Nahe-Trainer Frank Backes schwört seine Jungs auf die zweite Halbzeit ein.
Nahe-Trainer Frank Backes schwört seine Jungs auf die zweite Halbzeit ein. – Foto: Fußball-News Saarland

Rico Altmeyer lässt SG Nahe weiter auf den Aufstieg hoffen

Altmeyer erzielte im Relegationsspiel zwei Treffer und war bester Spieler auf dem Platz.

Im vorsorglichen Relegationsspiel zum Aufstieg in die Verbandsliga Nord-Ost besiegte die SG Neunkirchen-Nahe-Selbach die SVG Bebelsheim-Wittersheim am Mittwochabend deutlich mit 3:0. Wenn Eintracht Trier in die Regionalliga aufsteigt und Borussia Neunkirchen in die Oberliga, ist die SG Nahe in der kommenden Saison Verbandsligist, denn der FC Freisen hat sein vorsorgliches Relegationsspiel um den Aufstieg in die Saarlandliga gegen den SC Reisbach gewonnen.

SG Nahe - SVG Bebelsheim-Wittersheim 3:0 (2:0). SG-Trainer Frank Backes musste verletzungsbedingt auf Michael Rauber, Mike Forster, Elias Dewes, Lukas Dewes, und Jonas Dostert verzichten. Kapitän Lukas Dostert saß angeschlagen auf der Bank, dafür rückte Thorsten Kunrath wieder in die Startelf.

In den ersten fünf Minuten machte die SVG Bebelsheim-Wittersheim ordentlich Druck, vor allem über die schnellen Außen Ahmad Abu Sebh und Brandon Heblich. Danach aber bekam die SG Nahe die beiden Angreifer und vor allem die gesamte Partie immer besser in den Griff. Aus einer sicheren Abwehr heraus wurde kontrolliert nach vorne gespielt. Zunächst ohne Erfolg, aber nach 18 Minuten war es so weit: Langer Ball aus dem Mittelfeld von Maurice Schmitt in die Spitze auf Rico Altmeyer, der fackelt nicht lange und schiebt die Kugel aus 16 Metern ins rechte untere Eck, Torwart Matthis Ranguin, der im Übrigen eine gute Partie machte, war chancenlos. Bereits eine Minute später verfehlte ein Kopfball von Nicolas Huwig nur knapp sein Ziel. In dieser Phase herrschte in der Bebelsheimer Abwehr ziemliche Unordnung, da Benedikt Klein nach einer Kopfverletzung außerhalb des Feldes fünf Minuten lang behandelt wurde, bevor er ganz raus musste. Für ihn kam Spielertrainer Arif Karaoglan (22.). In der Folgezeit war die SG Nahe weiterhin spielbestimmend und erhöhte nach 31 Minuten und einer Ecke von Christopher Knapp durch Kopfball Thorsten Kunrath auf 2:0. Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt.

Nach Wiederanpfiff durch den guten Schiedsrichter Lukas Jungfleisch, der die Partie jederzeit im Griff hatte und insgesamt nur zweimal Gelb zeigen musste, war die SG Nahe weiterhin das dominante Team. Der beste Mann auf dem Platz, Rico Altmeyer, sorgte nur vier Minuten nach der Pause für das vorentscheidende 3:0. Er schnappte sich auf der linken Seite den Ball, zog nach innen und schlenzte das Spielgerät aus 16 Metern ins rechte untere Eck, knapp neben den Innenpfosten. Weitere Treffer der SG Nahe sollten in dieser Partie nicht mehr fallen. Auf der Gegenseite wurde Torwart Jonas Wolf nur einmal ernsthaft geprüft, als seine Hintermannschaft auf Abseits spekulierte, Schiri Jungfleisch aber weiterspielen ließ und er sich plötzlich im Eins-gegen-Eins gegen Mohamed Guendez wiederfand. Aber Wolf parierte glänzend und sorgte somit dafür, dass hinten die Null stehen blieb. Am Ende ein auch in der Höhe hochverdienter Sieg der SG Nahe, die nun auf Eintracht Trier und Borussia Neunkirchen hoffen muss.

Aufrufe: 09.6.2022, 11:22 Uhr
Michael MeiserAutor