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„Schauen bei keinem Gegentor gut aus“: GAP-Totalausfall zum Start

Weiter im Abstiegskampf

von Oliver Rabuser · 02.03.2026, 16:30 Uhr · 0 Leser
Ziehen zu oft den Kürzeren: die Garmisch-Partenkirchner um Christoph Schmidt (r.).
Ziehen zu oft den Kürzeren: die Garmisch-Partenkirchner um Christoph Schmidt (r.). – Foto: Oliver Rabuser

Der 1. FC Garmisch-Partenkirchen enthüllte seinen desolaten Zustand. Trainer Schwinghammer erkannte kollektives Versagen seiner Spieler.

Hallbergmoos – Auch zum meteorologischen Beginn des Frühlings steckt der 1. FC Garmisch-Partenkirchen tief in der Eiszeit fest. Die 0:4-Niederlage beim VfB Hallbergmoos-Goldach war einerseits schmeichelhaft, andererseits offenbarte sie den desolaten Zustand des Teams. Sämtliche Gegentreffer fielen innerhalb von zwölf Minuten – kollektives Versagen für eine knappe Viertelstunde.

Stefan Schwinghammer ahnte es im Vorfeld, als er „einen Schuss ins Blaue“ prognostizierte. Nur eine engagierte Woche in der Vorbereitung reicht bei Weitem nicht aus, um das Fitnesslevel der Mannschaft auf Landesliga-Norm zu heben. Dazu die wenig berauschenden Resultate während der Testphase und natürlich die Spannungen in puncto Trainerposten. Kurzum: Die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Re-Start waren alles andere als ideal. Zeigte sich dann auch auf dem eigenwilligen Kunstrasen in Hallbergmoos, der mangels Granulat kein Anwalt für Standfestigkeit war.

Garmisch-Partenkirchen findet zunächst schwer ins Spiel

Allein in der Anfangsphase brachten die FC-Fußballer das auf den Platz, was man nach den Entwicklungen der vergangenen Tage von ihnen erwarten konnte: Bemühen. Lauffreude. Aufmerksamkeit. Schwinghammer sah seine Mannen vor dem 0:1 als „nicht perfekt, aber gut im Spiel“, überdies „strukturiert und diszipliniert“. Auch einige positive Ansätze in der Offensive gab es zu verzeichnen.

Doch von diesen hatten auch die Hausherren einige. Zunächst mit einer Reihe von Annäherungen, die allesamt zu Eckbällen führten. Ein halbes Dutzend an Hereingaben konnte der Abwehrblock der Garmisch-Partenkirchner noch entschärfen. Bis eine kurz ausgeführte Variante des VfB zum Erfolg führte. Der zweite Pfosten blieb bei der Flanke sträflich unbewacht, mit der Konsequenz eines Kopfballtreffers aus kurzer Distanz. „Dadurch lassen wir uns wieder aus dem Konzept bringen“, klagt der Trainer.

Die Leistung der Gastgeber nimmt in der zweiten Hälfte ab

Was dann folgte, nahm selbst den mitgereisten FC-Romantikern jede Zuversicht. Das Defensivspiel havarierte in schauderlicher Weise. „Wir schauen bei keinem der vier Gegentore gut aus“, betonte Schwinghammer. Mit Rücksicht auf das ohnehin angeschlagene Gemüt einiger Kicker verzichtete er auf namentliche Kritik. Tatsächlich reichte das Portfolio von einer bis drei unfreiwilligen Beihilfen für den Gegner. Galt nicht für Lukas Ende. Der junge Angreifer musste schon vor Beginn des komatösen Intermezzos nach einer Rutscheinlage des Gegenspielers humpelnd vom Platz. Für ihn endete der gebrauchte Tag sogar im Krankenhaus.

Für seine Mitspieler ging es bis zum Schlusspfiff unter bekannter Textvorlage weiter. Sogar mit beiderseitigem Verzicht, wohl passend zur Fastenzeit. Der VfB bremste sich im zweiten Abschnitt selbst ein und gab sich mit dem Ergebnis zufrieden. Der 1. FC sparte am eigenen Torabschluss. Schwinghammers Fazit: „Wir haben sehr viel Arbeit vor uns.“ Tunlichst ohne weitere Schüsse ins Blaue.