschheim ein 1:1 erkämpft. Beide Sechser mussten verletzungsbedingt raus.

Mit hartem Kampf haben sich die Bezirksliga-Fußballer des SV Planegg-Krailling vor dem alles entscheidenden Rückspiel in der zweiten Runde der Relegation zur Landesliga in eine ordentliche Ausgangslage gebracht. Im Hinspiel am Mittwochabend gegen den FC Aschheim um die ehemaligen Fußball-Profis Diego Contento und Mehmet Ekici stibitzten sich die Schwarz-Blauen beim 1:1 auswärts ein schmeichelhaftes Remis. „Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis“, sagte SVP-Trainer Pero Vidak dann auch.

Den ersten Warnschuss gab Contento, immerhin Triple-Sieger mit dem FC Bayern 2013, bereits nach 65 Sekunden auf das Planegger Gehäuse ab. Es war ein Fingerzeig, wo die Richtung im Aschheimer Sportpark hingehen sollte. Mit leichten Feldvorteilen ausgestattet, schafften es die Gastgeber immer wieder, gefährliche Chancen zu kreieren. Allein dreimal scheiterte Aschheim in Halbzeit eins an der Latte: Ekici gleich doppelt – einmal per Kopfball (17.) und einmal per Freistoß (29.) – und zwischendrin Burhan Mustafov mit einem Schuss.

Mitten hinein in diese brandgefährliche Phase des FCA mimte Mirza Zahirovic den Spielverderber. Planeggs Innenverteidiger schraubte sich nach einem Eckball hoch und brachte die Gäste per Kopf in Führung (26.). Genau so hatte Zahirovic bereits im Hinspiel der ersten Relegationsrunde gegen den SV Dornach getroffen. Beides waren ganz entscheidende Tore: vor einer Woche der 1:2-Anschlusstreffer des SVP kurz vor der Pause und diesmal die überraschende 1:0-Führung.

Überhaupt kamen die Würmtaler in der ersten Hälfte nur ein weiteres Mal in gefährlicher Position zum Abschluss, in der Anfangsphase durch Momko Kojic – ebenfalls ein Innenverteidiger, ebenfalls mit einem Kopfball, der aber das Tor verfehlte. Und weil SVP-Keeper Marijan Krasnic in der Schlussphase der ersten Halbzeit noch gegen Aschheims Toptorjäger Antonio Saponaro parierte, gingen die Schwarz-Blauen mit einer durchaus schmeichelhaften Führung in die Kabine.

Remis zwischen Aschheim und Planegg: Rückspiel entscheidet über Aufstieg

Trotz des erfreulichen Ergebnisses mussten auch die Planegger in der Pause ihre Wunden lecken. Schließlich hatte der Zweite der Bezirksliga Süd im ersten Durchgang seine komplette Doppelsechs verletzungsbedingt auswechseln und sich neu orientieren müssen. „Da mussten wir uns was einfallen lassen“, sagte Vidak. Bereits nach einer knappen Viertelstunde war für Ante Kraljevic mit Schmerzen im hinteren Oberschenkel Schluss. Der 29-Jährige hatte bereits im Training vergangene Woche in diesem Bereich Probleme gehabt und beide Partien gegen Dornach verpasst. Fast noch schwerer wog am Mittwochabend aber der Ausfall von Martin Bauer nach rund 25 Minuten. Planeggs spielender Co-Trainer und absoluter Leistungsträger hatte nach einem Zusammenprall Probleme an den Rippen und konnte nicht mehr weiterspielen, zumindest das ohnehin stets lädierte Knie scheint aber nichts weiter abbekommen zu haben.

In die zweite Halbzeit starteten die Gäste aus dem Würmtal dann aktiver, näherten sich durch Angreifer Aleksandar Demonjic erstmals an, dessen Abschluss wurde aber noch geblockt (52.). Doch nach rund einer Stunde übernahm Aschheim wieder die Kontrolle, erspielte sich erneut einige gute Möglichkeiten – eine davon nutzte schließlich Alexander Gschwend per Kopf nach einer Ecke zum 1:1 (73.). In der Schlussphase drückte der Tabellenzweite der Bezirksliga Ost, angeführt von Ekici und Saponaro, auf den Siegtreffer, spätestens bei Krasnic war aber stets Schluss.

Alles in allem war SVP-Coach Vidak mit dem Auftritt seiner Elf in Anbetracht der Umstände zufrieden. „Das war ein qualitativ sehr gut besetzter Gegner. Wir sind es mit Freude angegangen, mussten ein paar Schreckmomente überstehen, und ich finde, wir haben es ordentlich gemacht.“