Schalding-Krise verschärft sich! In Überzahl 2:2 gerettet, mehr nicht
30. Spieltag: Köck: "Chancen müssen für sieben, acht Tore reichen" +++ Skeledzic: "Hätten mehr verdient gehabt, als den einen Punkt"
von Sebastian Ziegert · Heute, 16:50 Uhr · 0 Leser
SVS-Coach Stefan Köck geht in die Knie! Schalding verpasst den so wichtigen eingeplanten Dreier gegens abgeschlagene Schlusslicht. – Foto: EilerDie Krise am Reuthinger Weg verschärft sich immer mehr. Auch gegen das abgeschlagene Schlusslicht der Bayernliga Süd reichte es nicht zu einem Dreier. Nur gut, aus SVS-Sicht, dass Verfolger TSV Kottern am Freitagabend in Pipinsried seit längerer Zeit wieder mal leer ausging...
Die Lage ist aber auch so angespannt genug im Passauer Westen! Während Türkgücü München nach acht Niederlagen (!) den ersten Punktgewinn des Jahres bejubeln durfte und den Direktabstieg in die Landesliga zumindest nochmal um eine Woche in die Zukunft verschieben konnte, schrumpft der Vorsprung der Niederbayern auf die Abstiegsrelegationszone immer mehr zusammen. Drei Remis, bei vier Niederlagen aus sieben Partien. Die Abstiegsgefahr ist real!
Und auch wenn Trainer Stefan Köck hinterher zu Protokoll gab, dass der SVS zahlreiche "Maustote" vergeben hatte und die "Chancen für sieben, acht Tore" reichen müssten, sah die Realität doch etwas anders aus. Schalding schaffte es nicht über lange Phasen der Partie - vor allem der zweiten Halbzeit - Druck aufzubauen und sich so auf die Siegerstraße zu spielen. Klar: Schalding hätte die Partie in Überzahl - TGMs Joker Denis Pobric sah binnen sechs Minuten eine "Blitz-Gelb-Rote" - auch noch gewinnen können. Aber der Ausgleich in Minute 89 war letztlich alles auf der Anzeigetafel. Flanke Manuel Mörtlbauer in die Box, wo Markus Gallmaier per "Flug"-Kopfball zum 2:2 einlochte.
Der zwischenzeitliche TGM-Ausgleich zum 1:1. Matija Radonjic (2.v.re.) bejubelt seinen Kopfballtreffer. – Foto: Eiler
Nach langen 10 Minuten Nachspielzeit - TGM-Keeper Leon Walch musste mehrfach behandelt werden - pfiff Referee Leo Burghartswieser die Partie ab! Und die Gäste zu ihrem ersten Punktgewinn des neuen Jahres (!). "
Die Partie hatte viele Facetten, und wenn man die letzten 20 Minuten ausklammert, haben wir's sehr gut gemacht. Hätten da auch mehr verdient gehabt als den einen Punkt. Wir kommen ja aus einer Niederlagen-Serie par excellence, und freuen uns über den Punkt!", so TGM-Coach Slaven Skeledzic. SVS-Coach Stefan Köck erwiderte:
"Wir haben ein tiefes 5-4-1 erwartet und sind überrascht worden. Haben aber Anpassungen gemacht. Und klar: der Gegner hat vieles gut gemacht. Aber der Gegentreffer war unnötig. Wir vergeben einen Elfmeter, haben danach vier oder fünf maustote Chancen. Haben danach in der Birne begonnen dran zu zweifeln. Aber die Chancen müssen reichen für sieben, acht Tore. Nach dazu bekommen wir einen klaren Elfmeter nicht."Die kritische Szene: in Minute 73 fordert Schalding Elfmeter, den zweiten im Spiel, als Markus Gallmaier im Strafraum zu Boden ging. Der Linienrichter plädierte wie die Schaldinger auf Elfmeter, Haupt-Referee Burghartswieser aber entschied sich dagegen. Nach Ansicht der TV-Bilder eine durchaus vertretbare Entscheidung. (Aber macht euch gerne selbst ein Bild, siehe Link oben.) Und so lief Schalding zwischendurch sogar lange einem Rückstand hinterher. Und kam zum Schluss immerhin noch zum Ausgleich. Man könnte jetzt einige vergebene Chancen aufzählen, auch auf Türkgücü-Seite waren mindestens zwei dicke, neben den beiden Toren dabei. Aber zum Schluss bleibt: Schalding hat es über lange Phasen verpasst Druck aufzubauen, agierte deutlich verunsichert. Und lieferte wenige Argumente, die auf ein Ende der sportlichen Krise hindeuten würden. Und blickt man auf die nackten Zahlen: Der Punkt gegens Schlusslicht war deutlich zu wenig!