2026-03-13T07:45:35.464Z

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Schlebusch und Spich sammeln Big-Points, Wildes Spiel in Bad Honnef

Landesliga Mittelrhein Staffel 1: Der 20. Spieltag ist vorbei. Tabellenführer SV Grün-Weiss Brauweiler siegt gegen das Schlusslicht SC Fortuna Bonn. Die Verfolger FSV SW Neunkirchen-Seelscheid und SC Borussia Lindenthal-Hohenlind bleiben mit eigenen Erfolgen in Reichweite. Der 1. FC Spich und der SV Schlebusch sammelten Big-Points im Kampf um die Klasse.

von Tristan-Yannick Benten · Heute, 20:00 Uhr · 0 Leser
Spich sammelt wichtige Punkte
Spich sammelt wichtige Punkte – Foto: Marco Bader

Landesliga Mittelrhein Staffel 1: Im Kampf um die Meisterschaft gab es keine Patzer. Sowohl Liga-Primus SV Grün-Weiss Brauweiler, als auch Verfolger FSV SW Neunkirchen-Seelscheid und SC Borussia Lindenthal-Hohenlind feierten einen Sieg. Im Keller der Tabelle sorgten der 1. FC Spich und der SV Schlebusch mit Erfolgen für Aufsehen. Für den SC Fortuna Bonn wird es immer schwerer. Das war der 20. Spieltag:

"Die Jungs haben alles gegeben"

"Eigentlich bin ich sehr zufrieden, bis auf das Ergebnis. Wenn du unten drin stehst, dann hast du auch nicht das Momentum auf deiner Seite. Du musst schon das perfekte Spiel machen, um Punkte zu holen", erklärte Dario Paradiso, Cheftrainer in Bonn, nach dem Spiel gegen den SV. Er führte weiter aus: "Brauweiler ist eine abgeklärte Mannschaft, mit enorm viel Qualität. Destotrotz muss ich sagen, war es ein ausgeglichenes Spiel und ein Spiel auf Augenhöhe. Wie haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben - immer wieder schnelle Umschaltsituationen zu kriegen und dadurch haben wir auch gute Möglichkeiten bekommen."

Die 1:0-Führung erzielten allerdings die Gäste durch Jacob Jansen, der seinen ersten Saisontreffer feierte (22.). Nach einer zunächst geklärten Hereingabe schaltete der 23-Jährige beim zweiten Versuch am schnellsten und traf zum 1:0. Dem Freistoß, der letztlich zum Tor führte, war ein Ballverlust der Fortuna vorausgegangen. "Das ist natürlich ärgerlich", sagte Paradiso zum Foulspiel und dem Gegentreffer.

Doch der SC schüttelte sich nur kurz und hatte daraufhin die Chance zum Ausgleich. Der Übungsleiter der Bonner erklärte die Situation: "Das haben wir richtig gut gespielt, dann setzt sich Daniel Somuah durch. Er schießt aus einer Halbposition im Sechszehner ins lange Eck, aber der Torwart hält sensationell - also der Ball war von meiner Sichtweise aus drin. Da muss ich sagen, dass der Torwart sehr gut war."

Trotz einer starken Leistung ging die Fortuna mit einem 0:1 in die Halbzeitpause. Auch im zweiten Abschnitt trat die Mannschaft von Paradiso mutig auf. "Du hast die ein oder andere Möglichkeit. Dann kommt ein Befreiungsschlag von Brauweiler, wir verteidigen nicht richtig gut und dann schießt er aus 20 Metern in den Giebel. Das Momentum ist nicht auf unserer Seite - das ist normal", verriet der Übungsleiter. Amadeo Freericks schoss das 2:0 (59.).

Es war der letzte Treffer in dieser Partie. Die Bonner mussten sich trotz einer aufopferungsvollen Leistung mit 0:2 gegen den Liga-Primus geschlagen geben. Der Chefcoach der Fortuna sagte abschließend: "Die Jungs haben alles gegeben. Leider stehen wir mit leeren Händen da. Vielleicht hat am Ende noch die Entschlossenheit gefehlt. Trotzdem machen wir weiter."

Für sein Team wird es allmählich eng. Der Abstand auf das rettende Ufer beträgt nun schon elf Punkte für den SC Fortuna Bonn. Brauweiler verteidigte derweil den Abstand auf die Konkurrenz.

Die weiteren Partien:

Der SV Schlebusch setzte nicht nur den ungeschlagenen Lauf fort, sondern gleichzeitig auch ein Zeichen im Tabellenkeller. Nach der 1:0-Führung der Gäste durch Zakaria Harrach (5.) glich Keyhan Günese kurz vor dem Halbzeitpfiff aus (42.). In der zweiten Hälfte war es zunächst Sebastian Bamberg, der das Spiel drehte (63.), ehe Marco Bramer für die 3:1-Entscheidung sorgte (82.) Der SV verließ durch den Sieg die Abstiegsplätze. Der TuS Mondorf verpasste einen wichtigen Befreiungsschlag.

Der SC Borussia Lindenthal-Hohenlind blieb durch einen knappen 1:0-Erfolg über den FV Wiehl in Reichweite zum Tabellenführer aus Brauweiler. Weiterhin trennen die Borussia sieben Zähler von der Tabellenspitze. Den goldenen Treffer erzielte Ricky Fritzen in der 55. Minute. Wiehl blieb durch die Pleite nur knapp vor der roten Zone.

Im Duell mit dem SSV Homburg-Nümbrecht musste der SC Blau-Weiß Köln die dritte Liga-Pleite in Serie hinnehmen und verpasste es somit in der Tabelle zu klettern. Beim 3:0-Erfolg des SSV trafen Robin Brummenbaum (4.), Dean-Robin Paes (23.) und Felix Sivers (90+1.). Nümbrecht zeigte somit eine Reaktion auf die bittere Niederlage gegen Neunkirchen.

Der FSV SW Neunkrichen-Seelscheid sammelte den zweiten Erfolg in Serie und blieb somit an der Tabellenspitze dran. Beim klaren und verdienten 4:0-Erfolg beim TuS Marialinden waren Nils Stephan (2., 77.), Niklas Krämer (40.) und Kjell Simnonia (45.) erfolgreich . Dabei hätte der Sieg aufgrund etlicher vergebener Chancen auf Seiten der Gäste auch höher ausgehen können. Schlussendlich wird es dem FSV egal sein. Der TuS verblieb derweil im Keller.

Neben Schlebusch setzte auch der 1. FC Spich ein Zeichen im Kampf um die Klasse. Gegen den SC Rheinbach trafen Justus Mergner (23.) und ein doppelter Jonas Degenhart (80., 85.) zum 3:0-Heimerfolg. Spich kletterte auf Rang zehn und hat nun einen Vorsprung von drei Punkten auf die rote Zone. Der SC verblieb derweil im Tabellenmittelfeld.

Das turbulenteste Duell des Spieltags fand zwischen dem FV Bad Honnef und der Spielvereinigung Flittard statt. Früh brachte Ashraaf Yamba die Gäste in Führung (2.), bevor Philip Miermann kurz vor der Paus ausglich (41.). Mit diesem 1:1 ging es dann in die Unterbrechung. Im zweiten Abschnitt brachte Adis Muzurovic die Spielvereinigung erneut in Front(57.), ehe Miermann wieder einmal ausglich (64.). Daraufhin drehte der Favorit auf und führte durch Timo Balte (65., 79.) und Asonganyi Defang (74.) klar mit 5:2. In der zweiten Minute der Nachspielzeit verkürzte Yamba mit seinem zweiten Tor noch auf 3:5. Dies änderte jedoch nichts mehr am Sieg der Hausherren, die den Anschluss an die oberen Ränge hielten. Flittard muss derweil weiterhin um die Klasse bangen.