
SC Unterbach – SV Germania Grefrath 0:4 (0:0). Von wegen „Verlieren verboten“: Gegen den Mitaufsteiger aus Neuss ließen die Unterbacher der noch einigermaßen ordentlichen ersten Spielhälfte einen ganz schwachen Auftritt in den zweiten 45 Minuten folgen.
„Das muss man so deutlich sagen: Die zweite Halbzeit war eine einzige Katastrophe. Nach den zwei frühen Gegentoren innerhalb von fünf Minuten fehlte es unserer Mannschaft an Widerstandskraft und Behauptungswillen. Da gab es keine Gegenwehr mehr, kaum einer hielt sich an die zuvor ausgegebene taktische Marschrichtung. Auch unsere nominellen Führungsspieler gingen mit unter“, ärgerte sich Dimitrios Thoidis, der Sportliche Leiter des SCU, über den blutleeren Auftritt in Durchgang zwei.
Grefrath riss fußballerisch nun wirklich keine Bäume aus, aber das Team machte seinen Job, versuchte es oft mit weit nach vorne geschlagenen Bällen. Das reichte letztlich, um die offensiv viel zu harmlose Elf von Trainer Axel Bellinghausen in Schach zu halten. Die verzeichnete gerade einmal zwei Torchancen. Till Consilius schoss nach einem Angriff über die linke Seite knapp übers Tor (20.), acht Minuten darauf scheiterte Anton Böhme freistehend an Torsteher Yannick Hansen, der ansonsten einen ruhigen Nachmittag verlebte.
Davon konnte bei seinem Gegenüber Laurin Beer wahrlich keine Rede sein. Der SCU-Keeper kassierte durch Jan-Lars Schuchardt kurz nach Wiederbeginn den Doppelpack (51., 55.) und wurde auch bei den zwei weiteren Gegentreffern von Bozidar Mestrovic (76.) und Etienne Piehler (88.) von seinen Vorderleuten im Stich gelassen. „Gegen solch eine Mannschaft musst du in Normalform gewinnen, ohne Wenn und Aber. Was die Jungs allerdings heute zeigten, das war gar nichts. Darüber wird in den nächsten Tagen zu reden sein. So jedenfalls geht es nicht weiter. Das muss den Spielern klar sein“, schlussfolgerte Dimi Thoidis.