
Der SC Massenhausen muss auf den Titel warten. Das torlose Remis gegen Pulling verhinderte die vorzeitige Entscheidung vor heimischem Publikum.
Entscheidung vertagt: Durch das torlose Remis im Spitzenspiel gegen den SV Pulling platzt der Massenhausener Traum vom vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft vor heimischer Kulisse. „Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, weiß SCM-Trainer Andreas Langer, aus dessen Sicht nun „keine Zeit für lange Gesichter“ ist. Denn: „Wir haben weiterhin noch alles in der eigenen Hand.“
So würde dem Ligaprimus bereits am kommenden Wochenende ein Sieg bei der SpVgg Steinkirchen zum Titelgewinn reichen. Als schwierig erachtet der Übungsleiter derweil die Ausgangslage für die Gäste aus Pulling, die im Rennen um den Relegationsplatz jetzt auf einen Patzer der Reserve aus Hallbergmoos angewiesen sind. Entsprechend erstaunt zeigte sich der 31-Jährige daher auch vom taktischen Plan des SVP: „Ich hätte gedacht, dass sie früher aufmachen.“
Allerdings traute sich in diesem kämpferischen Spitzenspiel wohl niemand wirklich zu, aufs Ganze zu gehen, wodurch man sich über 90 Minuten hinweg schon fast etwas passiv abtastete. „Es wollte einfach keiner einen Fehler machen“, erklärt Langer, der in Halbzeit eins dennoch von einem leichten Chancenplus für den Verfolger sprach. Einmal verhinderte nur der Pfosten die Pullinger Führung.
In der zweiten Hälfte habe sich das Kräfteverhältnis dann jedoch umgekehrt – auch wenn beide Teams weiterhin sehr zögerlich und mit langen Bällen agierten. Laut dem SCM-Coach blieb den Gastgebern dabei unter anderem ein möglicher Foulelfmeter verwehrt. Zudem konnte sich Pulling-Keeper Miguel Salazar Valencia, der einen besonders guten Tag erwischte, bei einer Volleyabnahme von Andreas Schwarz auszeichnen. Zusammengefasst hätte deshalb niemand einen Sieg verdient gehabt, glaubt zumindest Langer, der mit dem Punktgewinn trotz der verpassten Meisterfeier gut leben kann.