
Der MSV Duisburg beendet das Fußball-Jahr 2024 mit einer Niederlage. Zum Rückrundenauftakt in der Regionalliga West unterlagen die Zebras dem FC Gütersloh mit 3:4. Nicht nur das Team selbst wirkte über Strecken neben der Spur, auch der Unparteiische trug seinen Teil zur Entwicklung der Partie bei. Die Trainer beider Mannschaften haderten mit vielen Fehlentscheidungen.
Groß war der Frust bei MSV-Coach Dietmar Hirsch nach dem Abpfiff. Sogleich suchte er den Kontakt zum Schiedsrichter und kassierte dafür die Rote Karte. Damit wird der Übungsleiter im Januar beim Auswärtsspiel bei Türkspor Dortmund nicht auf der Bank sitzen. Zuvor bot sich aber auch reichlich Anlass, um einen ausgeprägten Redebedarf zu entwickeln. Zwei Elfmeter die keine waren, ein Tor, welches nach einem klaren Foul entstand und zahlreiche Kleinigkeiten sorgten für Unmut.
Julian Hesse: "Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir sind mit dem Selbstbewusstsein angetreten, hier etwas mitnehmen zu wollen. Wir sind mutig ins Pressing gegangen. Es war in meinen Augen auf beiden Seiten kein Elfmeter. Es ist uns dann mit ein wenig Matchglück gelungen, uns in einen Flow zu spielen. In der zweiten Halbzeit haben wir die Macht des MSV gemerkt. Es wurde immer wieder gefährlich. Unsere Umstellung auf die Fünferkette war wichtig und wir konnten das Spiel so etwas beruhigen. Am Ende verpassen wir mit zwei guten Konterchancen die vorzeitige Entscheidung. Ich bin mir sicher, der MSV wird aufsteigen."
Dietmar Hirsch: "Wenn wir das Sportliche sehen, haben wir kein gutes Spiel gemacht und sind nicht gut reingekommen. Grundsätzlich finde ich, das Spiel sollte von den Spielern auf dem Platz entschieden werden. Es waren nicht nur die Entscheidungen bei den Toren, die gegen uns liefen, auch viele kleine Dinge wurden gegen uns gepfiffen. Es war alles ein wenig komisch. Der Torwart von Gütersloh wurde gefühlt 63 Mal wegen Zeitspiel ermahnt und dann gab es nur vier Minuten Nachspielzeit. Das war für mich unverständlich. Letztlich können wir festhalten: Wir haben verloren. Die müssen wir wegstecken. Trotzdem gehen wir als Tabellenführer in die Winterpause."
