Die Saison 2020/21 ist auch im Jugendbereich Geschichte.
Die Saison 2020/21 ist auch im Jugendbereich Geschichte. – Foto: Andreas Mayr

Jugendbereich: Aufsteiger über die Relegation werden ausgelost

BFV beschließt Abbruch der Saison

Der BFV beschließt den Abbruch der Saison 2020/21 auch im Jugendbereich. Mannschaften auf dem Aufstiegsrelegationsplatz müssen auf Losglück hoffen.

Landkreis – Auch wenn einige Auf- und Abstiegsfragen noch nicht abschließend geklärt sind, können die Verantwortlichen des Jugendfußballs langsam wieder ihren Blick nach vorne richten. Der Jugendleiter des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV), Florian Weißmann aus Markt Schwaben, brachte die Vereinsfunktionäre am Pfingstsamstag auf den aktuellen Stand.

In einem Rückblick erläuterte er die Gründe für den erneuten Saisonabbruch im Juniorenbereich. „Wir haben noch 14 Landkreise, die eine Inzidenz von 100 aufweisen, sodass der Spielbetrieb in ganz Bayern nicht möglich ist. Wenn wir die Pfingstferien und eine dreiwöchige Vorbereitungszeit berücksichtigen, hätten wir optimistisch frühestens Ende Juni starten können und wir hätten die Saison nicht mehr zu Ende gebracht“, erklärte Weißmann.

Jugendbereich: Wertung nach Quotientenregel

Beim Vollzug des Auf- und Abstieges ist die Tabelle nach Quotientenregel maßgeblich. Für Teams, die nach dieser Regel auf einem Aufstiegsrelegationsplatz liegen, heißt es noch warten, denn die Aufsteiger werden im Losverfahren ermittelt. Das geschieht zwischen 14. und 30. Juni, denn bis zum 13. Juni haben die Vereine Zeit, dass sie einen möglichen Spielklassen- bzw. Aufstiegsverzicht erklären.

Die Frage, warum man nicht alle Releganten aufsteigen lasse, erklärte Weißmann mit einem Rückblick auf die abgebrochene Saison 2019/2020. „Da es in der Satzung keine Regel für ein Abbruchszenario gab, waren wir damals in der Auf- und Abstiegsfrage sehr großzügig.“ Dies ginge nicht nochmals. Sonst müsse im nächsten Jahr aufgrund des verstärkten Abstieges fast die ganze Liga gegen den Abstieg spielen. „Die Ligen werden total verwässert.“

Saisonstart nicht vor dem 1. September

Der Beginn der Runde wird nicht vor 1. September starten. Weißmann: „Weil der Meldebogen erst am 31. Juli schließt, brauchen die Spielleiter auch noch Zeit, um die Spielpläne zu erstellen. Zudem müssen wir auf die Urlaubssituation Rücksicht nehmen. Nachdem zu Ostern und Pfingsten wenige Reisen unternommen wurden, wird sich dies in den Sommerferien wohl deutlich verstärken.“

Der Verbands-Jugendausschuss will die Vereinsvertreter verstärkt in die Planungen einbeziehen und über Spielklassenformate und Änderungen diskutieren. Eine Neuerung wurde bereits jetzt konkretisiert. Schon seit vergangenem Jahr konnten Spieler, die von der A-Jugend in den Herrenbereich wechselten, ein Jugendspielerrecht erhalten. Das galt aber nur für A-Jugendteams in der Kreisklasse oder Gruppe. Diese Regelungen wurden nun auch auf Kreisligateams erweitert. Aktuell dürfen aufgrund dieser Regel nur drei Akteure pro Spiel in der Jugend eingesetzt werden.

BFV: Abstimmung über Jugendspielerrecht

Nun sollen die Vereine abstimmen, ob diese Beschränkung aufgehoben werden soll. Der Markt Schwabener Funktionär erläutert: „Wir haben ermittelt, dass Spieler, die nun aufgrund der Altersgrenze aus der Jugend ausscheiden, aufgrund der coronabedingten Pausen, in den letzten zwei Jahren durchschnittlich nur 16 Punktspieleinsätze hatten. Daher sehen wir die sofortige Integration im Herrenbereich nicht durchgängig gegeben. Durch die Abstimmung können die Vereine entscheiden, ob diese Beschränkung aufgehoben wird.“ Florian Weißmann verweist jedoch darauf, dass das Einsatzrecht nach dem vierten Einsatz im Herrenbereich erlischt, „dann ist der Spieler auch bei den Senioren angekommen“.

Nach dem Ausfall der Hallensaison besteht die Hoffnung, dass der kommende Winter wieder einen Hallenspielbetrieb ermöglicht. Bis zum 17. Oktober bietet der Meldebogen die Möglichkeit, sich dafür anzumelden.

(Andreas Heilmaier)

Aufrufe: 025.5.2021, 08:41 Uhr
Erdinger Anzeiger / Andreas Heilmaier - freier MitAutor

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