
Der TSV Steinhöring unterliegt im Landkreis-Derby mit 1:2. Trainer Thomas Rotherbl kritisiert den Schiedsrichter scharf wegen umstrittener Szenen.
In einem ausgeglichenen Landkreis-Derby hatte der TSV Oberpframmern in der Fußball-Kreisliga 3 (München) gegen den Gastgeber TSV Steinhöring am späten Samstagnachmittag „das glücklichere Ende“ auf seiner Seite, wie Gäste-Trainer Florian Lechner bekannte. „Kleinigkeiten haben das Spiel entschieden. Es war über 90 Minuten ein Spiel auf Augenhöhe.“
Es waren Kleinigkeiten, die der Schiedsrichter für uns gepfiffen hat, aber schlussendlich sind drei Punkte drei Punkte.
Pframmerns Spielertrainer Florian Lechner
Die angesprochenen Kleinigkeiten sah auch Steinhörings Trainer Thomas Rotherbl. Bei genauerer Betrachtung der 1:2-Niederlage waren diese jedoch recht groß: „Leider muss ich sagen, dass der Schiedsrichter etwas unglücklich war. Da waren wir uns, der Coach von Pframmern und ich, wirklich einig.“
Rotherbl führte drei Aktionen auf, die ihm gar nicht schmeckten. Zweimal forderte er Elfmeter für seine Mannschaft – „da hätten wir 1:0 in Führung gehen können“. Schiedsrichter Samuel Tretters Pfeife blieb jedoch stumm, ebenso wie bei der Entstehung des 0:2, „als ein ganz klares Handspiel vorausging“. Florian Lechner kommentierte besagte Szenen so: „Es waren Kleinigkeiten, die der Schiedsrichter für uns gepfiffen hat, aber schlussendlich sind drei Punkte drei Punkte.“
Der TSV Oberpframmern gewann aber auch, weil er zum „psychologisch perfekten Zeitpunkt“, wie sich Lechner freute, das 1:0 markierte. Mit der letzten Aktion der ersten Halbzeit resultierte aus einem weiten Schlag von Torhüter Mirko Pietrzak der Führungstreffer. Valentin Hain bediente Luis Oberneder, der eiskalt abschloss (45.).
Nach dem Seitenwechsel hatte Steinhöring mehr vom Spiel und erspielte sich auch mehrere Torchancen. Erfolgreich war jedoch Oberpframmern nach der von Rotherbl monierten Szene, als Valentin Hain, der in der ersten Halbzeit noch an die Latte geköpft hatte, nach vermeintlichem Handspiel von Oberneder bedient wurde und zum 2:0 einschießen konnte.
Nach dem Anschlusstreffer von Johannes Redl in der 73. Minute war die Begegnung wieder offen und Steinhöring drückte auf den Ausgleich. „Es wurde dann eine heiße Partie, in der sich auch der Schiedsrichter immer mehr ins Rampenlicht gespielt hat“, so Lechner. In der aufkommenden Hektik wollte für die Gastgeber mehr als ein Streifschuss an die Latte aber nicht mehr herausspringen.