
Zum letzten Oberliga-Spiel der Saison hat sich der ATSV Scharmbeckstotel mit einem 1:1 gegen den TuS Büppel verabschiedet. Während die Gastgeberinnen kämpferisch überzeugten, sahen die Gäste trotz schwieriger personeller Lage viele positive Ansätze.
Mit einem leistungsgerechten 1:1 gegen den TuS Büppel hat sich der ATSV Scharmbeckstotel aus der Frauen-Oberliga Niedersachsen West verabschiedet. Auch wenn der Abstieg bereits feststand, zeigte die Mannschaft zum Saisonabschluss noch einmal eine engagierte Vorstellung.
„Wie wir uns als Team vorgenommen haben, haben wir es nicht hergeschenkt und uns mit einer guten Leistung verabschiedet“, sagte ATSV-Trainer Andreas Klug nach der Partie. Dabei seien zunächst die Gäste besser ins Spiel gekommen. „Die ersten zehn Minuten war Büppel das reifere Team und hat den Ball laufen lassen, ohne wirklich zwingend zu sein.“
Im Anschluss kämpften sich die Gastgeberinnen jedoch zunehmend in die Begegnung. Klug sprach dabei auch von einer Portion Pech, die seine Mannschaft wie schon häufiger in dieser Saison begleitet habe: „Wie so oft in der Saison hatten wir etwas Pech mit einem Lattenfreistoß und einem Konter an den Innenpfosten.“ Dennoch gelang dem ATSV nach einem weiteren Konter die Führung, mit der es auch in die Halbzeit ging. „Für das Team ein schönes und leider zu seltenes Erlebnis“, so Klug.
Der TuS Büppel erhöhte nach dem Seitenwechsel den Druck und kam noch zum Ausgleich. Zudem musste Scharmbeckstotel einige schwierige Situationen überstehen. „Am Ende war es, denke ich, ein leistungsgerechtes Unentschieden“, bilanzierte Klug.
Auch Büppels Trainer Moritz König konnte dem Auftritt seiner Mannschaft trotz der schwierigen Voraussetzungen Positives abgewinnen. „Angesichts der widrigen personellen Voraussetzungen durch eine sehr kleine Mannschaft in den letzten Wochen hat es die Mannschaft heute sehr gut gemacht“, erklärte König. Er kritisierte allerdings die äußeren Bedingungen: „Die Platzverhältnisse waren katastrophal, aber die Mädels haben trotzdem versucht, spielerische Lösungen gegen einen Gegner zu finden, der praktisch nur verteidigt hat.“
Über weite Strecken habe seine Mannschaft die Partie kontrolliert, meinte König weiter: „An sich haben wir das Spiel 90 Minuten mehr als unter Kontrolle gehabt.“ Lediglich einige Fehler im Spielaufbau hätten den Gegner eingeladen. „In der ersten Halbzeit haben wir zwei, drei Fehler im Aufbau gemacht, von denen einer bestraft wurde.“
Mit zunehmender Spielzeit habe sich die Belastung bemerkbar gemacht. „Am Ende war die Luft ein bisschen raus und das Remis geht unterm Strich aber in Ordnung“, sagte König. Besonders zufrieden zeigte er sich mit der Entwicklung seines Teams über die Saison hinweg: „Wichtig war zu sehen, dass jede Spielerin die Entwicklung der letzten neun Monate voll mitgegangen ist, auch wenn es weiterhin noch viel Arbeit ist.“
Beim ATSV ließ man den letzten Oberliga-Spieltag anschließend gemeinsam ausklingen. „Wir haben dann noch als Team den Sonntag beim gemeinsamen Grillen mit der ATSV-Familie ausklingen lassen“, berichtete Klug. Nach einer kurzen Pause beginne dann die Vorbereitung auf die kommende Saison in der Landesliga.