Dank eines gut aufgelegten Marius Scheffel feierte die KSG Holdenstedt/Beyernaumburg mit einem 4:1 (3:0) über Schlusslicht SG Berga/Uftrungen II den ersten Sieg im neuen Jahr. Gegen einen äußerst schwachen Gegner wären aber bei mehr Konsequenz und Zielstrebigkeit deutlich mehr Treffer möglich gewesen.
Im Vergleich zum jüngsten Debakel bei Anhalt Sangerhausen musste Trainer Timo Fischer - letztes Wochenende beruflich verhindert - Möller, Kavalier, Hedig, L. Hollo und Burghardt sowie die "Alten Herren" Ruppe und C. Koch ersetzen. Dafür kehrten K. Koch wieder ins Tor sowie Y. Herbst (nach Sperre), R. Herbst, Schendzielorz, H. Hollo und Scheffel in die Startelf zurück.
Die Gäste, letztes Wochenende immerhin mit einem Remis gegen Bennungen, begannen zunächst erstaunlich forsch, waren griffiger im Zweikampf und suchten vor allem mit weiten, hohen Bällen den Weg nach vorne, wobei die KSG-Defensive zunächst Schwierigkeiten hatte, sich darauf einzustellen. Erst nach etwa zehn Minuten fanden die Hausherren den Weg nach vorne, wobei sich vor allem der diesmal als Links- später Rechtsaußen aufgebotene Scheffel hervortat - wenn es gefährlich wurde, dann über seine Seite.
Nachdem van Veen nach gutem Querpass von Scheffel zunächst noch vorbeigeschossen hatte (8.), machte es der Mittelfeldspieler nach 19 Minuten besser: Nach langem Pass von Schumann nahm Scheffel den Ball stark mit der Hacke mit, spielte seinen Gegenspieler aus und traf fulminant unter die Latte zum 1:0.
Die Führung sorgte für etwas Beruhigung bei den Gastgebern, auch wenn diese weiterhin zu wenig miteinander spielten oder mit hektischen Aktionen vielversprechende Angriffe selbst zunichte machten. Eine gute Aktion von H. Hollo führte zum 2:0 - er fand van Veen, der sich um den Torhüter wendete und vollendete (28.).
Weitere neun Minuten später bereits die Entscheidung: Eine etwas verunglückte Flanke von Scheffel flog über den Gästekeeper hinweg zum 3:0 in die Maschen. Bis zur Pause verhinderte Dietrich aber mit guten Taten gegen H. Hollo (42.) und einen Distanzschuss von Große (45.) weitere Gegentreffer. Offensiv hatten die konditionell immer stärker abbauenden Gäste nur eine gute Chance, als KSG-Keeper Koch nach einem langen Pass den Ball nicht festhalten konnte, die Flanke köpfte Libero Schumann vor der Linie zu Ecke (32.).
Nach dem Wechsel wurde die Überlegenheit der Gastgeber stetig größer, die Gäste hatten von der Kraft her nur wenig entgegenzusetzen. Zielte H. Hollo nach gutem Konter und Pass von Mieth noch zu ungenau (53.), nutzte van Veen kurz darauf einen haarsträubenden Fehler von Fachinger zum 4:0 (57.).
Größtes Manko der KSG in der letzten halben Stunde: Die Chancenauswertung. Ob der eingewechselte Doerner, der nach Querpass von H. Hollo kurz vor dem leeren Tor am Ball vorbeitrat (68.), oder Scheffel (71.), R. Herbst (77.) sowie H. Hollo (89.), die alle am gut reagierenden Gäste-Keeper scheiterten - es hätten deutlich mehr Treffer werden müssen. Pech zudem, das ein verunglückter Rückpass per Kopf von Fachinger am eigenen Torhüter vorbei am Pfosten landete.
Noch ärgerlicher aus Sicht der Hausherren: Das Gegentor gegen einen völlig harmlosen Gegner, Parlak war Nutznießer einen groben Fehlers von Keeper K. Koch, der einen harmlosen Flankenball nach vorn prallen ließ (76.). Wäre der Versuch von Schulze aus 16 Metern, der Zentimeter am Winkel vorbeiflog, im Netz gelandet, wäre es möglicherweise noch mal spannend geworden. So blieb es am Ende beim verdienten Sieg.
Mit dem ersten Erfolg seit Oktober endete für die KSG eine Durststrecke von neun sieglosen Spielen. Nächsten Samstag geht es zu einem weiteren Kellerkind, dem FSV Sittendorf. Die zweite von Berga/Uftrungen hat kommenden Sonntag Heimrecht gegen den VfB Oberröblingen II.