
Die Wintervorbereitung für die Fußballrückrunde ist jedes Jahr ein Glücksspiel für die Teams der Region. Schnee, Nässe und Frost machen im Vorfeld geschmiedete Pläne schnell zunichte. Der starke Schneefall in diesem Jahr hat weitreichende Folgen.
„Wie man in der Wintervorbereitung trainieren kann, ist in jedem Jahr wetterabhängig. In dieser Phase muss viel improvisiert werden“, weiß der Trainer der Oberliga-Mannschaft des Heeslinger SC, Malte Bösch. Der extreme Schneefall der vergangenen Tage hat ihn und sein Team nicht direkt getroffen, denn für sie beginnt die Wintervorbereitung erst am 19. Januar.
Wasser, das der Schnee hinterlässt, könnte zum Problem werden
Allerdings sieht Bösch ein anderes Problem auf sich zukommen, das seine Pläne für die Vorbereitungsphase über den Haufen werfen könnte. „Wir haben zu Beginn der Vorbereitung drei Zeiten auf dem Sittenser Kunstrasenplatz gebucht. Wenn jetzt allerdings der ganze Schnee schmilzt, stehen die Plätze erst mal unter Wasser. Für nächste Woche ist wieder Frost mit Temperaturen knapp um den Gefrierpunkt angesagt. Der Kunstrasenplatz wird dann nicht nutzbar sein“, sagt der Trainer. Darum gilt für ihn das Motto für die Wintervorbereitung wie in jedem Jahr: „Von Tag zu Tag entscheiden, was geht.“
Der erfahrene Trainer und seine Kollegen haben zahlreiche Ideen, wie sie die Spieler fit für die Rückrunde in der Oberliga machen. „Die Männer haben bereits Laufaufgaben bekommen und viele sind sowieso fleißig und treiben zum Beispiel auch im Fitnessstudio Sport. Wenn wir nächste Woche noch nicht draußen trainieren können, werden wir in unser Vereinsheim gehen. Dort haben wir einen Kraftraum, in dem wir zum Beispiel einen Kraft-Ausdauer-Zirkel aufbauen können. Mein Co-Trainer Oliver Warnke hat auch viele gute Ideen“, so Bösch.
Heeslingen spielt das erste Spiel der Rückrunde auswärts
In den vergangenen Jahren hat er mit seinem Team auch verschiedene Sportkurse in Fitnessstudios oder Selbstverteidigung und Kampfsport gemacht, erzählt er. „Allerdings besteht dann immer die Gefahr, sich zu verletzen, da die Bewegungen für die Fußballer ungewohnt sind“, gibt er zu bedenken. „Und Fußballer wollen natürlich Fußball spielen“, meint der Trainer augenzwinkernd und hofft deshalb, so schnell wie möglich wieder mit seinem Team auf dem Rasen spielen zu können, um sich auf die Rückrunde einzustimmen.
Die erste Partie steht am 15. Februar gegen Eintracht Braunschweig an. Allerdings auswärts, wie Malte Bösch sagt. „Wir haben mit Braunschweig das Heimrecht getauscht, damit wir das Spiel auf jeden Fall spielen können, denn die Braunschweiger haben einen Kunstrasenplatz.“
Heeslingens Zweite beginnt am 23. Januar mit der Vorbereitungsphase
Für die zweite Mannschaft des Heeslinger SC fiel der Schnee zur richtigen Zeit und auch das Tauwetter kommt zum besten Zeitpunkt, meint Trainer Robin Cordes. „Wir beginnen mit der Vorbereitung auf die Rückrunde erst am 23. Januar, da wir auch erst am 1. März unsere erste Partie in der Rückrunde haben“, sagt er.
Wie bei Heeslingens Erster fangen auch die Männer des zweiten Teams jetzt mit ihren individuellen Plänen für Lauf- und Stabilisierungstraining an. „Das machen die Männer in Eigenregie und da die Wege wieder frei sind, sehe ich auch keine Probleme in der Umsetzung“, so Cordes weiter.
Trainingslager, Spinning und Testspiele sind vorsorglich geplant
Bevor im März in die Rückrunde gestartet wird, wird der HSC II sechs Vorbereitungsspiele absolvieren, von denen vier auswärts auf Kunstrasenplätzen gespielt werden. „Das haben wir absichtlich so geplant, damit die Spiele auf jeden Fall und bei jeder Witterung stattfinden können“, erklärt Robin Cordes.
Des Weiteren steht für die Spieler im Februar ein dreitägiges Trainingslager in Westerstede auf dem Vorbereitungsplan. Dort haben sie einen Kunstrasenplatz und Sporthallen zur Verfügung, um bei jedem Wetter sportlich aktiv zu sein. Außerdem hat Cordes Trainingszeiten in der Heeslinger Halle und Spinning im Fitnessstudio geplant. „Wir haben vorsorglich geplant, damit wir uns bei jedem Wetter reichlich sportlich betätigen können“, sagt der Trainer.