
Der SC Weßling wahrt in der Kreisliga seine Chancen auf die Aufstiegsrelegation. Trotz Unterzahl kämpfte sich das Team zum Sieg in Aich.
FC Aich – SC Weßling 2:4 (0:3) Tore: 0:1 März-Vorisek (15.), 0:2 März-Vorisek (24.), 0:3 Sturm (26.), 1:3 M. Milde (72.), 1:4 Starck (78.), 2:4 M. Milde (83.) – Zeitstrafe: Thiel/Aich (60., grobes Foulspiel) – Gelb-Rot: Brugger/Weßling (73., Foul, Reklamieren) – Rote Karte: J. Koller/Weßling (36., Notbremse)
Die Weßlinger Fußballer behielten nach dem Sieg am Samstag in Aich Rang zwei und damit die Relegation zur Bezirksliga in Sichtweite. Was jedoch anfangs nach einem lockeren Erfolg aussah, mutierte am Ende zu einer Abwehrschlacht. „Ohne Drama können wir derzeit anscheinend nicht“, sagte Weßlings Co-Trainer Thomas Ludwig.
Seine Fußballer begannen beim in Abstiegsnot geratenen Bezirksliga-Absteiger eminent spielfreudig. Dabei wirbelte besonders das Sturmduo Luis März-Vorisek/Marius Sturm die Hausherren mächtig durcheinander. „Die beiden haben sie gar nicht in den Griff bekommen“, berichtete Ludwig. So führte der SCW nach 26 Minuten hochverdient. März-Vorisek und Sturm hatten sich die Treffer dabei stets gegenseitig aufgelegt. Der erste Dämpfer sollte jedoch nicht lange auf sich warten lassen: Verteidiger Jonas Koller sah wegen einer Notbremse die Rote Karte. „Die kann man schon geben“, urteilte Ludwig. Gar nicht einverstanden waren die Weßlinger Verantwortlichen aber mit anderen Entscheidungen des Unparteiischen. „Aich hätte für brutale Fouls zweimal Rot sehen müssen“, beschwerte sich Ludwig. Doch einmal pfiff der Schiedsrichter gar nicht, das andere Mal beließ er es bei einer Zeitstrafe. Bei Jakob Brugger kannte der Unparteiische dann keine Gnade und schickte ihn mit Gelb-Rot vom Feld. „Das hat nicht zusammengepasst“, monierte Ludwig.
Doch trotz doppelter Unterzahl retteten die Gäste den Sieg über die Ziellinie, auch weil Yannick Starck mit einem Heber aus 35 Metern über den weit vor dem Tor stehenden Aicher Keeper das zwischenzeitliche 4:1 gelang.
TSV Gilching-A. II – TSV 1882 Landsberg II1:4 (0:2) Tore: 0:1 Nuhanovic (32.), 0:2, 0:3 Dollinger (36./FE, 47.), 0:4 Oppenrieder (82.), 1:4 Arweiler (88.)
Eine Woche vor dem Derby gegen den TSV Oberalting-Seefeld hat sich der TSV Gilching-Argelsried alles andere als überzeugend präsentiert. Das Team von Spielertrainer Tobias Hänschke unterlag dem TSV 1882 Landsberg zu Hause verdient mit 1:4. Dabei waren die Gastgeber ordentlich in die Partie gekommen. Nach der ersten Viertelstunde aber ließen sie deutlich nach. „Es war ein schlechter Auftritt für uns. Sie waren in allen Belangen überlegen“, fasste Hänschke zusammen.
Unerklärlich war für ihn rückblickend, warum seine Mannschaft nach dem ordentlichen Beginn kein Aufbäumen mehr zeigte. „Das hat mit Resilienz und mentaler Stärke zu tun“, so der Spielertrainer. Kurz nach dem 0:1-Rückstand erhöhten die Gäste durch einen unnötig verursachten Foulelfmeter auf 0:2, und kurz nach Wiederanpfiff fiel auch schon der dritte Treffer. In der Schlussphase legte Landsberg noch einen weiteren Treffer nach.
Einziger Lichtblick aus Gilchinger Sicht war der sehenswerte Treffer zum 1:4 durch Marco Arweiler. Dabei belohnte sich der A-Jugendliche Timon Winzen für seine Leistung mit einer starken Flanke auf Arweiler, der am zweiten Pfosten volley den Ehrentreffer erzielte.
FC Deisenhofen III – TSV Oberalting-S. 3:1 (1:1) Tore: 1:0 Montsch (7.), 1:1 Huber (15.), 2:1 Konya (79./FE), Bosch (87.)
Nach dem furiosen Start ins neue Jahr hat Fußball-Kreisligist TSV Oberalting-Seefeld nun den ersten kleinen Durchhänger. Den ersten Rückschlag hatte das Team von Trainer Manuel Feich bereits am vergangenen Wochenende mit einer 1:2-Heimpleite gegen den SC Oberweikertshofen II hinnehmen müssen, nun folgte am Samstag eine 1:3-Auswärtspleite beim FC Deisenhofen III. „Leider waren wir wegen Verletzungen und sonstigen Abwesenheiten nicht so gut aufgestellt. Dann wird es gegen jeden Gegner in dieser Liga schwer“, kommentierte Feicht die sechste Saisonniederlage.
Auf dem Kunstrasenplatz in Deisenhofen bekamen es die Gäste mit einer spielerisch starken Mannschaft zu tun. „Sie waren offensiv stark, hatten aber defensive Schwächen. Diese konnten wir jedoch leider nicht ausnutzen“, analysierte Feicht. Schon nach sieben Minuten ging Deisenhofen III in Führung, als Benedikt Montsch Oberaltings Keeper und Kapitän Maximilian Kraus per Heber überwand. Nach einer feinen Kombination von rechts hinten bis in den gegnerischen Strafraum traf Benedikt Huber nach Zuspiel von Moritz Dreher wenig später durch die Beine des gegnerischen Torhüters zum Ausgleich.
Kurz vor der Halbzeitpause gab es dann aber einen erneuten Rückschlag, als sich der am Ausgleich noch entscheidend beteiligte Tim Prammer eine Verletzung an der Hand zuzog und ausgewechselt werden musste. „Vermutlich wird er erst einmal ausfallen“, sagte Feicht.
Mit dem Unentschieden hätten die Gäste aus Oberalting gut leben können, doch in der Schlussphase mussten sie noch einen weiteren Gegentreffer per Foulelfmeter hinnehmen. Besonders bitter dabei: Der Ball war zuvor aus Oberaltinger Sicht eindeutig im Aus gewesen. Wenige Minuten vor Spielende setzte Deisenhofen sich über links durch und machte den Sack zu.
Wieder in die Spur finden möchte der Tabellendritte der Kreisliga 2 am Sonntag im Derby beim TSV Gilching-Argelsried II.