– Foto: Sven Leifer

Schlusslicht trifft in Minute 92: ASV Dachau Remis bei Schlusslicht

1:1 in Brunnthal

Fußball-Landesligist ASV Dachau kann Brunnthal einfach nicht bezwingen. Am Samstag gab es beim Schlusslicht ein spätes Gegentor zum 1:1.

Dachau – Es war der Spieltag der späten Tore in der Landesliga Südost. Auf vier Sportplätzen sicherten sich Teams nach Toren ab der 88. Minute Punkte. Der ASV Dachau gehörte zu den Leidtragenden. Er kassierte am Samstag beim TSV Brunnthal in der Nachspielzeit das 1:1 und blieb damit auch im zweiten Saisonduell gegen das Tabellenschlusslicht sieglos.

Trainer Manuel Haupt war bedient: „Es ist frustrierend. Wir schenken die Spiele regelmäßig in den letzten Minuten ab.“

In der ersten Hälfte waren die Dachauer noch tonangebend. Sie erspielten sich zahlreichen gute Möglichkeiten. Die erste davon hatte Maximilian Bergner, der am vergangenen Wochenende noch das Tor gehütet hatte. Da mit Korbinian Dietrich und Ersatzmann Artem Bykanov beide Keeper wieder dabei waren, konnte der Spielgestalter wieder in der Offensive auflaufen. Doch Bergner setzte den Ball an den Pfosten – und muss weiterhin auf seinen ersten Saisontreffer warten. Auch Mateo Velic verpasste es, dem Schlusslicht früh ein Gegentor einzuschenken.

So musste es Andreas Roth mit einem Kunstschuss richten. Der Mittelfeldakteur zog aus 25 Metern halblinker Position mit seinem linken Fuß ab, der Ball schlug im rechten Eck ein (33.). Die Dachauer gingen mit einer knappen Führung in die Halbzeit. „Wir hätten höher führen müssen“, so Haupt. Und weiter: „Wir haben in der Halbzeit ein paar Sachen angesprochen – aber dann nichts davon gemacht.“

Denn nach dem Seitenwechsel kippte die Partie. Während bei den Dachauern nichts mehr funktionierte, wurden die Brunnthaler immer selbstbewusster. Die Heimelf war mehrere Male nah dran am Ausgleich. In der 80. Minuten parierte Dietrich glänzend, wenig später blieb die Pfeife des Schiedsrichters nach einem Zweikampf im Dachauer Strafraum stumm. Die Dachauer, zuletzt nicht immer zufrieden mit Schiedsrichterentscheidungen, waren im Glück.

Doch dieses Glück hatten sie in der Nachspielzeit aufgebraucht. Brunnthal versuchte es noch einmal und erzwang einen Freistoß aus dem Halbfeld. Der segelte auf den kurzen Pfosten, wo Simon Neulinger völlig unbedrängt zum 1:1 einnickte. Dann war Schluss.

Die Dachauer brachten erneut einen knappen Vorsprung nicht über die Zeit. „Würde es eine Tabelle geben, in die nur die letzten Minuten einfließen, wären wir gnadenlos Letzter“, ärgerte sich Haupt, der aber zugeben musste: „Wir hatten in der ersten Hälfte die Chancen, um ihnen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Nach dem Seitenwechsel waren sie besser. Unter dem Strich geht das Ergebnis in Ordnung.“

Aufrufe: 06.11.2022, 14:00 Uhr
Moritz StalterAutor