2025-12-03T05:51:34.672Z

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Das Duell um Ball und Klassenerhalt konnten Maximilian Kling (links) und Aßling für sich entscheiden.
Das Duell um Ball und Klassenerhalt konnten Maximilian Kling (links) und Aßling für sich entscheiden. – Foto: Thomas Bösl

„Schöner als Aufstieg“: Aßling feiert mit neuem Trainer den Klassenerhalt vor 600 Fans

Anspannung fällt ab

Vor 600 Fans jubelt bei der SB Rosenheim am Ende der TSV: Wambach knipst Aßling zum 2:1 gegen Oberaudorf und damit zum Kreisklassen-Klassenerhalt.

Der TSV Aßling hat sich dank eines 2:1-Erfolges im Relegationsspiel gegen den FV Oberaudorf eine weitere Saison in der Fußball-Kreisklasse gesichert. Matchwinner im Stadion des SB Rosenheim war Samuel Wambach, der vor knapp 600 Zuschauern, mehr als die Hälfte davon aus Aßling, zweimal für die Büchsenberger traf.

„Der Typ ist brutal“: Zech hält trotz Mandelentzündung fast 90 Minuten durch

„Das hat Nerven gekostet, brutal!“, fasste Abteilungsleiter Florian Knoblich die 90-minütige Saison-Verlängerung zusammen. Er vergaß dabei nicht, wem man die Relegationsteilnahme überhaupt zu verdanken gehabt habe: „Ohne Hubsi hätten wir das wohl nicht erreicht.“ Gemeint war Andreas Huber, der in der nun zu Ende gegangenen Runde zweimal als Trainer eingesprungen war und vor allen Dingen am Ende das Ruder mit seinem Team rumgerissen hatte.

Auf dem Platz war Huber gegen Oberaudorf das Glück allerdings nicht hold. Nach wenigen Minuten musste der Spielertrainer das Feld des Josef-März-Stadions verlassen. Er hatte sich eine Knieverletzung zugezogen – ohne gegnerische Einwirkung. Eine zusätzliche Schwächung der ohnehin angeschlagenen Büchsenberger. Julian Winkler konnte erst zur zweiten Halbzeit mitmischen; Philipp Zech hielt trotz Zerrung im Oberschenkel und einer Mandelentzündung fast 90 Minuten durch. Knoblichs Kommentar dazu: „Der Typ ist brutal, großen Respekt!“

Den verdiente sich auch die gesamte TSV-Mannschaft. „Schließlich kamen wir aus einer weitgehend schief gelaufenen Saison, haben eine junge Truppe, und alle waren aufgeregt, während die anderen ja nur gewinnen konnten.“ Doch staunend musste Knoblich feststellen: „Ein Jeder war auf den Punkt fit, geistig und körperlich.“ Die Folge war „Druck von Anfang an“.

Schnell spielte sich das Geschehen vor dem Oberaudorfer Tor ab, angefeuert von mit Megaphon und Fahnen „bewaffneten“ Büchsenberger Fans. Und so dauerte es nur bis zur zehnten Minute, ehe Samuel Wambach seine Offensivqualität zum Einsatz brachte, als er einen Freistoß aus rund 25 Metern ins Torwarteck rauschen ließ.

Laszlo Ziegler wird neuer Cheftrainer

Beim Aßlinger 2:0 leistete Jacob Mertl sehenswerte Vorarbeit. Der stürmte über außen an fünf, sechs Gegnern vorbei bis zur Grundlinie und schaffte es, eine scharfe Flanke vor den Kasten zu bringen. Wambach verwertete die Vorarbeit per Kopf zur vermeintlichen Vorentscheidung (57.). Der FVO blieb aber hartnäckig dran. Und nicht wenige waren beim Schlusspfiff froh, dass die Oberaudorfer nur zum Anschlusstreffer gekommen waren (76.).

Dass der Sieg somit eine glückliche Komponente beinhaltete, war den Aßlingern reichlich egal. Ausdauernd wurde im Vereinsheim der Erfolg gefeiert. „So ein Klassenerhalt in der Relegation ist fast a bisserl schöner als ein Aufstieg. Die ganze Anspannung fällt ab“, so Aßlings Abteilungsleiter und Spieler Florian Knoblich. Gelassen könne man nun dem Trainingsstart am ersten Juli-Wochenende entgegensehen. Dann wird einer das Kommando übernehmen, der in der Schlussphase der Saison bereits als Co-Trainer an der Seitenlinie aktiv war: Laszlo Ziegler.

Aufrufe: 010.6.2025, 10:55 Uhr
Wolfgang HerfortAutor