2025-12-03T05:51:34.672Z

Ligavorschau
Spiele mit Beteiligung der SpVgg Vohenstrauß hatten zuletzt einen eingebauten Unterhaltungswert. Nun gastiert die SpVgg Pfreimd im Sportzentrum.
Spiele mit Beteiligung der SpVgg Vohenstrauß hatten zuletzt einen eingebauten Unterhaltungswert. Nun gastiert die SpVgg Pfreimd im Sportzentrum. – Foto: Dagmar Nachtigall

Scheler und Meisel geben ihren Trainer-Einstand

Bezirksliga Nord, 18. Spieltag: FC Amberg gastiert beim wankelmütigen FC Ost +++ Siegesserien von Hahnbach, Wernberg, Weiden II und Pfreimd auf dem Prüfstand +++ Big Points werden Tännesberg vergeben

Auch die Bezirksliga Nord biegt auf die Zielgerade im Kalenderjahr 2025 ein, denn vor der Winterpause stehen nur mehr drei (Regel-)Spieltage auf dem Programm. Spieltag Nummer 18 steigt vollumfänglich erst am Sonntag. Dabei stehen auch zwei Trainer-Debüts im Blickfeld der Aufmerksamkeit: Andreas Scheler bei den Sportfreunden Upo und Interimscoach Stefan Meisel beim SV Inter Bergsteig Amberg. Beide sollen sie die Trendwende herbeiführen. Die jeweilige Aufgabe zum Start könnte schwieriger kaum sein. Upo gastiert zum Scheler-Einstand beim formstarken FC Wernberg, Inter Amberg muss beim Rangdritten FC Raindorf Farbe bekennen.

Unterdessen steht der Tabellenführer FC Amberg vor einer Bewährungsprobe, muss er doch beim heimstarken FC Weiden-Ost ran. Ambergs ärgster Verfolger SV Hahnbach hat hingehen in Furth im Wald ein lösbar anmutende Aufgabe vor der Brust. Um wichtige Punkte gegen den Abstieg fechten der TSV Tännesberg und die DJK Arschwang. Überdies stehen mehrere Siegesserien auf dem Prüfstand...


Hinspiel: 2:0. Seit über zwei Monaten ist der FC Wernberg (5., 32) mittlerweile unbesiegt. Beeindruckend! Aufgrund einer guten ersten Halbzeit gewann das Team zuletzt verdient gegen Weiden-Ost. Die Serie soll noch möglichst lange weitergehen, geht es nach Spielertrainer Bastian Lobinger. Was erhofft er sich gegen die Sportfreunde Upo (9., 22)? „Wir wollen uns auf unsere Leistung fokussieren und über 90 Minuten Druck aufbauen. Ziel ist es, den nächsten Heimsieg zu holen und konstant in unseren Leistungen zu bleiben.“ Bei den Gästen gibt der zu Wochenbeginn verpflichtete Andreas Scheler seinen Einstand als Cheftrainer. So rasch wie möglich will Scheler die Mannschaft kennenlernen, und die zweifelsfrei vorhandene Qualität im Kader ausschöpfen. „Ich denke schon, dass sich die Mannschaft vor niemandem verstecken muss. Den Rest werden die kommenden Einheiten und Wochen zeigen“, sagt Scheler, dessen neue Mannschaft nur eines der letzten fünf Spiele gewinnen konnte.


Hinspiel: 1:3. Ein ständiges Auf und Ab mit hohem Unterhaltungswert erlebt aktuell die SpVgg Vohenstrauß (8., 26). Letzte Woche konnte man bei der SpVgg SV Weiden II gut mithalten, kassierte am Ende jedoch zum wiederholten Male zu viele und im Zustandekommen zu leichte Gegentore. Im kommenden Heimspiel geht es im Nachbarduell gegen die formstarke SpVgg Pfreimd (4., 32). Heimtrainer Martin Schuster zeigt sich kämpferisch: Wir wollen zu Hause unbedingt gewinnen, uns auch für die Vorrunden-Niederlage revanchieren. Wir haben diese Woche erneut das Defensivverhalten fokussiert. Wir müssen konzentrierter und disziplinierter verteidigen. Nur dann werden wir gegen einen offensiv- und formstarken Gegner eine Chance haben.“ Schusters Gegenüber Michael Hartlich blickt zurück und voraus: „Mit einem verdienten Sieg gegen Tännesberg konnten wir die nächsten drei Punkte holen. Herauszuheben ist hier die Defensivleistung der kompletten Mannschaft. Die Leistung müssen wir auch gegen Vohenstrauß zeigen. Es gilt, die letzten Leistungen zu bestätigen. Wenn uns das gelingt, können wir auch gegen Vohenstrauß dreifach punkten.“


Hinspiel: 2:2. Die Zeit von André Klahn als Spielertrainer des TSV Tännesberg (11., 18) neigt sich dem Ende zu. Drei Spiele noch, dann heißt es Abschiednehmen. Selbstredend möchte Klahn das Team in einer möglichst guten Ausgangslage an seinen Nachfolger übergeben. Dazu soll noch ordentlich gepunktet werden vor der Winterpause. Nach den 0:2-Niederlagen gegen Weiden II und Pfreimd strebt der TSV zu Hause wieder ein Erfolgserlebnis an. Mit der DJK Arnschwang (13., 16) geht es gegen einen direkten Konkurrenten, der raus will aus der Relegationszone. Deshalb peilt die zuletzt spielfreie Hartl-Truppe auf jeden Fall etwas Zählbares an.


Hinspiel: 0:3. Den Schwung des Achtungserfolgs gegen den FC Amberg (1:1) konnte die SG Chambtal (15., 14) erstmal nicht mitnehmen, denn das Auswärtsmatch bei Inter Amberg fand nicht statt. Am Sonntag dürfen Tobias Bergers Schützlinge wieder daheim ran. Gegen die SpVgg SV Weiden II (6., 31) ist der Tabellenvorletzte allerdings nur Außenseiter. Die junge Mannschaft vom Wasserwerk reist mit der Empfehlung von drei Siegen in Serie an. Im Vergleich zum 5:3 gegen Vohenstrauß wünscht sich SpVgg-Trainer Josef Rodler sicherlich wieder mehr Achtsamkeit im Defensivverhalten.


Hinspiel: 5:2. Im Laufe des vergangenen Wochenendes wurde bekannt, dass sich die Wege des SV Inter Bergsteig Amberg (14., 14) und seines Trainerduos Julian Ceesay und Helmut Jurek ab sofort trennen. Die Vorstandschaft hatte eine Trennung zur Winterpause veranlasst, woraufhin das Trainerduo den Weg vorzeitig freimachte für neue Impulse. Vorerst springt Stürmer-Routinier Stefan Meisel in die Bresche. Unter ihm soll der sportliche Turnaround glücken. Meisels Premieren-Aufgabe könnte schwieriger jedoch kaum sein. Zu Gast beim FC Raindorf (3., 33) hängen die Trauben hoch. Die Hausherren wollen sich vom Trainerwechsel beim Gegner nicht beeinflussen lassen, sondern ihren Stiefel durchbringen und der Favoritenrolle schlussendlich gerecht werden. Gleichzeitig soll der kleine Negativtrend mit Niederlagen gegen Wernberg und den FCA beendet werden.


Hinspiel: 3:1. Woche für Woche schwindet die Hoffnung im Lager der SpVgg Schirmitz (16., 1) immer mehr. Die weiße Fahne wird der abgeschlagene Tabellenletzte trotzdem nicht so schnell hissen. Letzte Woche hätte es beinahe geklappt mit dem zweiten Punktgewinn der Saison. Weit in der Nachspielzeit wurde Schirmitz von Furth im Wald schachmatt gesetzt. Folglich reist man mit einer Schippe Wut im Bauch zum 1.FC Schlicht (10., 20). Die Grünweißen waren am vergangenen Spieltag wegen einer Spielabsage zum Zuschauen verdammt. Nun wollen sie die vermeintliche Pflichtaufgabe lösen und sich mit drei Punkten von der gefährdeten Zone absetzen.


Hinspiel: 0:0. Trotz des Last-Minute-Dreiers in Schirmitz, war Alois Stoiber nach Spielende nur bedingt zufrieden. „Gegen Hahnbach braucht es beim letzten Heimspiel des Jahres eine deutliche Leistungssteigerung, um nicht unter die Räder zu kommen“, blickte der Übungsleiter des FC Furth im Wald (12., 17) schon voraus auf die hammerharte Aufgabe gegen den SV Hahnbach (2., 35). Die Gäste hätten ihre Siegesserie vor einer Woche gerne fortgesetzt. Daraus wurde aber nichts, da das Derby in Upo abgeblasen wurde. „Verpasstes“ möchten die Hahnbacher diesen Sonntag nachholen. Klares Ziel ist der sechste Sieg hintereinander.


Hinspiel: 1:2. Ergebnistechnisch war es beim FC Weiden-Ost (7., 27) zuletzt ein regelrechtes Auf und Ab. Sieg und Niederlage wechselten sich wöchentlich ab. Nach der jüngsten 3:5-Pleite gegen Wernberg wäre jetzt – Gesetz der Serie – wieder ein Sieg dran. Das ist natürlich die Hoffnung des Trainerduos Siegert/Bauer. Doch zum letzten Heimspiel 2025 schlägt ausgerechnet der Tabellenführer an der Stresemannstraße auf. Der FC Amberg (38) hat seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr verloren. Seit dem 23. August, um genau zu sein. Derzeit läuft es also wie aus einem Guss beim FCA. Was den Gastgebern Mut machen darf? Zum einen ihre nicht von der Hand zu weisende Heimstärke (6/2/1). Und zum anderen der Umstand, dass die Ostler diesmal in der Rolle des Underdogs stecken.

Aufrufe: 031.10.2025, 10:38 Uhr
Florian WürtheleAutor