– Foto: Dieter Metzler

Florian Brandmair: „Die Jungs haben Fußball-Entzug“

Trainer vom SC Schöngeißing im Interview

Trainer Florian Brandamir war in der langen Saison schon für drei Vereine als Trainer aktiv. Im Interview spricht er über die aktuelle Situation beim SC Schöngeißing.

Schöngeising – Zu einem guten Ende könnte die Corona-Saison für den SC Schöngeising führen. Trainer Florian Brandmair ist jedenfalls glücklich damit, dass man reaussichtsreich im Rennen um den Relegationsplatz ist.

Haben Sie noch einen Überblick, in welcher
Saison Sie spielen?

Es fällt einem wirklich schwer, das noch nachzuvollziehen. Ich gehöre ja auch zu denjenigen die in der „einen“ Saison jetzt bereits beim dritten Verein sind. (Anmerkung der Redaktion: Landsberied, Odelzhausen und Schöngeising) Das war zu Beginn der Saison sicherlich nicht mein Ziel. Vor allem aber sind die Mannschaften komplett andere als noch im Sommer 2019.

Ist es dann überhaupt sinnvoll, sich sportliche Ziele zu setzen?

Aktuell gehts glaub ich eher darum, grundsätzlich mal wieder ein normales Leben führen zu können. Da rutscht das Hobby natürlich in den Hintergrund. Ich würde mich freuen, wenn wir die Saison zu Ende spielen können. Es ist super, dass wir in der Liga aktuell um den Relegationsplatz mitkämpfen – das ist auch das Ziel bis zum Saisonende da dranzubleiben. Aber ich möchte mir nicht ausmalen, wie es bei Vereinen ist, die seit einem Jahr im Mittelfeld der Tabelle stehen und es quasi um nichts geht. Da ist es eine große Herausforderung, die Spieler zu motivieren.

Die Verletztenliste wird durch Corona kürzer

Was macht Ihnen aus sportlicher Sicht Mut?

Positiv an der langen Pause ist sicherlich die Verletztenliste, die wird immer kürzer. Und wenn alle Mann an Bord sind, haben wir einen guten Konkurrenzkampf, auch wenn natürlich alle im Team an einem Strang ziehen. Und die Jungs haben Fußball-Entzug – die haben richtig Bock mal wieder zu kicken.

Wie kann man sich in der aktuellen Situation auf die Saison richtig vorbereiten?

Wirklich schwierig – aktuell ist ja nicht mal joggen in kleinen Gruppen möglich. Online-Training haben wir bisher nicht durchgeführt, aber wenn weiterhin nichts möglich ist, dann werden wir uns darüber Gedanken machen. Bislang steht es den Spielern frei sich durch Läufe und anderes einigermaßen fit zu halten. Falls wir ab März wieder trainieren dürfen, gibt es dafür eine Hardcore-Vorbereitung mit viel unglaublicher Intensität.

Was ist Ihr persönliches Programm gegen die Corona-Langeweile?

Da ich arbeitstechnisch stark eingespannt bin, freue ich mich, wenn ich jeden zweiten Tag mal Zeit finde ein wenig zu laufen, ansonsten hab ich fast keine Zeit mich zu langweilen. Falls doch mal Zeit ist, bin ich mit meiner Frau gerne in der Natur unterwegs und außerdem kommt ja nahezu jeden Tag Fußball im Fernsehen. Theoretisches Training sozusagen.

Interview: Hans Kürzl

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Aufrufe: 6.2.2021, 08:52 Uhr
Fürstenfeldbrucker Tagblatt / Hans KürzlAutor

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