2026-03-13T07:45:35.464Z

Pokal

Schöttelndreier wird zum Helden – Eilvese setzt sich im Pokal durch

Ein intensives Viertelfinale zwischen den Landesligisten Bavenstedt und Eilvese wird erst vom Punkt entschieden. Torwart Ole Schöttelndreier rückt mit drei Paraden in den Mittelpunkt.

von SN · Gestern, 21:32 Uhr · 0 Leser
Symbolbild
Symbolbild – Foto: Thomas Rinke

Im Viertelfinale des Bezirkspokals Hannover haben sich der SV Bavenstedt und der STK Eilvese nach einem 2:2 in der regulären Spielzeit ein intensives Duell geliefert. Die Entscheidung fiel im Elfmeterschießen, das Eilvese mit 5:3 für sich entschied.

Die Gastgeber erwischten den besseren Start und gingen früh in Führung. Aaron Wedekind traf bereits in der dritten Minute nach einer einstudierten Eckballvariante. Trainer Michael Jarzombek erklärte: „Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet, was sich auch darin gezeigt hat, dass wir früh in Führung gegangen sind. Das Tor fiel nach einer einstudierten Eckball-Variante, die wir sauber zu Ende gespielt haben.“

Eilvese übernahm in der Folge zunehmend die Kontrolle. In der 21. Minute erzielte Mohamad Saade den Ausgleich. Im weiteren Verlauf entwickelte sich eine offene Partie mit Chancen auf beiden Seiten.

Jarzombek sah sein Team nach der Pause zunächst im Vorteil. „Mit Beginn der zweiten Halbzeit hatten wir aus meiner Sicht mehr Spielanteile und Offensivaktionen und waren nah dran am 2:1. Stattdessen kassieren wir in einer Umschaltsituation, weil wir nicht gut abgesichert sind, das 1:2. Das hat Eilvese sehr gut ausgespielt. Ansonsten waren sie in der zweiten Halbzeit vor allem über ihre vielen Standardsituationen gefährlich.“

Eilvese ging in der 79. Minute durch Nikos Elfert in Führung. Trainer Pascal Preuß beschrieb die Phase so: „Nach einem schönen Angriff über die linke Seite, bei dem wir den Ball durchstecken und querlegen, erzielte Nikos Elfert das 2:1. Danach haben wir allerdings innerhalb von zwei Minuten den Faden verloren. Ob wir noch unsortiert waren oder uns zu sehr über die Führung gefreut haben, ist schwer zu sagen. Jedenfalls kassieren wir innerhalb von 80 Sekunden den Ausgleich.“ Nur kurz darauf traf Sandro-Jose Padial zum 2:2.

In der Schlussphase hatten beide Mannschaften Möglichkeiten zur Entscheidung. „Wir hatten noch mehrere hundertprozentige Chancen, um das 3:2 zu machen und das Spiel in unsere Richtung zu lenken“, sagte Jarzombek. Auch Eilvese kam noch einmal gefährlich vor das Tor. „In der 94. Minute hatten wir dann selbst die große Möglichkeit zum Sieg. Nach einem Freistoß geht der Ball an den Pfosten, springt etwa einen Meter vor dem Tor auf, doch Nizat Mikayilli bekommt den Ball nicht über die Linie und schießt ihn stattdessen in die Luft“, sagte Preuß.

Im Elfmeterschießen setzte sich Eilvese schließlich durch. Für Bavenstedt traf lediglich Sandro-Jose Padial. Eilvese war durch Erhan Yilmaz, Deniz Cicek und Mohammed Bengharda erfolgreich. Torwart Ole Schöttelndreier hielt drei Strafstöße und wurde zum entscheidenden Faktor. „Im Elfmeterschießen wurde Ole Schöttlendreier mit drei gehaltenen Elfern zum Pokalhelden“, sagte Preuß.

Jarzombek würdigte die Leistung beider Teams. „Aus unserer Sicht war es gestern ein richtig toller und spannender Pokalfight. Leider mit dem glücklicheren Ende für Eilvese, denen wir natürlich auch zum Weiterkommen gratulieren“, sagte er. Zudem betonte er: „Meine Jungs haben ein bärenstarkes Spiel gezeigt, in allen Bereichen. Gerade vor dem Hintergrund, dass wir aktuell mit einer hohen Belastung und einem sehr dünnen Kader zu kämpfen haben, ist das besonders hervorzuheben.“

Auch Preuß hob die Intensität der Partie hervor. „Es war ein Spiel auf Messers Schneide, was vor allem an der Laufleistung von Bavenstedt lag“, sagte er. „Unser Respekt gilt den Bavenstedtern, die über die gesamte Spielzeit enorm viel investiert und ein sehr intensives Spiel abgeliefert haben.“

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