
SG Schneifel – SG Mülheim-Kärlich (Freitag, 20 Uhr, Rasenplatz, Auw bei Prüm)
Ausgangslage: Die SG Schneifel hat sich in den vergangenen Wochen zum Topverfolger der Spitzengruppe gemausert. Während Rot-Weiss Wittlich, Ahrweiler und der kommende Gegner aus Mülheim-Kärlich punktgleich an der Tabellenspitze stehen, lauert die Sportgemeinschaft vier Punkte dahinter. Während die Kombination aus Stadtkyll, Auw, Ormont, Hallschlag, Esch und Feusdorf zuletzt mit 5:0 in Wissen gewann (das daraufhin seinen Trainer Dirk Spornhauer schasste, Emre Bayram übernimmt zumindest vorläufig), feierte Mülheim-Kärlich einen furiosen 6:1-Erfolg über den Ahrweiler BC. „Wir hatten aufgrund meiner Hochzeit am Samstag sehr früh angefragt, ob wir auf Freitag vorverlegen können. Da sind wir schon sehr dankbar, dass sie uns entgegengekommen sind. Mülheim-Kärlich ist zudem fußballerisch so etwas wie ein Vorbild. Dennoch sind wir zu Hause seit neun Spielen im Ligabetrieb ungeschlagen“, sagt Stephan Simon, Coach der SG Schneifel, vor dem Hit.
Personal: Yannik Moitzheim ist nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre wieder zurück im Kader. Philipp Bück wird aufgrund eines privaten Termins fehlen.
FV Hunsrückhöhe Morbach – SG Hochwald (Samstag, 15.30 Uhr, Alfons-Jakobs-Stadion, Morbach)
Ausgangslage: Nach dem Pflichtsieg im Rheinlandpokal beim A7-Ligisten SV Föhren (6:0) erwartet die FV Hunsrückhöhe am Samstag ein Duell mit Derbycharakter. „Hochwald hat sich in den vergangenen Wochen schon ein bisschen gefangen. Wir müssen definitiv im Vergleich zum Spiel gegen Linz (0:4) kreativer und mit einem höheren Tempo nach vorne spielen. Außerdem gilt es, in den Zweikämpfen wieder konsequenter zu agieren“, fordert Trainer Philipp Frank. Das Selbstvertrauen der Hochwälder ist nach dem prestigeträchtigen 2:0-Sieg im Pokal in Tarforst zusätzlich gestärkt. Allerdings blickt Trainer Fabian Mohsmann einem Spiel bei einem Kontrahenten entgegen, der „uns generell nicht ganz so liegt“. Die Elf seines Kollegen Frank adelt er als „spielerisch hochveranlagt“.
Personal: Maximilian Schemer wird aufgrund einer Absplitterung im Fußgelenkknochen vermutlich die gesamte Hinrunde ausfallen. Zurück im Kader sind dagegen die beiden zuletzt beruflich verhinderten Sebastian Schell und Yannick Görgen. André Petry wird wegen einer Platzwunde im Augenbereich ebenfalls fehlen. Johannes Bettendorf vertrat zuletzt den erkrankten Sebastian Grub und soll auch am Samstag zwischen den Pfosten stehen. Nils Hemmes fehlt aus familiären Gründen. Der zuletzt angeschlagen fehlende Robin Mertinitz könnte wieder in den „kleinen, aber feinen Kader“, so Coach Mohsmann, rücken.
SG Arzfeld – TuS Kirchberg (Samstag, 17 Uhr, Kunstrasenplatz, Arzfeld)
Ausgangslage: Nach dem 0:0-Teilerfolg beim SV Laubach möchte der Aufsteiger aus dem Islek die zuletzt ordentliche Form bestätigen. Mit Kirchberg kommt ein Gegner, der in der Fremde noch auf den ersten Sieg wartet. Hinzu kommt die personelle Lage, die sich bei den Arzfeldern weiter entspannt. Die Vorzeichen auf eine erneut gute Leistung der SG stehen also nicht schlecht. „Ich erwarte einen Gegner, der auf einem ähnlichen Niveau wie die SG Schneifel spielt. Wir wollen uns nicht zu tief hinten reinstellen, sondern auch Fußball spielen. In den vergangenen vier Wochen war eine klare Steigerung erkennbar. Das möchten wir jetzt erst einmal beibehalten“, sagt Spielertrainer Florian Moos.
Personal: Jan Sterges kehrt in den Kader der Vereinigten aus Arzfeld, Daleiden, Dasburg und Dahnen zurück. Hannes Lunkes wird der SG dagegen aus privaten Gründen fehlen.
FV Rübenach – SV Rot-Weiss Wittlich (Sonntag, 15 Uhr, Kunstrasenplatz, Koblenz-Rübenach)
Ausgangslage: Nachdem die Wittlicher zuletzt drei Siege in Serie feiern konnten und die Konkurrenz etwas Federn ließ, grüßen die Rot-Weißen nun von ganz oben in der Tabelle. Gegen Aufsteiger Rübenach soll die gute Ausgangslage weiter ausgebaut werden. „Rübenach ist eine aggressive Mannschaft, gegen die wir auch mental nach dem Pokalspiel gegen Eintracht Trier (0:2) schnell wieder den Fokus auf die Liga legen müssen. Das wird die größte Herausforderung. Klar möchten wir aber auch dort unseren Job erledigen und gewinnen“, meint Fahrudin Kuduzovic, Coach der Rot-Weißen.
Personal: Maximilian Uhlig war unter der Woche krank, sein Einsatz für den Samstag ist aber wohl nicht gefährdet.
Vorgezogene Partie vom Mittwoch: FC Bitburg – SV Eintracht Trier 05 II 4:6 (0:3)
Zur Pause schien die U23 der Trierer dank einer 3:0-Führung bereits als sicherer Sieger festzustehen. Beim Stand von 0:1 hatte Bitburgs Nico Fuchs noch einen Strafstoß über das Gehäuse gejagt. Im zweiten Durchgang drehte Bitburg die Partie mit vier Treffern in sechs Minuten und überrollte die Eintracht regelrecht. Die ersten beiden Tore der Aufholjagd fielen dabei durch zwei weitere Elfmeter. „Das war ein Hin und Her der Gefühle. Nach dem 1:3 verlieren wir völlig die Nerven. So was habe ich bisher noch nie erlebt. Am Ende bin ich dennoch froh, dass die junge Mannschaft nach dem Rückstand Moral zeigte“, resümierte Triers Trainer Holger Lemke. Beim Stand von 4:3 für Bitburg flog Pascal Alff mit Gelb-Rot vom Platz. Anschließend bekam die Eintracht wieder Aufwind und drehte das Spiel mit drei weiteren Treffern. „Trotz des 0:3 zur Pause hatte ich den Eindruck, dass wir eine gute erste Halbzeit gespielt haben. Wir wollten es dann erzwingen und kamen auch richtig gut aus der Kabine. Nach dem Platzverweis kippte das Spiel dann erneut und trotzdem haben wir in Unterzahl noch zwei Chancen zum 5:5“, sagte Bitburgs Coach Fabian Ewertz. Bemerkenswert: Bei beiden Teams stand nicht der Stammkeeper im Gehäuse. Im Tor der Bitburger durfte erstmals der 19-jährige Oliwer Ciekosz ran, der bei zwei Gegentreffern eine Mitschuld trug. Tim Kieren weilt zum Studium in Wien, und Niko Lautwein musste erkrankt passen. Die Trierer setzten „wegen der enormen Erfahrung, die die Mannschaft aktuell benötigt“ auf Philipp Basquit, der laut Coach Lemke den Sieg mehrfach festhielt. Lennard Kieren musste sich mit einem Platz auf der Bank begnügen.
FC Bitburg: Ciekosz – Bierbrauer, Fisch, Fuchs, Morbach (76. Bailon), Nosbisch (86. Wagner), Alff, Koch, Kusch, Sterges, Häb (57. Mourad)
Eintracht Trier II: Basquit – Maurer (70. Stepanchenko), Erasmy (65. Schuch), Yavuz, Hoffmann, Kushnarenko (57. Braick), Hojoon, Yushkevich (90. Rotundu), Morlaye, Yere, Schuster (46. Mustafic)
Schiedsrichter: Jan-Hagen Engel (Monzelfeld)
Zuschauer: 370
Tore: 0:1 Daniel Yushkevich (11.), 0:2 Philippe Kusch (40., ET.), 0:3 Inza Yere (45.), 1:3 Maximilian Koch (56., FE.), 2:3 Maximilian Koch (59., HE.), 3:3 Giorgio Mourad (62.), 4:3 Joshua Bierbrauer (63.), 4:4 Can Yavuz (79.), 4:5 Sufjan Mustafic (81.), 4:6 Daniel Yushkevich (90.)
Bes. Vork.: Nico Fuchs (Bitburg) verschießt Foulelfmeter (13.), Gelb-Rote Karte für Pascal Alff (FC Bitburg, 72.)



