2024-07-17T10:40:36.325Z

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Die positive Entwicklung bei den Frauen des SC Grimlinghausen hat zur Bezirksliga-Meisterschaft geführt.
Die positive Entwicklung bei den Frauen des SC Grimlinghausen hat zur Bezirksliga-Meisterschaft geführt. – Foto: Norbert Jurczyk

SC Grimlinghausen: Titel als Resultat einer positiven Entwicklung

Die SCG-Fußballerinnen ließen sich auf dem Weg zur Bezirksliga-Meisterschaft nicht vom Weg abbringen.

Zu dem Bezirksliga-Titel und dem damit verbundenen Aufstieg der Fußballerinnen des SC Grimlinghausen macht Sportdirektor Wolla Liebich eine klare Ansage: „Wir waren fällig.“ Nach Platz zwei hinter Glehn in Vorsaison konnte nun ausgelassen gefeiert werden. In Gefahr war Platz eins eigentlich nie: Ohne eine Niederlage, mit einem Remis und 23 Siegen marschierten die Grimlinghausenerinnen durch die Saison und hatten am Ende satte 25 Punkte Vorsprung auf die Verfolger.

Janina Real traf 61-mal

„Wir haben vom ersten Spieltag dran geglaubt und den Aufstieg eigentlich auch fest eingeplant“, sagt Liebich mit Blick auf die Platzierungen sechs, vier und zwei nacheinander. „Die Mannschaft ist Jahr für Jahr gewachsen“, erzählt Wolla Liebich. „Wir haben in der Kreisliga angefangen. Letztes Jahr hat uns noch ein Punkt gefehlt, jetzt war die Mannschaft nicht mehr zu schlagen.“ Was die Mannschaft auszeichnet? „Die Ausgeglichenheit“, meint der Sportdirektor. „Wir haben sehr viele, sehr gute Frauen im Team. Viele können auf mehreren Positionen spielen, es gibt keine Löcher, sondern überall ein sehr hohes Niveau.“ Der Sturm ragt etwas heraus: 135 Tore, im Schnitt über fünf Treffer pro Spiel, erzielte der SCG. Großen Anteil hatte daran Janina Real mit 61 Toren und elf Assists. Damit steht nicht nur in der Torjägerliste der Liga vorne, im deutschlandweiten Vergleich bei der Kicker-Torjägerkanone reichte dieser Wert auch noch zu Rang zwei. „Aber das geht auch nur mit einer guten Mannschaft, nicht alleine“, betont Liebich. Ein Blick auf die weiteren Statistiken zeigt, dass nicht nur der Angriff überzeugte, denn die Grimlinghausenerinnen kassierten lediglich 13 Gegentore. „Es hat auf allen Positionen gepasst, alle haben ihren Teil zum Erfolg beigetragen“, sagt der Sportdirektor. Nicht nur die Spielerinnen auf dem Platz, sondern auch das Team dahinter, angefangen bei Trainer Andre Prein. Er übernahm die Mannschaft vor drei Jahren und entwickelte sie Stück für Stück weiter.

Keine Sorgen - noch ohne Zugänge

Weil das Team komplett zusammenbleibt, macht sich Wolla Liebich auch keine größeren Sorgen in Hinblick auf die Saison in der Landesliga, auch wenn es noch keine Neuzugänge gibt: „Natürlich ist das primäre Ziel als Aufsteiger immer der Klassenerhalt. Aber wenn wir kein Verletzungspech haben, können wir uns, denke ich, auch im Mittelfeld einordnen.“ Optimistisch stimmt da das Pokalhalbfinale gegen Landesliga-Primus Rosellen, das nur knapp verloren wurde. „Das war ein Duell auf Augenhöhe und unsere stärkste Leistung“, so Liebich. Nachdem der Aufstieg ausgiebig gefeiert wurde, startet am 10. Juli die Vorbereitung auf die nächste Saison. „Das wird eine andere Hausnummer, aber eine schöne Herausforderung für alle“, sagt der Sportdirektor, der sich besonders auf die Spiele gegen Glehn freut. „Wir haben uns in Grimlinghausen schon seit einigen Jahren die Förderung des Mädchen- und Frauenfußballs auf die Fahne geschrieben und das fruchtet langsam.“

Aufrufe: 025.6.2024, 18:00 Uhr
RP / Sophie RhineAutor