
Als Deniz Aytekin am Samstagabend im Deutschen Fußball-Museum bei der Auslosung der ersten DFB-Pokal-Runde als allererste Kugel die des SC St. Tönis aus dem Lostopf gezogen hatte, war die Anspannung beim Oberligisten groß. Schließlich konnten noch alle 32 Teams aus dem Profitopf gezogen werden. Also sowohl die Bayern oder der BVB als auch eher unattraktivere Gegner. Es wurde Eintracht Frankfurt, und der Jubel in der SC-Lounge war riesig. Der ganze Verein freut sich auf das Aufeinandertreffen mit dem Europapokalsieger von 2022.
Doch wie sieht die Reaktion der Frankfurter auf den Pokalneuling aus? Der Verein schreibt in einem Facebook-Post ganz sachlich, dass die Eintracht auf den SC St. Tönis trifft und dass die Partie zwischen dem 21. und 24. August ausgetragen wird. Ein Blick in die Kommentarspalte zeigt die Gefühlswelt der Fans. Stellvertretend für einige User steht ganz oben als Top-Kommentar „St. Tönis, meist bei Google gesuchter Begriff in der letzten halben Stunde“. So wird deutlich, dass einige der Fans den Oberligisten nicht am Niederrhein verorten konnten. „Ist das Schweiz oder Luxemburg?“, schreibt einer scherzhaft.
Manche Fans sprechen von einer klaren Angelegenheit. „Sollte eigentlich machbar sein“, schreibt ein User. Ein anderer schreibt, dass es nicht mehr als eine Trainingseinheit sein sollte. Andere sind da nicht ganz so euphorisch und verweisen darauf, dass die Eintracht sich in den ersten Pokalrunden gerne mal schwertue.
Den Weg nach St. Tönis müssen sich die Frankfurter aber ohnehin nicht einprägen, denn auf der heimischen Anlage wird die Partie keinesfalls ausgetragen werden können. Als Alternativen stehen die Krefelder Grotenburg und die Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena zur Debatte. An beide Stadien dürften zumindest die älteren Frankfurter nicht die besten Pokalerinnerungen haben. Sowohl 1977 als auch 1988 unterlag die Eintracht Bayer Uerdingen nach Verlängerung in der Grotenburg. In Duisburg verlor die Eintracht 1997 ebenfalls das einzige Auswärtsspiel im DFB-Pokal.