In der Rückrunde wollen sich Lena Falter (rechts) und der SC noch ordentlich strecken.  Foto: Brüssel
In der Rückrunde wollen sich Lena Falter (rechts) und der SC noch ordentlich strecken. Foto: Brüssel

Erst spät Fahrt aufgenommen

Vor der Winterpause gelingt dem SC Regensburg noch Schadensbegrenzung

Normalerweise sind Fußballer froh, wenn es endlich in die wohlverdiente Winterpause geht. Beim SC Regensburg sieht das heuer etwas anders aus. „Wir hätten gerne schon noch das eine oder andere Spiel drangehängt“, sagt Abteilungsleiter Alexander Kalteis. Denn in den vergangenen Wochen haben die SC-Frauen in der Bayernliga endlich Fahrt aufgenommen. Der 2:1-Erfolg im Kellerduell beim SV Weinberg II am vergangenen Wochenende bedeutete den dritten Sieg in Folge. Sabine Treml und Lisa Beer brachten den SC mit ihren Treffern nach Rückstand auf die Siegerstraße. Mit dem Sieg haben die Regensburgerinnen vor der Winterpause den Anschluss ans Tabellenmittelfeld erreicht.

Mehr als Schadensbegrenzung war das aber nicht für die Mannschaft um Kapitänin Lena Falter. Platz acht mit 13 Punkten – das hätten sie sich beim Sportclub anders vorgestellt. „Damit sind wir nicht zufrieden“, erklärt Kalteis, der sein Team eigentlich in den Top vier erwartet hätte. Nach dem Abstieg kamen die Regensburgerinnen in der neuen Liga überhaupt nicht zurecht. Aus den ersten neun Saisonspielen stand nur ein Sieg zu Buche. „Solch einen Start hinzulegen war schon enttäuschend“, blickt Kalteis zurück, dem es immer noch ein Rätsel ist, warum der Motor so stockte.

Die Mannschaft habe es nach dem Abstieg vielleicht zu locker angehen lassen in der neuen Liga, mutmaßt Kalteis. Die Misere hatte auch personelle Konsequenzen. Ende Oktober trat Mario Schmidt, der im Winter 2018 zum SC gestoßen war, als Trainer zurück. Mit Günter Speck fanden die Regensburger einen Nachfolger, der seine Schützlinge aufweckte. „Er hat frischen Wind reingebracht“, lobt Kalteis. Drei Spiele, drei Siege: Eine Auftaktbilanz, die sich sehen lassen kann. „Das Team hat die Bayernliga jetzt angenommen“, sagt Kalteis. Hoffnung macht dem Sportclub der Blick in die Historie: „Mit Ausnahme der vergangenen Saison haben wir fast immer eine überragende Rückrunde gespielt“, erinnert sich Kalteis.

Für die zweite Saisonhälfte, in der auch ein paar Talente aus der Jugend in das Bayernliga-Team integriert werden sollen, gibt der Abteilungsleiter eine klare Marschroute vor: „Da gilt es, zu zeigen, dass wir eine Spitzenmannschaft sind in der Bayernliga.“ Der Sportclub will noch bis auf Rang vier klettern in der Bayernliga. Mehr ist wohl nicht drin. Das Spitzentrio aus München, Ruderting und Frauenbiburg ist den Regensburgerinnen schon enteilt.

Aufrufe: 021.11.2019, 15:30 Uhr
von Felix KronawitterAutor

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