Das erste Tor für den FC Hürth erzielt Luka Ziegler (vorn) gegen die SpVg Wesseling-Urfeld. Foto: Bucco
Das erste Tor für den FC Hürth erzielt Luka Ziegler (vorn) gegen die SpVg Wesseling-Urfeld. Foto: Bucco

Mit dem nötigen Spielglück

Kapitale Schnitzer der Wesseling-Urfelder verhelfen dem FC Hürth zum 4:1 im Pokal — SC Brühl schmeißt GKSC raus

Im Pokal des Fußballkreises Rhein-Erft hat Mittelrheinligist FC Hürth das Viertelfinale erreicht. Die klassenhöchste Mannschaft im Wettbewerb erledigte die schwere Aufgabe bei der SpVg Wesseling-Urfeld letztlich klar mit 4:1 (1:1). Doch so ein, wie das Ergebnis daherkommt, war das Spiel keinesfalls. „Wir hatten in der zweiten Halbzeit das notwendige Spielglück”, gab der Hürther Trainer Oliver Heitmann zu.

Zwar gelang seiner Mannschaft gegen eine zunächst konzentriert verteidigende Wesselinger Elf durch Luka Ziegler die Führung (20.), doch im Nachgang der ersten Hälfte besorgte Nils Elenz im Anschluss an eine Standardsituation den Ausgleich (45+2).

„Wir hatten uns in der Pause viel vorgenommen. Hürth hat nach dem Tor eigentlich keine Mittel mehr gefunden”, erklärte Wesselings Chefcoach Josef Farkas, der allerdings mit ansehen musste, wie seine Elf vom Anpfiff der zweiten Halbzeit an in allen Mannschaftsteilen die Ordnung verlor und nur Sekunden später nach einem Treffer von Miron Wessels erneut in Rückstand geriet (47.).

Doch erneut kamen die Wesseling-Urfelder zurück. Und hätte Burim Mehmeti kurze Zeit später nicht den Pfosten, sondern ins Tor getroffen, es hätte noch ein denkwürdiger Pokalabend werden können. Doch dann begünstigten zwei kapitale Fehler der neu formierten Hintermannschaft des Landesligisten eine rasche Entscheidung. Zunächst erwischte Sven De Jongh seinen Keeper auf dem falschen Fuß und traf ins eigene Tor (67.), und keine Minute später spielte Stephan Heiler einen Rückpass zu kurz, sodass Wessels keine Mühe hatte, die Partie mit seinem zweiten Treffer zu entscheiden (68.). „Eigentlich ein gutes Spiel zu machen und so auszuscheiden, ist sehr bitter”, so Farkas. Derweil dürfen die Hürther weiter vom ersten Kreispokaltitel seit 2014 träumen. Im Viertelfinale gastiert der FCH am 11. September beim Bezirksliga-Absteiger SV Weiden, der mit dem glatten 4:0-Erfolg über hochgehandelte Königsdorfer ein dickes Ausrufezeichen setzen konnte.

Gleiches gelang dem SC Brühl, der im landesligainternen Duell mit dem GKSC Hürth den höchsten Sieg des Abends feierte. Beim 6:0 (3:0) stellte das Team von Trainer Tim Sahlmann bereits im ersten Durchgang durch Tore von Theodore Beleyi (22.), Lars Wessel (31.) und Dominik Reichardt (35.) die Weichen auf Sieg. Nach der Pause legten Naoya Tawaraishi (61.) und Daigo Kono (64./79.) nach.

In der nächsten Runde gastiert der Titelverteidiger dann beim FC Rheinsüd, der ein torreiches Bezirksliga-Duell mit dem CfR Buschbell knapp mit 4:3 (1:1) für sich entscheiden konnte. Entscheidenden Anteil daran hatten die Doppeltorschützen Niklas Hauck (30./52.) und Markus Komma (70./80.).

„Leider konnten wir unsere zahlreichen Ausfälle nicht kompensieren. Vor allem in der Defensive hat sich das bemerkbar gemacht”, so der CfR-Vorsitzende Volkhart Schilde, für dessen Team Takuma Sumi und Cengiz Can zweimal ausglichen. Niko Janssen schaffte nur noch den späten Anschluss.

Erwartungsgemäß ist auch Landesligist GW Brauweiler ins Viertelfinale eingezogen. Beim B-Ligisten in Büsdorf siegte das Team von Coach Cüneyt Karaca souverän mit 5:0 (1:0). Bitter für die wackeren Gastgeber: Die Führung des Favoriten kurz vor der Pause resultierte aus einem Eigentor. Brauweilers Gegner wird am heutigen Donnerstagabend (19.30 Uhr) zwischen dem C-Ligisten SV Weiß-Blau Urfeld und Hilal Maroc Bergheim ermittelt. Die Kreisstädter siegten in der Neuauflage des Derbys mit 2:1 (2:1) bei Türkspor.

Das Viertelfinale komplettieren Blau-Weiß Kerpen und der SC Elsdorf. Auf dem Weg dorthin mussten beide Teams allerdings Schwerstarbeit verrichten. Der Bezirksligist aus Kerpen setzte sich mit 3:2 nach Verlängerung in Bachem durch. Dabei schienen die Gäste nach Toren von Kevin Brockhaus (9.) und Lukas Weisweiler (41.) eigentlich auf einem guten Weg. Doch der A-Ligist kämpfte sich eindrucksvoll zurück und verdiente sich dank eines Doppelpacks von Philipp Fuchs (72./73.) die Verlängerung.

Freistoß schnell ausgeführt

„Es war ein typischer Pokalfight mit Chancen auf beiden Seiten und dem glücklicheren Ende für Kerpen”, so VfR-Trainer Günther Lang. Pascal Braun war es schließlich, der einen schnell ausgeführten Freistoß zum entscheidenden Treffer für die Blau-Weißen nutzte (115.).

Ebenfalls erst in der Verlängerung nahm der A-Ligist aus Elsdorf die hohe Hürde in Horrem. Nouredine Zaanani (110.) und Remo Statello (111.) stellten die Weichen auf Weiterkommen, der Anschluss durch Ekrem Elcivan (115.) kam für den B-Ligisten zu spät.

Aufrufe: 05.9.2018, 20:00 Uhr
KSTA-KR / Stefan KühlbornAutor

Verlinkte Inhalte