Der SV Oberhaindlfing steigt durch den Saisonabbruch nicht auf.
Der SV Oberhaindlfing steigt durch den Saisonabbruch nicht auf. – Foto: Peschenk

A-Klasse Freising: Drei Ligen, ein halbes Dutzend Verlierer

Vereine nach dem Saisonabbruch

Die Vereine haben entscheiden: Die Saison 2019/21 soll nach Paragraph 93 mit Auf-und Absteiger gewertet werden. Nicht alle Vereine sind mit der Entscheidung zufrieden.

Landkreis – Seit Dienstag steht fest: Es wird in der Wertung der Fußballsaison 2019/21 sowohl Auf- als auch Absteiger geben. Die großen Verlierer dieser Entscheidung sind die Mannschaften, die nach Anwendung der Quotientenregel auf dem zweiten Platz stehen und damit den Aufstieg verpassen. Ebenfalls betroffen sind die Schlusslichter in den A-Klassen, die nun den bitteren Gang in die B-Klassigkeit antreten müssen.

In der A-Klasse 6 platzten durch diese Entscheidung die Aufstiegsträume des SV Oberhaindlfing. Der Club – aktuell auf dem Relegationsplatz liegend – hätte den Aufstieg in die Kreisklasse geschafft, wenn die Alternativlösung zum Tragen gekommen wäre. „Wir haben die Vorstandsmitglieder, Spielführer, Trainer und Abteilungsleiter zur Vereinsabstimmung eingeladen“, sagt SVO-Spartenchef Werner Diemaier. „Die große Mehrheit hat sich natürlich für Variante 2 ausgesprochen, die für uns den Aufstieg in die Kreisklasse bedeutet hätte.“

SV Oberhaindlfing: Verständnis für die Entscheidung

Überrascht worden sei man vom Meinungsbild der bayerischen Vereine jedoch nicht, so Diemaier weiter, der die Situation wie folgt einschätzt: „Wir haben uns natürlich nach dem Ergebnis zusammentelefoniert und konnten festhalten, dass dieses Resultat für uns am Ende auch in Ordnung geht. So können wir mit unserem Weg und unserem System weitermachen und in der kommenden Saison wieder angreifen. Die Umsetzung ohne Absteiger wäre bestimmt schwierig geworden, weil die Ligen deutlich größer geworden wären und es mehr Absteiger gegeben hätte. Auch wenn wir aufsteigen hätten können, muss ich zugeben, dass diese jetzt gewählte Variante die bessere Entscheidung für alle ist. Deshalb sind wir auch nicht groß enttäuscht.“

Abstieg: Entscheidungen im Zehntelbereich

In die B-Klasse absteigen müssen die Fußballer des TSV Moosburg II, die mit nur drei Zählern aus 17 Partien abgeschlagener Letzter in der A-Klasse 6 sind. Deutlich enger ging es in der Abstiegsfrage in der A-Klasse 5 zu: Nicht einmal 0,05 Quotientenpunkte Unterschied trennten am Ende die ST Scheyern III (zehn Zähler aus 16 Partien) und den FC Schweitenkirchen II (zwölf Punkte aus 18 Spielen). Die Scheyerner Dritte muss damit runter in die B-Klasse, Schweitenkirchen II darf bleiben. Hätte der FCS nur einen Zähler weniger geholt, wäre man selbst Letzter gewesen.

An der Tabellenspitze der A 5 war der FC Hettenshausen (34 Punkte aus 16 Spielen) der große Verlierer der Vereinsabstimmung. Durch die Anwendung der Quotientenregel ist der FCH am bisherigen Zweiten TSV Eching II (36 Zähler aus 17 Partien) vorbeigezogen – gebracht hat es nichts.

Für die Dritte des VfB Hallbergmoos, den einzigen Landkreis-Vertreter in der A-Klasse 8, steht schon seit Tagen der Klassenerhalt fest. Man ist zwar Vorletzter, aber der Vorsprung auf Schlusslicht FSV Steinkirchen II ist groß genug – und die Abstiegsrelegation fällt ja bekanntlich weg.

(sd)

Aufrufe: 020.5.2021, 08:51 Uhr
Freisinger Tagblatt / Redaktion FreisingAutor

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