"Wir sind erstmal glücklich, dass wir einen Punkt geholt haben gegen ein spielerisch sehr starkes Deisenhofen. Wenn wir die Top-Chancen zusammenzählen, war Deisenhofen vorne", gestand SVS-Spielertrainer Manuel Mörtlbauer im Anschluss. "Aber: Mit unserer Moral hätten wir vielleicht noch mehr Chancen verdient gehabt. Im Großen und Ganzen müssen wir mit dem 1:1 zufrieden sein."
Zwei Negativ-Serien bleiben indes bestehen. Denn zuletzt strauchelten beide Teams. Der FCD blieb in den vergangenen fünf Spielen sieglos und erzielte in diesem Zeitraum nur ein Tor. Beim SVS war die Situationen im Vorfeld noch prekärer: In den letzten zwölf Bayernliga-Spielen sprang nur ein Sieg raus.
Zu Beginn waren beiden Teams die Formkrisen anzumerken. Vorne fehlte zunächst die Durchschlagskraft. Immerhin standen die Defensivreihen stabil.
In der 22. Minute klingelte es dann doch beinahe im SVS-Kasten, aber einen Yilmaz-Freistoß köpfte Leo Edenhofer (22.) am langen Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite schloss Michael Dietl nach tollem Steckpass überhastet ab (30.). Die beste Chance vergab Lukas Kretzschmar unmittelbar vor der Pause. Im Eins-gegen-Eins scheiterte er an Marius Herzig (45+1.). "Den muss er machen", haderte FCD-Coach Andreas Pummer.
In der zweiten Hälfte machte es der ehemalige Kreisklassen-Torjäger besser. Einen Steckball behauptete Kretzschmar stark mit seinem Körper und legte vor Herzig auf den freistehenden Jan Krettek quer, der nur mehr einschieben musste (71.). Kurz zuvor war Krettek noch am stark agierenden Herzig gescheitert (65.). Der SVS rannte in der Folge an, fand aber zunächst kein Durchkommen bis Elion Haxhosaj die Gäste erlöste (87.). Patrick Drofa wurde auf Rechtsaußen bedient und flankte maßgenau auf den einstarteten Haxhosaj, der den Ball per Kopf in die Maschen drückte.
Vom Ausgleich beflügelt, rannte Schalding an, doch kassierte kurz vor Schluss beinahe noch das 1:2. Nach einem haarsträubenden Fehlpass tauchte Luke Gandl frei vor Herzig auf, legte die Kugel aber neben den Pfosten. "Wir müssen lernen uns zu belohnen, aber die letzte Aktion spiegelt unsere aktuelle Situation wider", so Pummer.
Für den SVS geht es kommenden Samstag weiter gegen Türkspor Augsburg. Für Mörtlbauer ist die Ausgangslage klar: "Es ist alles in unserer Hand. Wir haben jetzt fünf Punkte Vorsprung und noch zwei Spiele. Mit zwei Siegen sind wir durch. Mit einer kompletten Trainingswoche im Rücken können wir auf Details eingehen und wollen nächste Woche auf alle Fälle dreifach punkten."
FCD-Trainer Andreas Pummer haderte zwar mit dem Remis, lobte aber auch seine Mannschaft: "Der Prozess den wir durchlaufen, das geht nicht von heute auf morgen. Wir werden uns durch die Unentschieden nicht unterkriegen lassen. Wir wollen weiter konsequent den Weg verfolgen, aber wir müssen uns für den Aufwand belohnen. Wir machen das, um Spiele zu gewinnen und nicht um Remis zu spielen."