2025-12-03T05:51:34.672Z

Ligavorschau
Auch zwei Trainer stehen am Wochenende im Blickpunkt: Tännesbergs scheidender Spielertrainer André Klahn (linkes Bild) und Andreas Scheler, der mit Upo auf seinen Ex-Klub FC Amberg trifft. – Fotos: Rudi Walberer, Redaktion Schwandorf
Auch zwei Trainer stehen am Wochenende im Blickpunkt: Tännesbergs scheidender Spielertrainer André Klahn (linkes Bild) und Andreas Scheler, der mit Upo auf seinen Ex-Klub FC Amberg trifft. – Fotos: Rudi Walberer, Redaktion Schwandorf

Schelers Rückkehr, Klahns Abschied & Weiden-Derby

Bezirksliga Nord, 20. Spieltag: Brisante Derbys beim FC Amberg und bei der SG Chambtal +++ Verfolgerduell Raindorf gegen Pfreimd +++ Wernberg hat eine Rechnung offen +++ Schirmitz droht Debakel

Auch die Bezirksliga Nord steuert dem letzten Spieltag im Kalenderjahr 2025 entgegen. Bereits am Samstag stehen zwei brisante Duelle an. Spitzenreiter FC Amberg empfängt die Sportfreunde Upo, bei denen neuerdings Ex-Amberg-Coach Andreas Scheler Regie führt. Zudem steigt das Weidener Stadtderby zwischen der SpVgg SV II und dem FC Ost. Am Sonntag steht unter anderem das Verfolgerduell zwischen dem Vierten FC Raindorf und dem Fünften SpVgg Pfreimd im Fokus. Außerdem hat André Klahn seinen letzten Auftritt als Spielertrainer des TSV Tännesberg. Zu Gast ist der Tabellenzweite SV Hahnbach.

Samstag


Hinspiel: 2:1. Viel Brisanz verspricht das Aufeinandertreffen des Spitzenreiters mit dem Neuankömmling der Liga. Und das ist nicht nur an der räumlichen Nähe festzumachen. Eine Personalie verleiht dem Spiel zusätzlichen „Charakter“: Andreas Scheler, der neuinstallierte Cheftrainer der Sportfreunde Upo (9., 25), kehrt für einen Nachmittag an seine alte Wirkungsstätte zurück. Den FC Amberg führte Scheler 2024 als Meister zurück in die Landesliga, ehe er am Schanzl im Frühjahr 2025 seinen Rücktritt erklärte. Scheler kennt den Gegner also bestens, wird seine Mannschaft entsprechend einstellen. Viel Zusatzmotivation wird es gegen Klassenprimus ohnehin nicht brauchen. Im Amberger Lager erwartet man eine mutige Gästemannschaft, die wohl offensiver agieren wird als im Hinspiel. Der FCA (1., 44) wirft seine tolle Ungeschlagen-Serie (zuletzt 2:1 gegen Wernberg) in die Ring und möchte sich mit dem 14. Saisonsieg in die Winterpause verabschieden.


Hinspiel: 3:2. Auch das Weidener Stadtderby sieht eine klare Rollenverteilung. Die SpVgg SV Weiden II (3., 38) geht klar favorisiert hinein. Zusätzliches Selbstvertrauen hat den Rodler-Schützlingen der auch in der Höhe verdiente 5:0-Triumph über Raindorf verliehen. „Wir können sicherlich mit Selbstbewusstsein auftreten, nachdem wir aus den letzten sechs Spielen fünf Siege und ein Unentschieden geholt haben“, sagt Coach Josef Rodler. Aber er mahnt auch vor Fahrlässigkeit: „Gleichzeitig wissen wir ganz genau, dass Weiden-Ost immer gefährlich und auch eklig zu bespielen ist.“ Dies bekam die SpVgg schon im Hinspiel zu spüren. Der FC Weiden-Ost ist derzeit Achter (28) und gewann nur eines der letzten fünf Spiele – was natürlich nicht unbedingt für ihn spricht. Trotzdem: Es ist ein Derby und da möchten die Ostler alles in die Waagschale werfen. Nebenbei treffen zwei der jüngsten Mannschaften der Liga aufeinander.


Sonntag


Hinspiel: 3:1. Der letzte Spieltag des Jahres hat noch ein weiteres Lokalderby im Petto. Im Landkreis Cham prallen die SG Chambtal (15., 14) und die DJK Arnschwang (13., 17) aufeinander. Schon allein die Tabellenkonstellation – beide Teams stecken unten drin – verspricht Spannung. Mit Blick aufs Hinrundenduell haben die Gäste noch eine Rechnung offen. Es ist von einem typischen 50/50-Match auszugehen: Wer behält kühlen Kopf, wer hat die bessere Tagesform, wer nimmt die Platzverhältnisse besser an? Aus den vergangenen drei Spieltagen schöpften beide Mannschaften jeweils nur einen Punkt.


Hinspiel: 2:1. Auf Wiedergutmachungskurs ist der FC Raindorf (4., 36) nach der höchsten Saisonniederlage. „Wir hatten einen sehr schlechten Tag“, meinte Trainer Karl-Heinz Pittoni zur 0:5-Klatsche bei der SpVgg SV Weiden II. Dementsprechend fordert Pittoni eine klare Leistungssteigerung ein, für die nächste schwere Aufgabe. Zum Jahresabschluss bekommen es Top-Torjäger Luca Politanow und seine Mitstreiter mit dem Tabellennachbarn SpVgg Pfreimd (5., 35) zu tun. Die Pfreimder behielten zuletzt klar gegen Chambtal die Oberhand und sind generell gut in Form. Wer reißt dieses Verfolgerduell an sich?


Hinspiel: 1:5. Eine Rechnung offen hat der FC Wernberg (6., 35) mit dem kommenden Gegner. Das Hinspiel gegen den SV Inter Bergsteig Amberg (14., 15) ging für die Grün-Weißen mit 1:5 in die Binsen. „Hier zeigten wir unsere schlechteste Leistung der ganzen Saison und haben verdient verloren“, erinnert sich Wernbergs Spielertrainer Bastian Lobinger ungern zurück. „Das soll uns diesmal nicht passieren.“ In den darauffolgenden Wochen gingen die Wege der beiden Teams freilich weit auseinander. Während der FC kaum noch zu stoppen war, mühte sich Inter so durch. Trotz der klaren Ausgangslage warnt Lobinger: „IBA ist ein unangenehmer Gegner, der im Kampf um den Abstieg jeden Punkt braucht. Daher müssen wir uns auf ein Kampfspiel einstellen.“ Nichtsdestotrotz will die Heimelf nach der knappen Niederlage beim FC Amberg in die Erfolgsspur zurückkehren: „Wir wollen eine gute Leistung zeigen und die Runde erfolgreich mit einem Heimsieg abschließen.“


Hinspiel: 0:1. Den vergangenen Auftritt hat man beim 1.FC Schlicht (10., 24) schnell abgehakt. „Von unserer Seite war es in allen Bereichen deutlich zu wenig“, musste sich Übungsleiter Bastian Ellmaier nach der 0:4-Pleite in Hahnbach eingestehen. Umso mehr pocht Schlicht darauf, das Spieljahr mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen. Gegner ist der FC Furth im Wald (12., 18). Die Drachenstädter entschieden das Hinspiel überraschend für sich, feierten seitdem aber nur noch zwei weitere Siege. Gelingt der Stoiber-Truppe dennoch ein versöhnlicher Jahresabschluss.


Hinspiel: 1:2. Mit dem Abpfiff dürfte es emotional werden für André Klahn. Der 30-jährige Spielertrainer steht am Sonntag letztmals für den TSV Tännesberg auf dem Feld und in der Verantwortung. Zur Winterpause trennen sich die Wege – nach zweieinhalb Jahren. Klahn möchte nochmal höherklassig angreifen. Mit welchen Gedanken blickt er dem „Abschiedsspiel“ gegen den SV Hahnbach (2., 39) entgegen? „Es geht eine wunderschöne und anstrengende Zeit zu Ende. Ich konnte mich als Mensch und als Fußballer extrem weiterentwickeln und würde den Weg immer wieder so gehen. Ich weiß, dass es der richtige Weg ist und deswegen freue ich mich darauf, das letzte Mal mit meinen Jungs am Platz zu stehen. Noch viel mehr würde es mich freuen, wenn wir gegen Hahnbach noch was holen“, lächelt Klahn. Freilich möchte der TSV auch punkten, weil die Relegationszone nicht weit weg ist. Favorisiert ist aber ganz klar der Tabellenzweite aus Hahnbach. Der muss eigentlich gewinnen, um den Druck auf Primus FC Amberg hochzuhalten.


Hinspiel: 3:1. Dass sie für Spektakel steht in dieser Saison, das hat die SpVgg Vohenstrauß (7., 30) auch letzte Woche wieder unter Beweis gestellt. In Arnschwang spielte man 3:3 unentschieden. „Vorne hui, hinten pfui“, so kann man die letzten Wochen deuten. Auf seine Angreifer kann sich Trainer Martin Schuster jedenfalls verlassen. Mit der SpVgg Schirmitz (16., 1) gastiert nun die „Schießbude der Liga“ (70 Gegentore) im Sportzentrum. Die immer noch sieglosen Gäste müssen unbedingt zusehen, die Schalkreise von Busch, Demeter & Co. einzudämmen. Gelingt das nicht, droht dem Tabellenschlusslicht ein Debakel gegen die beste Offensive der Bezirksliga.

Aufrufe: 014.11.2025, 09:45 Uhr
Florian WürtheleAutor