
Das vergangene halbe Jahr war ein ungewohntes für den Fußball-Oberligisten 1. FC Normannia Gmünd. Denn über mehrere Monate stand nicht Yannick Ellermann zwischen den Pfosten. Seit diesem Jahr aber spielt Ellermann wieder, hat sich von seinem schweren Schien- und Wadenbeinbruch, den er sich in der Hinrunde in Hollenbach zuzog, wieder erholt.
Im Sommer ist Yanick Ellermann zehn Jahre bei der Normannia. Bereits als junger Schlussmann hatte er sich damals recht schnell bei den Gmündern durchgesetzt und stand in dieser Zeit in über 240 Partien für die Gmünder auf dem Platz, in der Verbands- oder Oberliga. Er ist aufgestiegen, abgestiegen, wieder aufgestiegen und möchte in diesem Jahr mit den Gmündern das dritte Mal nacheinander den Klassenerhalt in der Oberliga schaffen. Doch, ganz gleich, wie es am Ende ausgehen mag: Ellermann hat um zwei weitere Jahre bei der Normannia verlängert. Mit nur 1,78 Meter gehört Ellermann nicht zu den größten Schlussleuten, sicherlich aber zu den besten in der Liga. Das sagen nicht nur Fußballfreunde, die es gut mit der Normannia meinen.
„Ich habe hier wirklich schon eine Menge erlebt, aber manchmal sind es die kleinen Dinge, die alles auf den Punkt bringen. Mein Sohn hat neulich gesagt, dass die Normannia sein Lieblingsverein ist und dass er gerne zuschaut, wenn der Papa im Tor ist. Das hat mich schon gepackt und von daher ist mir die Entscheidung fast schon abgenommen worden“, sagt Ellermann zu seiner Verlängerung. Mittlerweile ist er 29 Jahre alt, verheiratet, Vater. Viel Zeit ist vergangen, seit er damals von der U19 des VfR Aalen in den Schwerzer gewechselt ist, also noch recht unbekannter Schlussmann.
„Yannick ist nicht nur unser Torwart und Kapitän, er ist eine Identifikationsfigur im Verein und unglaublich wichtig, auf und neben dem Platz. Natürlich war es da unser Wunsch, mit ihm weiterzuarbeiten“, freut sich Sportdirektor Stephan Fichter über die Verlängerung des Gmünder Kapitäns. Die Verlängerung zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison ist natürlich auch ein Zeichen des Kapitäns, das durchaus eine gewisse Wirkung erzielen sollte im Umfeld.
„Manche Dinge entscheidet man nicht im Kopf, sondern mit dem Herzen. Das war definitiv eine Entscheidung des Herzens. Ich werde weiterhin vorangehen und hoffe, dass wir noch viele weitere tolle Momente mit der Normannia erleben werden“, so Ellermann weiter. Mit dieser Verlängerung dürfte der Publikumsliebling auch viele Normannen aus dem Umfeld glücklich gemacht haben – und darüber hinaus.