Wassilios Kametas erzielte das 2:0 für die Fortuna und stellte die Weichen früh auf Sieg
Wassilios Kametas erzielte das 2:0 für die Fortuna und stellte die Weichen früh auf Sieg

Fortuna II macht vorzeitigen Aufstieg klar

Landesligist schlägt Viktoria II und steigt in die Mittelrheinliga auf – Pesch gewinnt in letzter Sekunde

In der Kölner Südstadt gibt es für die Fußballfans doch noch einen Grund zum Feiern. Fortuna Köln II hat in der Landesliga 1 als Tabellenzweiter am drittletzten Spieltag der Saison mit dem 4:1 (3:1) gegen Viktoria Köln II vorzeitig den Aufstieg geschafft. Vor rund 300 Fans war der Jubel natürlich riesengroß, als Teammanager Stefan Kleefisch nach dem Schlusspfiff an die Spieler die vorbereiteten T-Shirts mit dem Aufdruck „Mittelrheinliga - Wir kommen“ verteilte.

SC Fortuna Köln II - FC Viktoria Köln II 4:1 - Die Stimmung am Südstadion hatte bei über 30 Grad Außentemperatur aber schon nach neun Minuten ihren Siedepunkt erreicht, denn zu diesem Zeitpunkt führte das Team von Tilman Waegner mit 3:0. Serhat Güler (2) und Wassilios Kametas profitierten bei ihren Toren durchweg von haarsträubenden Patzern des Gegners. Die Rechtsrheinischen waren mit ihrem dritten Torwart Nico Richter erschienen und dieser war an allen drei Toren beteiligt. „Jeder Schuss war ein Treffer, die schwache Leistung von Nico Richter ist leider ein Fakt“, nahm auch Viktoria-Trainer Özkan Turp mit seiner offenen Einzelkritik kein Blatt vor den Mund.

Anschließend hatte sich sein Team aber nicht aufgegeben und nach dem Treffer durch Mouhaymen Rachdi (14.) sogar etliche klare Chancen, nicht nur den Anschlusstreffer zu erzielen. Auch nach dem 4:1 für die Fortuna durch Mohammed Loum (61.) änderte sich nichts an der Dominanz der Viktoria. „Wir waren die bessere Mannschaft und haben nur durch individuelle Fehler so hoch verloren“, meinte Turp. Stefan Kleefisch war es natürlich egal: „Mit dem vierten Aufstieg in sechs Jahren geht ein Traum in Erfüllung.“



FC Pesch - SC Borussia Lindenthal-Hohenlind 3:2 - Wesentlich dramatischer verlief das zweite Derby. Wie schon im Hinspiel gewann der FC Pesch in der allerletzten Minute 3:2 (1:1) gegen den SC Borussia Lindenthal-Hohenlind, der nach dieser unglücklichen Niederlage weiter um den Klassenerhalt bangen muss. „Wir haben heute einfach nur schlecht gespielt, vor allem vorne lief nichts zusammen“, lautete das Fazit von FC-Trainer Ali Meybodi. Nach dem frühen Rückstand durch Gero Pletto (4.) sorgte bis zur Pause Alex Papazoglu mit einem Solo für den Ausgleich. Der Torjäger des Tabellenführers war nach dem 1:2 durch Seiya Takano (69.) mit seinem 25. Saisontreffer auch für den erneuten Gleichstand nach dem einzigen sehenswerten Angriff seines Teams (80.) verantwortlich . Kapitän Sebastian Bodenröder bewies dann in der 90. Minute Nervenstärke, als er den Elfmeter verwandelte.



Spielvereinigung 1920 Köln-Flittard - SC Brühl 06/45 1:2 - Die Spvg Flittard hat im Kampf gegen den Abstieg einen Rückschlag erlitten und das wichtige direkte Duell gegen den ebenfalls gefährdeten SC Brühl 1:2 (0:1) verloren. „Der Zeitpunkt der Niederlage in der letzten Minute ist natürlich unglücklich, aber insgesamt hat Brühl verdient gewonnen, weil von uns heute einfach zu wenig kam“, meinte Sven Bellinghausen, der Co-Trainer des Aufsteigers. Den Foulelfmeter zur Führung der Gäste hatte Martin Notz verwandelt (15.), mit dem Ausgleich durch Mohamed Mastur (57.) kippte das Spiel zugunsten des Aufsteigers aber nicht. Brühl blieb am Drücker und hatte bei klaren Chancen Schusspech. Deshalb war der Brühler Siegtreffer durch August von Lehmann in der 90. Minute keine wirkliche Überraschung mehr.

Aufrufe: 3.6.2019, 18:30 Uhr
Kölner Stadt-Anzeiger/Klaus FlötgenAutor

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