Der SC Weinberg (in Grün) findet sich als Neuling in der Kreisklasse gut zurecht.
Der SC Weinberg (in Grün) findet sich als Neuling in der Kreisklasse gut zurecht. – Foto: Dietmar Zwick

Als Aufsteiger voll im Soll

Der SC Weinberg steht in der Kreisklasse Nord kurz vorm Klassenerhalt +++ Die zweite Mannschaft jedoch hat Zukunftssorgen

Markus Graßmann, Abteilungsleiter des SC Weinberg, ist mit der Leistung der Mannschaft vollkommen zufrieden. Die Schwandorfer Fußballer stehen hinter der Entscheidung des BFV und konnten sich, trotz des unterbrochenem Jahr, auf den 10. Platz der Kreisklassen-Tabelle spielen.

Wie blickt Ihr auf das Jahr 2020 zurück?
Wie für jeden Sport- und Fußballverein, war dieses Jahr natürlich eine besondere Herausforderung und ein Ausflug ins Ungewisse. Dennoch haben wir als Verein gut zusammengearbeitet und uns den gegebenen Bedingungen sehr gut angepasst.

Seid Ihr mit der sportlichen Leistung zufrieden?
Mit der sportlichen Leistung als Aufsteiger sind wir sehr zufrieden und hätten bei dem ein oder anderen Spiel mit etwas mehr Glück und Erfahrenheit noch mehr Punkte einfahren können, die wichtig für den Abstiegskampf gewesen wären. Nichtsdestotrotz stehen wir mit 25 Punkten auf Tabellenplatz 10 gut da und haben bei noch vier ausstehenden Ligaspielen, hoffentlich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun.

Wie geht es Euch in finanzieller Hinsicht?
Aus finanzieller Sicht, stehen wir, trotz eines großen Umbauprojektes am Vereinsheim, NOCH relativ gut und stabil da. In den letzten Jahren wurde gut gewirtschaftet. ABER allein in diesem Jahr müssen wir, genauso wie wahrscheinlich jeder andere Verein, auf sehr hohe Einnahmen, durch Veranstaltungen, Zuschauereinnahmen und die dadurch verbundenen Sportheimeinnahmen, auf einen sehr hohen Betrag verzichten und geplante Projekte nach hinten verschieben. Auch die traditionelle Christbaumversteigerung, sowie Jahreshauptversammlung im Januar mussten abgesagt werden.

Wie bewertet Ihr die Entscheidung des BFV, als einziger Landesverband in Deutschland die Saison nicht abzubrechen?
Wir stehen hinter der Entscheidung des BFV, auch wenn wir das ein oder andere anders geregelt hätten, aber man kann es vor allem in dieser schwierigen Zeit nicht jeden Recht machen.

Wie halten die Jungs sich in den nächsten Wochen und Monaten fit?
Die Spieler halten sich individuell, jeder für sich selbst, fit. Durch gewissen Apps am Smartphone entsteht hier sogar eine Art "Wettkampf", bei dem viele Spieler teilnehmen und auch so etwas Spaß und Zusammenhalt zeigen.

Wie haltet Ihr überhaupt Kontakt in Zeiten von Corona?
Durch die verschiedenen Whats-App-Gruppen besteht der meiste Kontakt. Viele Spieler wohnen aber auch in der direkten Umgebung oder haben denselben Arbeitgeber, wo man sich zumindest auch mal kurz unterhalten oder sich zum "Lauftreff", natürlich nach Vorgaben der Kontaktbeschränkungen, verabreden kann.

Musstet Ihr bereits auf Abgänge verzichten oder sind welche bekannt? Gibt es Spieler, die aufgrund der Unterbrechungen aufhören wollen, Fußball zu spielen?
Bei uns besteht vor allem bei der 2. Mannschaft die Sorge, da vor allem dort Spieler der älteren Generation im Einsatz sind, sich nicht mehr überwinden zu können. Aber wir werden auf jeden Fall alles versuchen, dies zu verhindern. Nach dem ersten Lockdown waren wir aber überrascht, das sozusagen auf "Knopfdruck" das Vereinsleben wieder aktiviert und alle Spieler zur Stelle waren. Ob das nochmal gelingt, wird sich zeigen.

Hat es bei Euch im Verein und bei der Mannschaft Veränderungen gegeben?
Großartige Veränderungen hat es im Verein, bis jetzt, nicht gegeben. Wir sind mit dem ein oder anderen Spieler in Kontakt, aber das wird sich erst nächstes Jahr entwickeln. Wir hoffen auf eine baldige Besserung des Infektionsgeschehens, dass unser kleiner, familiärer Verein, den Sport und Freizeitbetrieb wieder aufnehmen kann.

Im Allgemeinen wünschen wir jeden eine schöne Vorweihnachtszeit, auf ein hoffentlich besseres Jahr 2021 und vor allem "bleibt´s Gsund".

Aufrufe: 11.12.2020, 13:00 Uhr
Nicole SeidlAutor

Verlinkte Inhalte