
SC Unterbach – TuRU 80 Düsseldorf. Am vierten Spieltag der Bezirksliga, Gruppe 1, steht den Unterbachern erneut eine Herkulesaufgabe ins Haus. Im Rahmen der offiziellen Saisoneröffnung am Sonntag, 6. September, ab 10 Uhr auf dem Sportplatz am Niermannsweg, gibt mit Absteiger TuRU 80 ein Düsseldorfer Traditionsklub um 15.30 Uhr seine Visitenkarte ab. Eingebettet in den bunten Fußballtag ist auch die Heimpremiere der SCU-Frauenmannschaft, die unter der Leitung von Chefcoach Marek Niewiadomski und Jolina Niewiadomski als spielende Co-Trainerin im Juni den Aufstieg in die Bezirksliga feierte. Nach dem 3:0-Auftaktsieg beim SV Oberbilk 09 Düsseldorf ist um 11 Uhr der BV Bergisch Neukirchen zu Gast.
Zurück zum Herrenteam von Cheftrainer Axel Bellinghausen. Im Frühjahr 2023 trennten die Rivalen drei Spielklassen. Seinerzeit lief die TuRU noch in der Oberliga auf, Unterbach hingegen in der Kreisliga A. Jetzt bewegen sich beide Teams also auf Bezirksliganiveau. Gleichwohl ist die Ausgangslage unterschiedlich. Vorrangiges Ziel des nach drei Niederlagen auf den letzten Tabellenplatz abgerutschten Aufsteigers ist (und bleibt) der Klassenerhalt.
Die Oberbilker sind, angesichts der namhaften Konkurrenz verständlich, klug genug, den direkten Wiederaufstieg nicht schon vollmundig als Saisonziel zu verkünden. Dennoch werden sie von einigen Mitbewerbern als potenzieller Aufstiegsanwärter genannt. So auch von Dimitrios Thoidis, dem Sportlichen Leiter des SCU. „Ich habe die TuRU bei deren 3:1-Auftaktsieg gegen Grevenbroich-Süd gesehen. Ein spielerisch gutes und taktisch clever auftretendes Team, das ja in Teilen nach dem Abstieg zusammenblieb und deshalb viel Erfahrung mitbringt“, sagt er.
Mit zwei Siegen (6:1 Tore) gestartet, darunter das bemerkenswerte 3:0 gegen Benrath-Hassels, ist die Elf von Daniel Rey Alonso gleich vorne mit dabei. Der neue Chefcoach (38), seit Anfang Juli im Amt, kennt sich an der Feuerbachstraße bestens aus, lief seit 2018 für den Klub in der Ober- und Landesliga auf. Als Spieler blieben nach dem Abstieg beispielsweise Routiniers wie Kapitän Lukas Reitz, Selcuk Yavuz, Mohamed Darwish und Sahin Ayas an Bord. Demnach kommt da einiges an fußballerischer Qualität auf die Unterbacher zu.
„Man muss sehen, dass der Gegner viele erfahrene Leute im Kader hat. Da können wir nicht ganz mithalten, bei uns spielten zuvor neun, zehn Jungs Bezirksliga oder höher“, betont „Dimi“ Thoidis und fügt hinzu: „Unsere Leistung zuletzt beim 2:4 in Benrath war in Ordnung. Daran müssen wir anknüpfen und möglichst noch etwas zulegen. Was die Verwertung der herausgespielten, aber nicht genutzten Torchancen angeht, gibt es noch Luft nach oben. Wir werden unseren Spielern jetzt aber nicht unnötig Druck machen, die sollen sich weiterentwickeln, sich an die Anforderungen der höheren Spielklasse gewöhnen. Nur, und das wissen wir auch, der Knoten muss bald mal platzen und wir müssen anfangen, zu punkten.“
In personeller Hinsicht bieten sich mehr Alternativen. In Benrath saßen immerhin elf Spieler auf der Auswechselbank. Auch der von Rhenania Hochdahl gekommene David Mislovic gehörte dazu, er muss diesmal aber aus beruflichen Gründen pausieren. Lars Insel, in Benrath nach seiner Einwechselung für Belebung sorgend, fehlte diese Woche ebenfalls beruflich bedingt bei den Übungseinheiten, könnte aber als Option erneut von der Bank kommen.