
Große Bühne für einen Amateurfußballer vom Mittelrhein: Luke Schmitz durfte am Samstagabend im ZDF Sportstudio an der legendären Torwand antreten – und setzte sich dabei gegen Olympiasiegerin Lisa Buckwitz durch. Wie der 20-Jährige den Abend erlebte, was hinter den Kulissen passierte und warum er mit seiner eigenen Leistung trotzdem kritisch bleibt, erzählt er im Interview.
Luke Schmitz hat den großen Moment auf der ganz großen Bühne erlebt. Am Samstagabend stand der 20-Jährige von Union Schafhausen im ZDF Sportstudio an der legendären Torwand. Seine Gegnerin war Bobfahrerin Lisa Buckwitz, welche 2018 Olympiasiegerin wurde. Am Ende durfte sich Schmitz sogar als einziger Torschütze des Abends feiern lassen.

Schon der Rahmen beeindruckte den jungen Fußballer nachhaltig. „Es war eine super coole Erfahrung und hat richtig viel Spaß gemacht“, blickt Schmitz zurück. Besonders das Drumherum habe ihn fasziniert: „Einmal hinter den Kulissen dabei zu sein, zu sehen, wie so eine komplette Show abläuft und was alles im Hintergrund passiert – das war extrem spannend. Ich konnte viele tolle Eindrücke sammeln.“
Auch die Atmosphäre im Studio nahm ihm schnell die Nervosität. „Alle waren total entspannt und man wurde direkt herzlich empfangen“, erzählt Schmitz. Diese Lockerheit zog sich auch durch das Duell mit seiner prominenten Gegnerin. Lisa Buckwitz lernte er bereits vor der Sendung kennen. „Sie war sehr sympathisch. Wir haben uns vorher kurz unterhalten, das war echt interessant“, sagt Schmitz. Als Olympiasiegerin kannte er sie natürlich, auch wenn er schmunzelnd zugibt: „Mit dem Bobsport habe ich nicht so viel zu tun.“
Sportlich blickt der Schafhausener mit gemischten Gefühlen auf seinen Auftritt. „Zufrieden war ich ehrlich gesagt nicht ganz“, sagt er offen. „Ich konnte mich vorher an einer Probetorwand warm schießen und habe da meistens drei oder vier Treffer gemacht. Da war ein Tor in der Sendung natürlich erstmal enttäuschend.“ Gleichzeitig relativiert er: „Das sind einfach andere Umstände, wenn man dann wirklich live in der Show steht. Und am Ende hat es ja gereicht – von daher alles gut.“

Denn ein Treffer reichte Schmitz zum Sieg an der Torwand. Überrascht war er davon jedoch nicht wirklich. „Wir hatten vorher schon gesprochen und sie meinte, dass sie noch nicht so oft gegen einen Ball getreten hat“, erklärt er. „Dafür waren ihre Schüsse, vor allem unten rechts, echt knapp. Als sie dann keinen oben gemacht hat, war der Druck für mich ein bisschen raus – vielleicht hat mir da auch etwas die Konzentration gefehlt.“
Der Druck, neben einer Olympiasiegerin auf der Bühne zu stehen, war dennoch spürbar. „Es war schon sehr aufregend, mit einer Olympiasiegerin dort zu stehen“, gibt Schmitz zu. „Aber dadurch, dass man sich vorher locker unterhalten konnte, hat das viel von der Anspannung genommen.“
Unterm Strich bleibt für Luke Schmitz ein Erlebnis, das weit über das eigentliche Torwandschießen hinausgeht. Vom Traumtor bei der Hallenstadtmeisterschaft bis zum Auftritt im ZDF Sportstudio hat er ein Erlebnis erlebt , welches wohl nur wenigen Amateurfußballern vergönnt ist – und das er so schnell nicht vergessen wird.