Der Start in den Pokal beginnt für Deniz Obuz (l.) und den FC Hürth auf dem Gallberg bei Badorf/Pingsdorf, Maik Marquardt tritt mit der SpV Frechen 20 in Berzdorf an. Foto: Kühlborn
Der Start in den Pokal beginnt für Deniz Obuz (l.) und den FC Hürth auf dem Gallberg bei Badorf/Pingsdorf, Maik Marquardt tritt mit der SpV Frechen 20 in Berzdorf an. Foto: Kühlborn

Der Knaller im Schlossparkstadion

SC Brühl erwartet im Pokal den GKSC Hürth - Duell der B-Ligisten in Kaster/Königshoven

In der dritten Runde des Kreispokals im Fußballkreis Rhein-Erft steigen von Dienstag an nun auch die fußballerischen Schwergewichte aus Bezirks-, Landes- und Mittelrheinliga in den Wettbewerb ein. Naturgemäß nehmen insbesondere die drei Kreisvertreter aus der Mittelrheinliga in ihren Partien die Favoritenrolle ein.

Allen voran Titelverteidiger FC Hürth, dessen Pokalreise in diesem Jahr bei der Spielvereinigung Badorf/Pingsdorf auf dem Gallberg beginnt. Natürlich ist die Mannschaft von Trainer Oliver Heitmann beim Aufsteiger in die Kreisliga A zum Weiterkommen verpflichtet, dennoch dürfte der Außenseiter auf großer Pokalbühne besonders motiviert sein.

Gleiches gilt für den SC Elsdorf, der auf heimischer Anlage den Fünftliga-Aufsteiger aus Wesseling-Urfeld empfängt.

Derweil feiert Sven Demandt, neuer Trainer der Spielvereinigung Frechen 20, sein Pflichtspieldebüt auf der Anlage des SSV Berzdorf. Nachdem der Mittelrheinligist sein letztes Testspiel bei der U 23 von Borussia Mönchengladbach am Freitagabend mit 0:3 (0:1) verloren hatte, käme alles andere als ein souveränes Weiterkommen beim Absteiger aus der Bezirksliga, der noch vor Saisonstart seine zweite Mannschaft vom Spielbetrieb hatte abmelden müssen, überraschend.

Eine interessante Anpassung des Reglements wird unterdessen in Erftstadt vorgenommen. Weil der Rasenplatz des Bezirksliga-Aufsteigers Rot-Weiß Ahrem nicht über eine Flutlichtanlage verfügt, haben sich alle Beteiligten darauf geeinigt, dass im Falle eines Unentschiedens nach regulärer Spielzeit sofort ein Elfmeterschießen über das Weiterkommen entscheiden soll. Für Alexander Otto, Trainer des Gastes aus Glesch-Paffendorf, liegt die Priorität in diesem Jahr ohnehin auf dem Alltag in der Landesliga. Dementsprechend kündigte die Viktoria bereits an, ihre Zweitvertretung aus der Kreisliga A nach Ahrem schicken zu wollen.

Im Brühler Schlossparkstadion dürften beide Teams im Top-Spiel der dritten Pokalrunde dagegen mit „voller Kapelle” antreten. Denn für beide Trainer ist das Duell der Landesligarivalen SC Brühl und GKSC Hürth ein interessanter Vergleich. Bei den Gastgebern weckt das Los Erinnerungen an die Vorsaison, als sich beide Vereine ebenfalls im Pokal gegenüberstanden und die Brühler den GKSC deutlich mit 6:0 nach Hause schickten. „Das 0:6 im Vorjahr war schon hart, daran hatten wir ein bisschen zu knabbern”, erinnert sich der Hürther Coach Frank Molderings, der mit seiner Mannschaft entsprechend motiviert ins Spiel gehen wird.

Auf der Gegenseite dürfte Trainerkollege Tim Sahlmann nichts dagegen haben, wenn der starke Pokallauf seiner Schlossstädter einfach so weitergehen würde. In den vergangenen drei Jahren standen die Brühler jeweils im Endspiel und holten dabei gleich zweimal den Titel.

Vom Pokalsieg zu träumen wäre aufseiten des 1. FC Kierberg wohl etwas vermessen, doch die bisherigen Leistungen des D-Ligisten geben definitiv Grund zur Annahme, dass die Brühler auch gegen den Bezirksligisten Viktoria Frechen die nächste Pokalüberraschung schaffen können.

Auf einen Pokalcoup hofft auch der C-Ligist SV Godorf, der im Kölner Süden den Nachbarn vom FC Rheinsüd empfängt. Zudem wird es in dieser Spielzeit auch mindestens eine Mannschaft aus der Kreisliga B ins Achtelfinale schaffen, entweder die Borussia aus Kaster/Königshoven oder der SC Kalscheuren, die sich im direkten Duell gegenüberstehen.

Aufrufe: 018.8.2019, 19:30 Uhr
Kölner Stadt-Anzeiger / Stefan KühlbornAutor

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