2013 bis 14 war Wetscheck bereits Trainer von Herzogsreut. Seit Herbst 21 ist er nun in 2. Amtszeit beim SC.
2013 bis 14 war Wetscheck bereits Trainer von Herzogsreut. Seit Herbst 21 ist er nun in 2. Amtszeit beim SC. – Foto: SC Herzogsreut

»Komischer Verein«: Marco Wetscheck bleibt Herzogsreuter

36-Jähriger wird von der Interims- endgültig zur Dauerlösung beim A-Klassisten

Eine gute Freundschaft währt ewig. Und so verwundert es nicht, dass Marco Wetscheck seine als "Freundschaftsdienst" deklarierte zweite Amtszeit beim SC Herzogsreut um eine weitere Saison verlängert hat. Auch in der Spielzeit 22/23 wird der 36-Jährige also das Sagen haben beim A-Klassisten. Er wird somit von der Interims- endgültig zur Dauerlösung.

Es waren, so teilt der Verein mit, schwierige, aber dann doch irgendwie ganz einfache Gespräche. Immerhin begegnete man sich auf Augenhöhe und sprach unter Freunden. Man wusste, mit wen man es zu tun hat - genauso wie von Vorneherein klar war, welche Ziele man gemeinsam verfolgt. "Der SC Herzogsreut ist im positiven Sinne ein absolut komischer Verein", versucht Marco Wetscheck zu begründen, warum ihn der SC-H erst aus dem eigentlich fest zementierten fußballerischen Rentenstatus holen und in ihm sogar ein längst verloren geglaubtes Feuer für das runde Leder wiederentfachen konnte. "Ich fühle mich im Verein menschlich pudelwohl", macht Wetscheck deutlich. Das Persönliche - vor allem der Umgang mit Vorstandschaft und Abteilungsleitung - habe eine große Rolle gespielt, weshalb er sein Engagement verlängert hat. Aber der weitum bekannte Ex-Spieler und Trainer wäre kein Sportler, wenn er nicht auch von der Qualität der Truppe um Jung-Kapitän Marco Schuster überzeugt sein würde: "In der Mannschaft steckt viel mehr wie der aktuelle Tabellenplatz aussagt."



Es wird zwar keine leichte Aufgabe, aber der ehemalige Bezirksliga-Spieler ist davon überzeugt, Herzogsreut wieder in andere Sphären der Tabelle führen zu können. Die Rückkehr einiger verletzter Stammkräfte macht Hoffnung, dass der SC-H kurzfristig den vorletzten Platz der A-Klasse Freyung wieder verlassen kann. Im Sommer stoßen dann vier Talente aus der eigenen Jugend, die in der Herbstrunde die Meisterschaft in der Gruppe Unterer Wald feiern konnte, zum Kader. Die Verantwortlichen haben sich darauf geeinigt, nicht durch externe Spieler das Niveau zu heben, sondern der Vereinsphilosophie entsprechend die vorhandenen Spieler auf ein anderes, besseres Niveau zu heben.

Aufrufe: 027.1.2022, 09:00 Uhr
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