2025-12-03T05:51:34.672Z

Ligavorschau
Kareth (rechts Stefan Hofner) und Parsberg (Nico Brandl) kämpfen im Direktduell um den Anschluss an den Tabellenspitze.
Kareth (rechts Stefan Hofner) und Parsberg (Nico Brandl) kämpfen im Direktduell um den Anschluss an den Tabellenspitze. – Foto: Felix Schmautz

Schlager in Parsberg: »Wollen zeigen, warum wir oben stehen«

Bezirksliga Süd, 18. Spieltag: Kellerduell in Prüfening +++ Bewährungsprobe für Wenzenbach gegen Brandls Ex-Verein +++ Thalmassing unter Zugzwang

In der Bezirksliga Süd geht der komplette 18. Spieltag an Allerseelen über die Bühne. Bereits zur Mittagszeit steigt das Kellerduell zwischen den formschwachen FSV Prüfening und SV Breitenbrunn. Im Blickpunkt steht aber das Top-Match an der Hatzengrün: Der formstarke TV Parsberg bittet Mitabsteiger TSV Kareth-Lappersdorf zum Tanz. Tabellenführer SV Wenzenbach (gegen Hainsacker) und der zweitplatzierte TB/ASV Regenstauf (in Schwarzenfeld) werden nach ihren Partien natürlich sogleich das Ergebnis aus Parsberg checken.


Hinspiel: 0:1. Krisenduell am Pflanzgarten: Nimmt man das FuPa-Formbarometer als Indikator, dann ist dort der SV Breitenbrunn (14., 14) als das viertschwächste und der FSV Prüfening (15., 13) als das formschwächste Team der Liga notiert. Dies spiegeln auch die vergangenen Ergebnisse wieder. Die zuletzt spielfreien Gäste konnten aus den letzten acht Partien nur vier Punkte schöpfen. Bei den seit fünf Spielen punktlosen Regensburger sind es im selben Zeitraum derer fünf – wobei der letzte Sieg Wochen zurückliegt. Heißt im Klartext: In diesem Duell geht um Krisenbewältigung und um ganz wichtige Punkte. Ein Schönheitspreis ist angesichts der Platzverhältnisse ohnehin nicht zu gewinnen.


Hinspiel: 1:2. Zum Top-Spiel des Spieltags lädt der äußerst formstarke TV Parsberg (4., 34) den „heimlichen“ Tabellenführer TSV Kareth-Lappersdorf (3., 35, zwei Spiele in Rückstand) an die Hatzengrün. Parsberg, seit einer Ewigkeit unbesiegt und mit fünf Siegen in Folge dekoriert, dürfte dem Mitabsteiger aus der Landesliga alles abverlangen. „Mit Kareth kommt natürlich ein Brett. Sie können mit ihrer Zweiten und ihrer Landesliga-A-Jugend Ausfälle besser kompensieren als wir. Hier müssen wir abliefern, dann ergibt sich vieles von selbst“, sagte TV-Coach Stephan Buckow im Vorfeld. Die Karether strotzen nach dem jüngsten 6:0-Erfolg über Schwarzenfeld ebenfalls vor Selbstvertrauen. „Es ist ein echtes Top-Spiel, auf das wir uns freuen. Parsberg ist aktuell in starker Form, aber wir wollen zeigen, warum wir oben stehen – mit Leidenschaft, Tempo und unserem Fußball“, gibt Kareths Co-Trainer Matthias Heigl den Plan vor.


Hinspiel: 1:0. Auf eine Bewährungsprobe steuert Klassenprimus SV Wenzenbach (1., 39) zu. Mit der SpVgg Hainsacker (7., 23) kommt eine Mannschaft an den Jahnweg, die sich in den letzten Wochen ordentlich gemausert hat. Die jüngste 0:3-Niederlage soll diesen Eindruck nicht schmälern – erst spät sorgte Regenstauf für klare Verhältnisse. Anders als in der Vorwoche will die Schneider-Truppe diesmal von Beginn an voll da sein, und nicht so verhalten agieren wie in der ersten Halbzeit gegen Regenstauf. Auf der anderen Seite möchten die Hausherren, bei denen Trainer Günter Brandl auf den Ex-Klub trifft, wieder ihre Heimstärke (7/1/0) ausspielen. Die Niederlage in Ramspau konnten die Wenzenbacher durch das 8:1-Schützenfest gegen Prüfening sogleich wieder ausmerzen. Nun gilt es nachzulegen, denn die Konkurrenz schläft nicht.


Hinspiel: 3:3. Nach den drei Punkten aus der weiten Auswärtsfahrt in Töging, ist man sehr zufrieden beim SV Schwarzhofen (6., 27). Der Blick richtet sich schon wieder nach vorne auf die ausstehenden Aufgaben bis zur Winterpause. Haben es diese doch in sich. Am Sonntag erwartet man den VfB Bach (8., 23), dann warten Kareth und Regenstauf. „Aber jetzt interessiert nur der VfB Bach“, so Trainer Adi Götz. „Die Gäste haben einen Top-Kader und haben sich insgeheim sicher mehr in dieser Saison erwartet.“ Vor Wochenfrist unterlag der VfB knapp den Parsbergern, was Spielercoach Sven Leppien als „vermeidbare Niederlage“ betitelte. Das Hinspiel sah zwei grundverschiedene Halbzeiten. War der SVS in Halbzeit eins noch völlig überfordert, so übernahm er nach der Pause das Ruder und setzte Bach ganz schön unter Druck. „Genau an diese sehr intensive und taktisch hervorragende zweite Halbzeit wollen wir im Rückspiel am Kaplanacker anknüpfen“, erklärt Götz.


Hinspiel: 1:3. Für das Tabellenschlusslicht SV Töging (16., 9) war der Hinspiel-Dreier gegen den kommenden Gegner einer der wenigen Lichtblicke in dieser Spielzeit. Nach ansehnlichen Saisonstart konnte der Aufsteiger überhaupt nicht mehr punkten. Mut darf und muss der Fakt machen, dass der Rückstand auf die Relegationszone und aufs rettende Ufer bei Weitem noch nicht so beträchtlich ist, dass man die weiße Fahne hissen müsste. Eine ganz andere Stimmungslage herrscht derweil beim FC Pielenhofen-Adlersberg (9., 22). Durch vier Siege aus den letzten fünf Matches konnte sich das Warlimont-Gefolge ein ordentliches Polster verschaffen. Seine aktuelle Formstärke will der FCP zu Hause natürlich erneut unter Beweis stellen. Ziel sind die nächsten drei Punkte.


Hinspiel: 0:2. Da war nichts zu holen: Der TSV Kareth war letzten Freitag eine Nummer zu groß für den 1. FC Schwarzenfeld (11., 17). Mit 0:6 gerieten die Schwarzweißen unter die Räder. Punkte müssen gegen andere her. Allerdings werden die Aufgaben vor der Winterpause nicht unbedingt einfacher. Am Sonntag kommt der Rangzweite TB/ASV Regenstauf (36) in den Sportpark. „Es geht von Null los. Gegen Regenstauf müssen wir schauen, zu Hause die Punkte zu holen“, so FC-Coach Alex Hadasch. Die Gäste spielen eine tolle Saison; sie kehrten dank des 3:0-Sieges in Hainsacker wieder in die Spur zurück nach zwei sieglosen Auftritten. Freilich soll auch im Landkreis Schwandorf bestenfalls die maximale Ausbeute herausspringen.


Hinspiel: 0:3. Beim FC Viehhausen (5., 30) wechselten sich zuletzt Sieg und Niederlage wöchentlich ab. Ein erneuter Rückschlag war die deftige 0:4-Heimpleite gegen Pielenhofen. Durch diese Inkonstanz hat das Team von Armando Zani die gute Ausgangslage im Aufstiegskampf ein Stück weit verspielt. In jedem Fall soll am Sonntag der zehnte Saisonsieg her. Gegner auswärts ist der BSC Regensburg (12., 15), der sich aktuell oberhalb des ominösen Strichs befindet – aber nur ein Pünktchen Vorsprung auf die Abstiegszone hat. Letzte Woche war der BSC wegen einer Absage spielfrei. Zuvor bewies die Klica-/Verschl-Formation Moral gegen Breitenbrunn Moral (3:2-Sieg nach 0:2-Rückstand). Diesen Kampfgeist wollen die Regensburger auch gegen Viehhausen an den Tag legen.


Hinspiel: 0:0. Wenig zu meckern hat derzeit David Romminger, der Chefanweiser der SpVgg Ramspau (10., 21). Seine Mannschaft hat den Oktober ohne Niederlage bestritten und sich von unten absetzen können. Nach der unfreiwilligen Zwangspause – das Gastspiel in Breitenbrunn wurde abgeblasen – sind Fritz, Lindner und Co. jetzt heiß auf die nächsten Punkte. Auch die Kicker des FC Thalmassing (13., 14) konnten letztes Wochenende die Beine hochlegen, da das Heimspiel gegen den BSC den Platzbedingungen zum Opfer fiel. Vielleicht kam die Pause aber ganz gelegen. Denn so hatte das neue Trainerduo Faltermeier/Wohlmann mehr Zeit, ihre Jungs aufs nächste Match vorzubereiten. Nach „mageren“ Wochen mit sechs Niederlagen in Folge stehen die Roosters unter Zugzwang!

Aufrufe: 031.10.2025, 08:45 Uhr
Florian WürtheleAutor