2026-01-09T09:36:09.492Z

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Dirk Tönnies blickt zuversichtlich auf die Rückrunde.
Dirk Tönnies blickt zuversichtlich auf die Rückrunde. – Foto: Ralph Görtz

Schonnebeck: Tönnies über die Winter-Abgänge und sein Saisonziel

Oberliga Niederrhein: Vorjahres-Vizemeister SpVg Schonnebeck hat den großen Kaderumbruch des Sommers gut aufgefangen und die Hinserie als Tabellenzweiter abgeschlossen. Vor dem Rückrunden-Auftakt Anfang Februar erklärt SpVg-Coach Dirk Tönnies seine Saisonziele und äußert sich über die aktuelle Transfer-Situation.

Bereits vor der Saison war klar, dass die SpVg Schonnebeck langfristig gesehen zu den Aufstiegskandidaten der Oberliga Niederrhein gehören wird. Nach zwei Vize-Meisterschaften in Serie war ohnehin mit den Schwalben zu rechnen. Durch den großen personellen Umbruch im Sommer erschien es aber durchaus möglich, dass die SpVg einiges an Anlaufzeit benötigen könnten. Doch die Elf um Chefcoach Dirk Tönnies hat schnell überzeugt und die Hinrunde schlussendlich auf einem starken zweiten Tabellenrang beendet. Der langjährige Übungsleiter äußert sich im Gespräch mit FuPa Niederrhein über die aktuelle Situation und die langfristigen Ziele.

Nach dem knapp verpassten Regionalliga-Aufstieg im Sommer hatte sich im Kader Schonnebecks einiges getan: Neben dem Sturm-Trio um die Top-Knipser Arne Wessels, Connor Tönnies und Arthur Golubytski verlor die SpVg einige weitere Akteure, darunter auch einige langjährige Führungsspieler wie Yannick Geisler. Dementsprechend mussten sich die Grün-Weißen auch auf der Zugangsseite neu aufstellen: Neben Sturmtank Niko Bosnjak zogen die Schwalben elf weitere Akteure an den Schetters Busch. Doch diese gewöhnten sich schneller als gedacht an das neue Umfeld, was die starke Bilanz der Hinrunde eindeutig unter Beweis stellt. Aus diesem Grund zeigt sich Chefcoach Dirk Tönnies im Gespräch mit dieser Redaktion hochzufrieden und erklärt zugleich die vier bisherigen Abgänge des Winters.

Tönnies: „Wollten unseren Kader etwas ausdünnen“

Denn während die SpVg stand jetzt keine Winter-Neuverpflichtungen vermeldete, sieht es auf der Abgangsseite anders aus: Mit Luca Pinke, Thorben Kern (beide ETB SW Essen), Leon Bachmann (1. FC Wülfrath) und Henri Kvesa (SG Essen Schönebeck) ließ der Zweitplatzierte gleich vier Akteure ziehen, Letzteren dabei auf Leihbasis. Der Grund dafür liege insbesondere in der besonders großen Kaderbreite der Essener, wie Tönnies hervorhebt: „Unser Kader ist sehr groß, deshalb war bereits vor der Saison klar, dass wir im Sommer ein wenig ausdünnen müssen. Das haben wir jetzt gemacht. Da ist es auch völlig verständlich, dass sich der Stadtrivale bei uns bedient“, versichert Tönnies mit Blick auf die Abgänge von Pinke und Kern, die es jeweils zu Lokalkontrahent ETB Essen zieht.

Während der bevorstehende Saisonauftakt noch ein paar Wochen auf sich warten lässt, ist die Vorbereitung in vollem Gange. Zwar hat die SpVg - aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit auf die Meisterschaft - nicht, wie ursprünglich geplant, an der HSTM Essen teilgenommen. Dennoch sieht Tönnies seine Mannschaft vor den Testspielen gegen Landesligist Schönebeck und die Oberligisten SpVgg Erkenschwick, VfB Homberg und TSG Sprockhövel auf einem guten Fitness-Level.

Ebenso positiv bewertet der 51-jährige Übungsleiter auch den fortschreitenden Entwicklungsprozess seiner Akteure: „Mit dem Umbruch sind wir so weit zufrieden, wir haben alles sehr gut hinbekommen. Jetzt gilt es, weitere Schritte in die Richtung zu machen und uns nochmal zu verbessern“, schlussfolgert Tönnies. Ob vor dem Rückrundenstart noch neue Spieler zur Mannschaft stoßen werden, ließ der Cheftrainer derweil offen: „Ob wir noch jemanden holen werden, kann ich nicht klar sagen. Wir führen Gespräche, aber da muss natürlich sportlich und menschlich alles passen. Ich kann noch keinen Vollzug vermelden.“

„60 bis 65 Punkte wären ideal“

Am 01. Februar startet die SpVg Schonnebeck dann gleich mit einem Lokalderby gegen Aufsteiger DJK Adler Union Frintrop in den zweiten Saisonabschnitt, gegen den die Schwalben noch eine Rechnung offen haben. Nach der 1:3-Niederlage zum Saison-Auftakt im Hinspiel geht die SpVg besonders motiviert in die Begegnung, wie Tönnies versichert: „Die Truppe brennt auf das Derby und ist heiß. Wir wollen das Hinspiel wieder gutmachen.“ Und auch in Sachen Saisonziel zeigt sich der Übungsleiter zuversichtlich: „Wir wollen den nächsten Entwicklungsschritt gehen und noch ein bisschen mehr Konstanz reinbringen. Wenn wir ca. 60 bis 65 Punkte holen, wäre das eine ideale Saison“, resümiert Tönnies.

Aufrufe: 013.1.2026, 22:00 Uhr
Tom KunzeAutor