2026-01-15T09:41:53.693Z

Ligabericht
Der Meisterschaftssekt ist kalt gestellt, nach dem Spiel gegen den FC Vorbach will die SpVgg Schirmitz (in Weiß) nun die Korken knallen lassen.
Der Meisterschaftssekt ist kalt gestellt, nach dem Spiel gegen den FC Vorbach will die SpVgg Schirmitz (in Weiß) nun die Korken knallen lassen. – Foto: Rainer Rosenau

Schirmitz will sich gegen Vorbach die Krone aufsetzen

Ein Punkt reicht der Hirmer-Elf im Heimspiel, um sich vorzeitig die Meisterschaft zu sichern +++ Ein Trio kämpft um die Vizemeisterschaft +++ Im Tabellenkeller sind alle Fronten geklärt

Ein winziges "Pünktchen" fehlt dem Ligaprimus der Kreisliga Nord SpVgg Schirmitz noch (1./49), um sich für eine herausragende Spielzeit zu belohnen. Ein Unentschieden gegen den FC Vorbach (9./31) würde am vorletzten Spieltag reichen, um nach drei Jahren in die Bezirksliga zurückzukehren. Hinter dem designierten Titelträger buhlen drei Mannschaften um die Chance, nach "Ehrenrunden" ebenfalls eine Etage höher an den Start gehen zu können. Dabei geniesst das Trio durchwegs Heimrecht: Der TSV Erbendorf (2./44 - gegen die DJK Weiden), der FC Tremmersdorf (3./43 - gegen Kulmain) und der SV 08 Auerbach (4./41 - gegen Reuth) wollen, ja müssen am Wochenende ihre Hausaufgaben erfolgreich lösen, alles andere steht nicht zur Diskussion.

Während in den Höhen des Klassements also noch keine Entscheidung gefallen ist, sind im Tabellenkeller alle Fragen nach Direktabsteiger und Releganten seit dem zurückliegenden Spieltag beantwortet. Die DJK Weiden (14./13) muss in die Kreisklasse, der SC Kirchenthumbach (13./21) und die DJK Irchenrieth (12./22) müssen "nachsitzen". Dabei könnten die beiden Letztgenannten ja noch den Tabellenplatz tauschen, was eine Auswirkung für eine jede Seite hat, auf wen man in der Relegation trifft. So trifft der Rangzwölfte in der ersten Runde auf den Vizemeister der Kreisklasse Ost, der Dreizehnte misst mit dem besten Kreisklassendritten die Kräfte.

Auf einen Blick die Ansetzungen des 25. Spieltags in der Kreisliga Nord:

"Für uns geht es nun einerseits darum, uns noch einmal Selbstvertrauen für die Relegation zu holen und andererseits wollen wir auch unser letztes Heimspiel der Saison gewinnen, um uns bei unseren Fans für die bisherige Unterstützung zu bedanken", sagt DJK-Coach Markus Hirnert.

"Wir hätten uns gewünscht, das dieses Derby unter einem anderen Aspekt gestanden hätte. Da die kommende Saison in der Kreisliga Nord extrem westlastig sein wird, wünschen wir unseren Nachbarn maximalen Erfolg in der Relegation. Wir werden in dieser Partie versuchen, all den Zuschauern einen ansehnlichen Fussball zu bieten", so Hakan Boztepe, der VfB-Übungsleiter.

„Leider ein Derby, bei dem es für beide Mannschaften nicht mehr um viel geht - außer natürlich jede Menge Prestige. Auch wenn wir nun sicher in die Relegation müssen, geht es für uns darum, weiterhin fokussiert zu bleiben und uns Selbstvertrauen für die Extra-Time zu erarbeiten. An dieser Stelle möchten wir unserem Nachbarn aus Eschenbach für eine beeindruckende Restrückrunde gratulieren, mit der sie überaus verdient den Klassenerhalt in trockene Tücher gebracht haben", so Marcel Lohner, Sportlicher Leiter des SCK.

"Im Spiel gegen Dumba wollen wir natürlich unsere Serie nach der Winterpause weiter ausbauen. Es gibt absolut keinen Grund, jetzt die Füße vom Gaspedal zu nehmen, denn wir wollen auch in der Tabelle eventuell noch den ein oder anderen Platz nach oben hin gut machen. Da im Derby bekanntlich andere Regeln gelten, wird es ein heißer Tanz werden. Wir wollen eine gute Leistung zeigen und uns am Ende mit drei Punkten belohnen", sagte Gästespielertrainer Benny Scheidler.

"Es gibt gar nicht viel zu sagen. Jetzt wollen wir diesen einen letzten Punkt holen aus einer der beiden ausstehenden Partien“, so SpVgg-Coach Fabian Hirmer.

"Nachdem der Druck im Abstiegskampf von uns abgefallen ist, wird es sich etwas einfacher zu spielen für uns. Was aber nicht heisst, dass wir keine Punkte mehr holen wollen, auch wenn wir Schirmitz und Tremmersdorf nun vor der Brust haben. Wir wollen beide noch ein wenig ärgern, so wird die Reise zum Tabellenführer kein Ausflug, sondern wir nehmen alles weiterhin sportlich. So werden wir dort alles geben und nicht einfach die Punkte verschenken, bloß weil die SpVgg dann ihre Meisterschaft feiern könnte. Das machen wir auf keinen Fall", sagt Gästetrainer Peter Schramm.

"Ich habe das Gefühl, jetzt wo der große Druck weg ist, können wir etwas befreiter aufspielen. Im Training wird mehr gelacht und die Jungs haben wieder mehr Spaß. Wir trainieren dennoch konzentriert. Der Fokus liegt derzeit auf Regeneration und Rekonvaleszenz. Wir werden auch am Sonntag wieder eine schlagkräftige Mannschaft stellen und alles für einen Dreier tun", sagt FCT-Chefanweiser Björn Engelmann

"Wir wollen auch in dieser Partie versuchen - so wie letzte Woche - den jungen Spielern viel Spielzeit zu geben. Die haben es da wirklich gut gemacht. Natürlich ist unser Ziel, etwas Zählbares mitzunehmen, auch wenn der Schwerpunkt wirklich darin liegt, unsere Youngsters einzubauen", so Gästetrainer Oliver Drechsler.

"Wir wollen uns im letzten Heimspiel von unseren treuen Zuschauern natürlich mit einem Heimsieg verabschieden. Spielerisch gilt es an die guten 35 bis 40 Minuten gegen Weiden anzuknüpfen, da es gegen Reuth definitiv volle 90 Minuten brauchen wird, um den Dreier einzufahren", so SVA-Spielercoach Manuel Trenz.

"Das Hinspiel gegen Auerbach ging 0:2 verloren. Für mich eines der stärksten und unberechenbarsten Teams der Liga. Da die Relegation für den SV noch möglich ist, stellen wir uns auf eine intensive Partie ein. Ich hoffe, dass wir diesmal besser ins Spiel finden und unsere Auswärtsbilanz etwas aufpolieren können", sagt Martin Bächer, Spielertrainer der Gäste aus Reuth.

"Unabhängig vom Tabellenstand will natürlich jede Mannschaft ihr letztes Heimspiel gewinnen. Gilt natürlich auch für uns, auch wenn wir personell schon gebeutelt sind nach der Winterpause, wollen wir die DJK Weiden natürlich besiegen. Allerdings habe ich einen sehr großen Respekt vor der Elf vom Flutkanal mit ihrem sympathischen Trainer. Sie zeigen seit Wochen was sportlicher Zusammenhalt ist und dass man auch mit eigenen Spielern Spaß und Freude haben kann", so TSV-Coach Roland Lang.

"Wir gehen mit Respekt, aber ohne Angst in diese Partie und werden natürlich auch hier wieder alles versuchen, um den Gegner so lange wie möglich zu ärgern. Ich habe ein gutes freundschaftliches Verhältnis zu Roland und freue mich auf ein faires Duell am Sonntag. Geschenke kann ich leider nicht stellen, aber eine Mannschaft, die wieder alles geben wird, das ist sicher", sagt Rico Friese, Trainer und Spartenleiter in Personalunion am Flutkanal.

"Wir sind mächtig froh jetzt, den Druck loszuhaben. Unsere Verletzten können sich jetzt endlich auskurieren und müssen sich nicht von Woche zu Woche durchschleppen. Natürlich wollen wir die Saison anständig zu Ende bringen und daheim auch nochmal einen Sieg einfahren. Ich wünsche mir vor allem für die Jungs, dass sie jetzt endlich mal ohne Druck Spaß am Kicken haben können und sich auch wieder mehr zutrauen", sagt Daniel Bäumler, der Trainer der Grenzlandelf.

"Selbstbewusst nach den letzten Erfolgen geht es für die Männer von Trainer Klaus Schinner zur Grenzlandelf nach Eslarn. Diese hat sich am letzten Spieltag aller Abstiegssorgen entledigt. So können beide Mannschaften befreit aufspielen und eine klasse Begegnung liefern. Ob der scheidende Trainer auch die angeschlagenen Spieler mit auf die Reise nimmt, bleibt abzuwarten. Trotzdem wollen wir nicht ohne Punkte die Heimreise antreten", so der Spartenleiter der Gäste, Stefan Reichl.

Aufrufe: 02.5.2025, 09:00 Uhr
Werner SchaupertAutor